Eine der turbulenteren Börsenwochen des Jahres ist zu Ende gegangen. Insbesondere die Ankündigung eines Referendums in Griechenland, welche am Donnerstag zurückgezogen wurde, hatte die Volatilität an den Börsen deutlich angeschoben.
Nachdem zwischenzeitlich ein Rückgang des VDAX (Volatilitätsindex) zu beobachten war, ist dieser wieder angestiegen. In diesem Marktumfeld disponieren die deutschen Insider unverändert vorsichtig und die Transaktionszahlen haben sich in den letzten Wochen auf einem niedrigen Niveau eingependelt.
Über die letzten 4 Wochen hinweg wurden dabei von den meldepflichtigen Organmitgliedern 45 Kauftransaktionen bei 19 Verkäufen getätigt. Der daraus errechnete Wert des Insiderindikators von 2,4 liegt zwar weiterhin unterhalb des Mittelwerts von 2,8, daraus lässt sich jedoch eine weiterhin grundsätzlich positive Erwartungshaltung der deutschen Insider ableiten.
Ludwig Beck AG: Überzeugende 9-Monats-Entwicklung
In der abgelaufenen Kalenderwoche haben der Großaktionär und ein Vorstand der Ludwig Beck AG eine Reihe von Insidertrades gemeldet. Angesichts der Tatsache, dass die Gesellschaft kürzlich gute 9-Monats-Zahlen präsentiert hat, sind diese Insidertrades als aussagekräftig zu werten.
Dabei konnte sich die Ludwig Beck AG erneut entgegen dem allgemeinen Markttrend positiv entwickeln. So legten die flächenbereinigten Umsatzerlöse in den ersten 9 Monaten um +2,2 % zu, während der deutsche Einzelhandelsmarkt im gleichen Zeitraum um 1,0 % nachgab.
Die Schließung der unrentablen Filialen führte zwar zu einem leichten filialunbereinigten Umsatzrückgang, wirkte sich aber unmittelbar positiv auf die Rentabilität aus. So lag die Rohertragsmarge zum Ende des Q3 2011 bereits bei 50,5 %, so hoch wie im gesamten GJ 2010. Insgesamt ist seit mehreren Jahren ein kontinuierlicher Aufwärtstrend bei der Entwicklung der Rohertragsmarge zu beobachten.
Trotz Einmalaufwendungen konnte ein EBIT in Höhe von 6,2 Mio. Euro erwirtschaftet werden, was somit nur geringfügig unterhalb des Vorjahresniveaus lag (9M 2010: 6,6 Mio. Euro). Bereinigt um die einmaligen Sonderaufwendungen, konnte hingegen eine Steigerung des EBIT um +12,1 % auf 7,4 Mio. Euro erzielt werden. Insgesamt ist die operative Entwicklung der Ludwig Beck AG in den ersten 9 Monaten damit als sehr zufriedenstellend einzuschätzen.
Insgesamt bestätigen die 9-Monats-Zahlen der Ludwig Beck AG den eingeschlagenen Weg der Konzentration auf das Stammhaus am Münchner Marienplatz, einhergehend mit einer anhaltend steigenden Rentabilität.
Kurspotenzial von über 30 %
Auf Grund der entfallenden Sonderaufwendungen auf operativer Ebene sollte sich die Rentabilität auch im kommenden GJ weiter steigern lassen und sowohl zu erneut höheren Margenniveaus als auch Kapitalrenditen führen. Mit einem erwarteten 2012er-KGV von rund 9 ist die Aktie zudem weiterhin günstig bewertet und bietet ausreichend Spielraum für Kurssteigerungen.
Angesichts eines aktuellen Kurspotenzials, das wir auf über 30 % ansetzen, sowie der deutlich gesteigerten Insideraktivitäten haben wir die Ludwig Beck AG als Insideraktie der Woche (KW 44) ausgewählt.
Insiderkauf bei bekanntem Modeunternehmen
Bildquelle: Kirill Zdorov - Fotolia

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Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.
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