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Insolvenz der Depotbank – Wie sicher ist mein Geld?

Eine Depotbank ist ein Kreditinstitut, bei dem die Sondervermögen von Investmentfonds in Wertpapierdepots hinterlegt werden.

Es ist für jeden Anleger von Bedeutung zu wissen, was im Falle der Insolvenz seiner Fondsgesellschaft oder seiner Depotbank mit dem angelegten Vermögen passiert und wie sicher es ist.

Mit dem richtigen Wissen kann man sich vor großen Verlusten schützen.

Was ist eine Depotbank?

Gemäß dem Investmentgesetz (InvG) verwahren Depotbanken das sogenannte Sondervermögen von Fondsgesellschaften.

Als Depotbank kann jedes zugelassene Kreditinstitut fungieren.

Depotbanken in Deutschland sind beispielsweise comdirekt, Postbank oder die ING DiBa.

Kapitalanlagegesellschaften dürfen nach dem Investmentgesetz das ihnen anvertraute Sondervermögen nicht selbst verwalten, daher muss es bei einer von der Kapitalanlagegesellschaft unabhängigen Bank deponiert werden. Somit wird die Trennung zwischen dem Gesellschaftsvermögen und dem Fondsvermögen gewährleistet.

Zu den Aufgaben einer Depotbank gehört die sichere Verwahrung von Bankguthaben, Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und anderen Vermögensgegenständen. Zum Schutz der Investoren übt die Depotbank eine Treuhänderfunktion über das Fondsvermögen aus.

Was geschieht im Fall einer Insolvenz?

Für Bankkunden stellt sich häufig die Frage, ob die bei ihrer Depotbank verwahrten Wertpapiere von einer Insolvenz der Depotbank betroffen sind.


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Grundsätzlich muss man zwischen einer Insolvenz der Investmentgesellschaft und einer Insolvenz der Depotbank unterscheiden.

Allerdings ist Ihre Fondsanlage bei einer theoretischen Insolvenz des Fondsvermittlers oder der Depotbank generell immer in voller Höhe abgesichert.

Das ergibt sich aus der Tatsache, dass Fondsvermögen nach deutschem Recht als Sondervermögen zu führen ist, d.h. – wie oben bereits erwähnt – getrennt von den sonstigen Anlagegütern der Gesellschaft.

Das bedeutet konkret, dass das gesetzlich geschützte Sondervermögen im Falle einer Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse fließt, sondern die Anteile im Besitz des Investors verbleiben. Das Sondervermögen haftet nicht für Verbindlichkeiten, die die Investmentgesellschaft hat.

Insolvenz der Investmentgesellschaft

Im Fall einer Insolvenz der Fondsgesellschaft bleibt das Fondsvermögen eigenständig erhalten.

Das Recht zur Verwaltung der Sondervermögen geht auf die Depotbank über.

Sie ist dann befähigt, den Investmentfonds abzuwickeln und den Erlös an die Anleger zu verteilen. Sie kümmert sich also um die Liquidierung der Gelder und die Auszahlung der Anteilseigner.

Mit der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzen (BaFin) kann die Depotbank den Investmentfonds aber auch an eine andere Kapitalgesellschaft übertragen.

Insolvenz der Depotbank

Die bei der Depotbank verwahrten Wertpapiere sind nicht von einer Insolvenz dieser Depotbank betroffen, außer die Depotbank ist selbst der Emittent der Wertpapiere.

Wenn die Depotbank die Wertpapiere nur verwahrt, ist der Bankkunde im Regelfall Eigentümer oder hat mindestens einen schuldrechtlichen Herausgabeanspruch.

Nach §985 BGB und §47 InsO steht dem Eigentümer in der Insolvenz des Verwahrers ein Herausgabeanspruch zu.

Wird die Depotbank insolvent, kann die BaFin einen Institutswechsel anordnen.

Fonds als sichere Geldanlagen

Da die Anlegergelder zu einem Sondervermögen gehören sind sie im Fall eines Konkurses der Investmentgesellschaft oder der Depotbank geschützt.

Die meisten deutschen Banken gehören gleichzeitig dem „Freiwilligen Einlagensicherungsfonds“ an, um sich selbst und ihre Kunden zusätzlich vor Ausfällen zu schützen.

Hinzu kommt, dass Fonds in Deutschland der staatlichen Genehmigung und Aufsicht durch die BaFin unterliegen. Dadurch ist kaum eine andere Anlageart so sicher und gut überwacht.

Geldanlagen in ausländischen Depots

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Depot im Ausland geführt wird, greift dortiges Recht.

Viele Banken innerhalb der Europäischen Union sind allerdings auch Mitglied des Einlagensicherungsfonds.

Wer im Ausland Geld anlegen will, sollte sich generell sehr gut informieren. Viele Ausnahme- und Zusatzregelungen erschweren den Anlegern die Übersichtlichkeit und Durchschaubarkeit der Bedingungen und Konditionen bei ausländischen Depotbanken.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel über Einlagensicherung.

24. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.