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Insiderhandel – illegaler Nutzen durch internes Wissen

Der Begriff Insiderhandel ist schon mehrfach durch die geschockten und aufgebrachten Medien gegeistert.

Fest steht: Insiderhandel gehört zu den dunkleren Seiten der Börse und wird von vielen Investoren sehr kritisch betrachtet.

Wir besprechen hier, wie der illegale Insiderhandel genau abläuft.

Der Insider weiß mehr

Wie der Name schon sagt, geht es beim sogenannten Insiderhandel um jemanden,

der über spezielle, zumeist interne Unternehmensinformationen verfügt und diese für sich ausnutzt.

Ein solcher „Insider“ steht für gewöhnlich eng mit dem jeweiligen Unternehmen, dessen Geheimnisse er kennt, in Verbindung.

Oftmals sind Insider also Angestellte eines Konzerns auf den höheren Ebenen, wie beispielsweise Aufsichtsratsvorsitzende oder Vorstandsmitglieder.


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Aber auch Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer oder Finanzberater können Insider werden. Dies passiert etwa dann, wenn sie durch ihre Tätigkeit für ein Unternehmen an Informationen gelangen, die sonst nur wenigen Personen zugänglich sind.

Man kann also festhalten: Das Wichtige am Insider ist, dass er über interne Informationen verfügt, die den normalen Aktionären und Investoren eines Unternehmens nicht bekannt sind.

Dabei kann es sich zum Beispiel um (noch) unveröffentlichte Geschäftszahlen handeln oder um Pläne für Übernahmen, Insolvenzanträge oder andere wichtige konzernstrategische Pläne.

Solche Daten werden auch als kursrelevante Informationen bezeichnet, weil sie den Kurs einer Aktie erheblich beeinflussen könnten, wenn jeder an der Börse davon Wind bekäme.

Insiderhandel – seit 1994 in Deutschland verboten

Erst 1994 wurde in Deutschland ein Gesetz erlassen, welches das Ausnutzen von Insiderinformationen im Aktienhandel verbietet. Mittlerweile herrscht diese Rechtsauffassung in ähnlicher Weise in der gesamten Europäischen Union.

Die USA hatten die Gefahren, die vom Insiderhandel ausgehen, schon wesentlich früher wahrgenommen. Dort existiert ein entsprechendes gesetzliches Verbot schon seit 1934.

Insiderhandel: wie dieses illegale Mittel funktioniert

Wer zufällig oder gezielt solche kursrelevanten Informationen erhält, macht sich aber natürlich noch lange nicht des Insiderhandels schuldig.

Wenn diese Person ihr Wissen dann jedoch zum eigenen Vorteil im Börsenhandel einsetzt, spricht man von unlauteren Methoden. Wie genau das funktionieren kann, wollen wir uns anhand eines realen Beispiels anschauen:

Mehr zum Thema: Insider erschleichen sich große Summen

Im Jahre 2009 wurde in den USA einer der schwersten Fälle von organisiertem Insiderhandel weltweit bekannt: die sogenannte Galleon-Affäre.

Mehrere Mitarbeiter von börsennotierten amerikanischen Unternehmen, die in hochrangigen Positionen beschäftigt waren, hatten dort jahrelang gemeinsame Sache gemacht und ihre Insiderinformationen über die Firmen ausgenutzt.

Hatte zum Beispiel einer der Akteure Informationen über ein starkes Geschäftsjahr gehabt, bevor der offizielle Jahresbericht veröffentlicht wurde, konnten die Insider Aktien sehr günstig kaufen und später verkaufen – natürlich mit horrenden Renditen.

Außerdem hatten sie Wissen um technische Forschungen und Entwicklungen benutzt, bevor diese allgemein bekannt waren, um sich mit Wertpapieren einzudecken. Wenn dann die große Kaufwelle einsetzte, waren die Herrschaften schon längst versorgt.

Mehr zum Thema: Insiderhandel und andere Kursmanipulationen

Über 20 Mio. $ wurden auf diese Weise unrechtmäßig erworben; und das alleine durch illegales Insiderwissen.

Für private Anleger sollte die Botschaft daraus also ganz eindeutig sein: Lehnen Sie Angebote ab, die sich auf unternehmensinterne Daten beziehen und nutzen Sie solche auch nicht selbst aus. Andernfalls drohen Geld- und Freiheitsstrafen.

13. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.