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Integrierter Produktlebenszyklus: Von der Entwicklung bis zur Entsorgung

Das Modell vom Produktlebenszyklus stammt aus den Wirtschaftswissenschaften und wird besonders im Marketing angewendet.

Es konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Phasen, in denen ein neues Produkt bereits auf dem Markt befindlich ist und vermarktet werden muss.

Klassischer Produktlebenszyklus vs. Integrierter Produktlebenszyklus

Die klassische Einteilung eines Produktlebenszyklus geht von 5 verschiedenen Phasen aus.

Die erste ist die Einführungsphase, in der das neue Gut auf dem Markt etabliert wird. Dann folgt die so genannte Wachstumsphase, in der die Umsatzzahlen gesteigert und erste Gewinne erzielt werden sollen.

Die nun anstehende Reifephase stellt quasi den Höhepunkt des Produktlebenszyklus dar. Umsätze und Gewinne befinden sich gemäß dem Modell auf dem Maximum und sollen natürlich möglichst lange erhalten bleiben.

Irgendwann tritt dann die Sättigungsphase ein. Dabei sinken die Verkaufszahlen langsam aber beständig, da der Markt nur noch gemäßigte Nachfrage hervorbringt.

In der schlussendlichen Degenerationsphase steigen die Ausgaben irgendwann über die Einnahmen und das Produkt wird als unrentabel vom Markt genommen.

Mehr zum Thema: Idealtypischer Produktlebenszyklus: So altern Produkte

Soviel zum klassischen Produktlebenszyklus.

Dieses betriebswirtschaftliche Modell konzentriert sich in seiner Beschreibung vollkommen auf den Marktzyklus, also die Zeit, in der das Produkt tatsächlich vertrieben wird und dabei  mal mehr und mal weniger starke Schwankungen in der Umsatz- und Absatzmengenentwicklung aufweist.

Integrierter Produktlebenszyklus: Das Vorher und Nachher der Produkteinführung

In den 70er Jahren wurde dieses Modell modifiziert und erweitert und erlangte Bekanntheit unter dem Namen „Integrierter Produktlebenszyklus“.

Der Wirtschaftswissenschaftler Werner Pfeiffer wird in diesem Zusammenhang gerne als Urheber des erweiterten Modells genannt.

Sein Integrierter Produktlebenszyklus befasst sich nicht nur mit den Marktphasen einer neuen Ware, sondern ebenfalls um das, was vorher und nachher geschieht, er greift also wesentlich weiter als das klassische Konzept.

Denn: Bevor ein Produkt überhaupt den Markt betreten kann, muss es natürlich geplant und entwickelt werden. Zu dieser Planung gehört auch eine genaue Beobachtung und Analyse der jeweiligen Branche.

Mehr zum Thema: Produktlebenszyklus: Kritik am Lebenszyklusmodell

Nur so kann ermittelt werden, welche Nachfrage oder eventuelle Marktlücken existieren.

Genauso gehört aber auch die fachgerechte Entsorgung eines Produktes mit zu seiner kompletten „Laufbahn“ und zwar dann, wenn es nach der so genannten Degenerationsphase vom Markt genommen werden soll.

Diese Erweiterung des klassischen Konzeptes hat dafür gesorgt, dass der Integrierte Produktlebenszyklus in mehrere abstraktere und allgemeinere Zyklen eingeteilt wird:

Diese sind:

  • der Beobachtungszyklus
  • der Entstehungszyklus
  • der Marktzyklus (das Hauptaugenmerk des klassischen Modells)
  • und der Entsorgungszyklus

Natürlich besteht jeder dieser Zyklen wiederum aus verschiedenen Unterphasen, die jeweils eigene Besonderheiten haben was Ausgaben und Einnahmen anbelangt.

Die Kenntnis aller Bereiche des Integrierten Produktlebenszyklus kann dabei helfen, einen umfassenderen Eindruck von den Kosten für eine neue Produktentwicklung zu erhalten und den Aufwand besser einzuschätzen.

23. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.