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Insider-Transaktionen: So nutzen Sie die Datenbank der BaFin

Die gemeldeten Käufe und Verkäufe von Unternehmensinsidern fließen in eine Datenbank der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), die im Internet kostenlos abgefragt werden kann.

Insofern können Sie auf der Internetseite direkt den Namen der für Sie relevanten Aktiengesellschaft oder einen Personennamen eingeben, und Sie erhalten eine Liste mit Insider-Transaktionen der betroffenen Gesellschaft oder der ausgewählten Person.

Mehr zum Thema: BaFin – Aufgaben und Zielsetzungen

Auf dieser Liste finden Sie die Information, wer gehandelt hat, wann das geschehen ist, wann das gemeldet wurde, welche Stückzahlen gehandelt wurden und zu welchem Preis gehandelt wurde.

Datenbank der BaFin: KarstadtQuelle belegt das hohe Erfolgspotenzial

Die Auswertung der Insider-Daten ist eine sehr zeitaufwändige Arbeit. Dieser Aufwand lohnt sich nur dann, wenn sich aus den Ergebnissen eine leicht umsetzbare Anlagestrategie mit hohem Erfolgspotenzial ableiten lässt.

Welche hohen Renditen für Sie als Anleger möglich sind, zeigt das Beispiel KarstadtQuelle.

Seit dem Jahr 2002 geriet der Versandhandels- und Kaufhauskonzern immer tiefer in die Krise. Der Aktienkurs rutschte von 35 € auf unter 10 €, wie der folgende 5-Jahres-Chart zeigt.

Von 2002 bis 2005 verlor die Karstadt-Aktie permanent an Wert

EUR 35 30 25 20 15 10 5 2002 2003 2004 2005 2006


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Obwohl das operative Geschäft Mitte 2005 noch keine deutliche Besserung zeigte, kaufte die Großaktionärin Madeleine Schickedanz große Aktienpakete auf und leitete damit die Kurswende ein.

Als Mitte 2005 die Stimmung fast auf dem Tiefpunkt war und über das unrühmliche Ende des Konzerns spekuliert wurde, setzten plötzlich und ohne Ankündigung massive Insider-Käufe ein.

Von Juli bis November 2005 kaufte Madeleine Schickedanz, die bis dato bereits über 50% des Aktienkapitals besaß, im Wochentakt große Aktienpakete von KarstadtQuelle.

Da Frau Schickedanz eine klassische „Insiderin“ ist, musste sie diese Transaktionen der BaFin melden.

BaFin Insider-Käufe von Juli bis November 2005

Bei Kursen rund um 10 € hat Frau Schickedanz ihren Karstadt-Anteil systematisch weiter aufgestockt.

Als die ersten Käufe im Sommer 2005 veröffentlicht wurden, hielten viele Investoren die Zukäufe für „Stützungskäufe“, um den rasanten Kursverfall zu stoppen.

Ein strategisches Ziel kam dagegen nicht in Frage, da Frau Schickedanz bereits die Aktienmehrheit hielt.

Mehr zum ThemaAktienkauf: Meldepflicht sorgt für Transparenz

Als der Kursverfall gestoppt war, die Großaktionärin aber dennoch weiter aufstockte, wurden diese Insider-Käufe neu interpretiert: Durch alle Medienblätter geisterte das Gerücht, dass Schickedanz Karstadt vollständig übernehmen wolle.

Das Ziel sei anschließend die Aufteilung in Kaufhäuser, Versandhandel und Immobilien. Da die beratende Bank im Immobiliensektor sehr aktiv ist, klang das auch durchaus plausibel.

Das Übernahmegerücht trieb den Aktienkurs wieder nach oben, obwohl das eigentliche Kerngeschäft noch nicht rund lief.

„Insider-Strategie“: Gewinn von bisher 75%

In der Spitze ist die Karstadt-Aktie sogar auf 25 € gestiegen. Dieses Kursniveau wurde erreicht, als die Übernahmefantasie ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Da aber Frau Schickedanz 2006 nicht weiter zugekauft hat, haben sich die Spekulanten im Jahresverlauf wieder aus der Aktie verabschiedet. Der Kurs ist wieder unter die 20 €-Marke gefallen.

Was genau die Insider-Käufe bezweckt haben, ist noch immer unklar. Daher geht auch der „Geldanlage-Berater“ auf Nummer Sicher und empfiehlt eine enge Stop-Loss- Marke bei 17,50 €.

 

14. Juni 2006

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.