Intel will 2011 höhere Umsätze erzielt haben als im vergangenen Jahr.
Das geht aus Infos hervor, die das Unternehmen nun nach außen sendet.
In zwei Tagen kommen die offiziellen Zahlen, am 19.1. gibt es den Quartalsbericht des US-Chipherstellers. Der Unternehmensvorstand Paul Otelline hat vor sechs Tagen im US-Fernsehen bereits erkennen lassen, dass der Umsatz leicht höher liegt als Analysten ihn erwarten. Ein gutes Zeichen, da die Zahlen von Intel wichtig für die gesamte Branche sind.
Intel: Lokomotivführer
Kein Wunder, denn Intel ist als Chiphersteller der Pulsmesser für die gesamte Technologie-Branche sowie letztlich die US-Konjunktur. Chips geben Auskunft darüber, wie gut die Auftragslage in den verschiedensten Bereichen ist, da die benötigte Rechenleistung mittlerweile eine wichtige volkswirtschaftliche Größe geworden ist.
Inzwischen geht es nicht mehr um die Anzahl von Rechnern, die weltweit explodiert(e), sondern um die immer schneller drehende Leistungsfähigkeit. Der Umsatz von Intel lässt dabei optimistisch in die Zukunft blicken, denn:
- Der Vorstand schätzt, der Umsatz wird mit 54 Milliarden Dollar etwas höher liegen als im Jahr zuvor. Damals lag er bei 53,9 Milliarden Dollar.
- Da der Dollarkurs im vergangenen Jahr zumindest im ersten Halbjahr wieder deutlich gefallen ist, rechnen wir zudem mit etwas höheren Gewinnen als ursprünglich anzunehmen war.
- Denn: Intel exportiert kräftig und muss seine Preise in Dollar angeben. Je nach Kaufkraft der Nehmerländer – wie etwa im Euroraum – werden die Preise allerdings variieren. Das bedeutet: Intel verdient bei einem schwachen Dollar, weil die Käufer in Euro die Preise als niedrig wahrnehmen.
- Im zweiten Halbjahr ist der Dollar – etwa gegenüber dem Euro – ungefähr wieder auf das Ausgangsniveau vom Jahresanfang 2011 gestiegen. Während des Handelsjahres hat die Währung daher stärker profitiert.
Intel: eines der wertvollsten Unternehmen der Welt
Daher werden die kommenden Zahlen bestätigen, was die Finanzmärkte seit längeren Jahren von Intel schon kennen: das Unternehmen zählt zu den stärksten der Welt.
Dieser Status verfestigte sich im vergangenen Jahr, nachdem Intel „Wireless Solutions“-Aktivitäten von Infineon gekauft hat. Zudem übernahm Intel McAfee, den bekannten Hersteller von Anti-Virenprogrammen.
GeVestor meint: Intel wird die Märkte nicht enttäuschen. Ein etwas höherer Umsatz liegt in der Luft. Dank der günstigen Dollar-Konstellation rechnen wir zudem mit hohen Gewinnmargen. Dies kann der Startschuß für weitere Kurssteigerungen an den Märkten sein, da Intel bedeutend ist.
Fallen die Quartalszahlen überraschend schlecht aus, wird dies die Märkte ebenso belasten. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario ist jedoch geringer als für die positive Entwicklung.
Wer Intel kauft, kann bei diesem Wert vor allem langfristig mit besten Renditen für die Zukunft rechnen.


