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Instrumente zur Absicherung des eigenen Kapitals

Es gibt verschiedene Wege Ihr Depot und somit Ihr eingesetztes Kapital abzusichern, so etwa die Absicherung durch Zertifikate oder Optionsscheine, oder das Nutzen von Stop-Kursen. Welche Strategie für Sie die Richtige ist, zeigen wir in diesem Artikel.

Kapital mit der Stop-Loss-Strategie absichern

Durch den Einsatz einer Stop-Loss-Strategie können Sie als Anleger Verlustbegrenzung betreiben bzw. ebenso bereits erzielte Gewinne absichern. Bei diesem Instrument wird die Verkaufstransaktion des Wertpapiers automatisch initiiert, sobald das gewählte Kursniveau der Aktie erreicht wurde.

Dabei sollte der Stop-Kurs stets an das Gesamtkapital angepasst sein und zum anderen zu dessen Ausführung der Börsenplatz mit dem höchsten Handelsvolumen für das betreffende Wertpapier gewählt werden.

Für Sie als Anleger ist es hierbei besonders wichtig zu wissen, dass bei einem Stop Loss das betreffende Wertpapier nicht immer zum angegebenen Stop-Kurs verkauft wird. Vielmehr wird es beim Erreichen des vorgegebenen Limits „bestens“, also billigst, zum nächsten Kurs verkauft.

Neben einem ausreichenden Abstand zum aktuellen Kurs sollte bei einem Stop Loss auch immer die Volatilität (die Schwankungsbreite) des betreffenden Wertpapieres berücksichtigt werden. Ansonsten riskieren Sie, zu schnell zu verkaufen. Im deutschen Fachjargon nennt man dies „ausgestoppt“ zu werden. Je stärker der Kurs eines Wertpapieres schwankt, umso tiefer sollte der Stop Kurs unter den aktuellen Kurs gesetzt werden.

Eine abgewandelte Variante des Stop-Loss-Kurses ist der sogenannte Trailing-Stop. Hierbei wird das gesetzte Verkaufslimit kontinuierlich nach oben erhöht, wenn der Kurs des betreffenden Wertpapieres steigt. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Verluste begrenzen, sondern auch Gewinne absichern.


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Wenn Sie Trailing-Stop einsetzen wollen, sollten sie sich vorher beim Online-Broker Ihrer Wahl erkundigen, ob diese unterstützt bzw. angeboten werden.

Depotabsicherung mit Zertifikaten

Sind Sie sich über die kurz- und mittelfristige Kursentwicklung möglicher Investments nicht sicher, dann können Sie stattdessen auch in entsprechende Discount-Zertifikate investieren .

Diese Zertifikate bieten einen Risikopuffer in Form eines sogenannten Discounts auf den derzeitigen Aktienkurs des Basiswertes, welcher bei Deep-Discount-Zertifikaten um bis zu 50% einbrechen kann, bevor ein Anleger mit dem Discount-Zertifikat Verlust erleidet. Da der sogenannte Discount je nach Zertifikat unterschiedlich ist und auch im Zeitablauf schwanken kann, ist stets die genaue Einzelanalyse wichtig.

Oft werden für eine bestimmte Aktie auch von verschiedenen Emittenten vergleichbare Zertifikate angeboten. Dabei sind oft bemerkenswerte Preisunterschiede zu beobachten.

Kapital: Absicherung mit Optionsscheinen

Die Absicherung eines Depots über Put-Optionsscheine erlaubt den vollständigen Schutz vor Kursverlusten. Allerdings sind dazu fortgeschrittene Kenntnisse beim Anleger über Funktionsweisen und Risiken von Optionsscheinen erforderlich.

In Deutschland muss ein Anleger seine Termingeschäftsfähigkeit nachweisen und mittels Unterschrift versichern, dass er über die Risiken von Optionsscheinen informiert  ist, bevor er sie zur Absicherung seines Depots einsetzen kann. Die Berater Ihrer Depotbank helfen Ihnen bei Fragen hierzu weiter.

Wie Put-Optionsscheine funktionieren

Put-Optionsscheine funktionieren wie eine Wette auf den fallenden Kurs eines zugrunde liegenden Basiswertes. Kombiniert man einen Basiswert in richtigem Verhältnis mit einem entsprechenden Put-Optionsschein, so kann bei fallendem Kurs des Basiswertes der gesamte Kursverlust durch den gleichzeitigen Wertanstieg des Optionsscheines ausgeglichen werden.

Diese Möglichkeit bezahlen Anleger mit den Risiken des Zeitwertverlustes sowie der Gefahr eines Knock-outs bei sogenannten Optionsscheinen bzw. Zertifikaten mit Knock-out-Schwelle. In diesem Fall können die Instrumente komplett verfallen, wenn der Basiswert eine bestimmte Kursschwelle unter- bzw. überschreitet.

Da sich der Kurs eines Optionsscheines überproportional zur Kursbewegung des Basiswertes ändert, genügt zur Absicherung einer Position  eine wesentlich niedrigere Summe, als für das Basisinvestment erforderlich war.

Die Kaufsumme des Optionsscheines ist daher auch der maximale Verlust, den ein Anleger erleiden kann, wenn der Basiswert so weit steigt, dass der zur Absicherung dienende Optionsschein wertlos verfällt.

Zur Berechnung des Verhältnisses von Optionsschein zu Basiswert stellen die meisten Broker Rechentools zur Verfügung. Diese zeigen Ihnen genau, welchen Betrag Sie in den gewünschten Put- Optionsschein investieren müssen, um eine bestimmte Position abzusichern.

Die Absicherung einer Position ist stets ein sehr aufwändiges und komplexes Unterfangen. Bedenken Sie: Haben Sie Ihre Position „abgesichert“, dann profitieren Sie nicht mehr von möglichen Kurssteigerungen Ihres ursprünglichen Engagements.

Überlegen Sie sich daher im Zweifel, lieber die gesamte Position oder Teile zu verkaufen und DANN neu einzusteigen, wenn Sie wieder steigende Kurse erwarten.

Trotzdem bleiben die genannten Instrumente immer eine gute Wahl, Risiken zu vermindern oder bei dauerhaft schwachen Märkten auch von Kursrückgängen profitieren zu können.

6. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.