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Interessante Einstiegskurse bei Anleihen

Aufgrund der teilweise stark heruntergekommenen Anleihekurse bietet der Anleihemarkt aktuell sehr gute Möglichkeiten hohe Effektivzinsen zu erzielen.

Im Rahmen dieser Publikation hatte ich mehrfach die Bedeutung der Anleihekurse auf den Effektivzins herausgestellt.

Denn bei einer Rückzahlung der Anleihe zum Ende der Laufzeit von 100 % kann der Kursvorteil erhebliche Ausmaße einnehmen.

Wird beispielsweise eine Unternehmensanleihe zu einem Kurs von 80 % erworben, Kurse also, die derzeit keine Ausnahme darstellen, können bei einem Kupon von 7,0 % und einer Restlaufzeit von 4 Jahren Effektivzinsen von nahezu 14 % erzielt werden. Dieser ist damit doppelt so hoch wie der Nominalzinssatz der Anleihe.

Ähnlich wie bei Aktien können Kursgewinne auch während der Laufzeit erzielt werden. Insbesondere bei den Anleihen, deren Kurse innerhalb kürzester Zeit gefallen sind, bieten oftmals günstige Einstiegsmöglichkeiten. Das Beispiel der Air Berlin-Anleihe verdeutlicht dies.

Deutlicher Kursanstieg bei der Air Berlin-Anleihe

Innerhalb von nur zwei Monaten erlitten die Air Berlin-Schuldverschreibungen deutliche Kursverluste, die sich in der Spitze auf über 30 % aufsummierten. Anfang Dezember notierte die Anleihe (WKN: AB100B) noch knapp unter 70 %.


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Mittlerweile ist jedoch ein Konsolidierungskurs eingetreten und die Anleihekurse haben sich auf über 85 % „normalisiert“. Innerhalb von nur wenigen Tagen stiegen dabei die Kurse um satte 15 % an.

Der Grund hierfür ist der Mitte Dezember bekannt gegebene Einstieg von Etihad Airways, einer arabischen Fluggesellschaft.

Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit der zwei Fluggesellschaften intensiviert werden und Air Berlin sollen darüber hinaus Finanzierungsmittel von etwa 250 Mio. US-Dollar zur Verfügung stehen. Diese positive Nachricht hatte den Anstieg der Anleihekurse zu verantworten.

Heidelberger Druck-Anleihe: interessanter Einstieg?

Ein ähnlich interessanter Fall einer Anleihe, die derzeit gute Einstiegskurse bietet, ist die Heidelberger Druck-Anleihe (WKN: A1KQ1E), welche zur Zeit bei einem Kurs von knapp unter 65 % einen Effektivzins von über 20 % mit sich bringt.

Dass der mit einem Kupon von 9,25 % ausgestattete High Yield Bond (Hochzinsanleihe) so stark Federn lassen musste, liegt in der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft begründet.

Denn die deutsche Druckmaschinenbranche befindet sich seit mehreren Jahren auf einen schwierigen Kurs.

So konnte die Branche auch vom Wirtschaftswachstum nicht profitieren und die Unternehmen müssen seit Jahren mit einer rückläufigen Auftragslage zurechtkommen. Ähnlich ergeht es Heidelberger Cement, die in den letzten drei Geschäftsjahren stets rote Zahlen geschrieben hat.

Jüngst hatte mit der manroland eines der drei wichtigsten Marktteilnehmer der Druckmaschinenbranche Insolvenz angemeldet. Mit dem Wegfall von manroland verbleiben als größte Unternehmen dieser Branche die Heidelberger Druckmaschinen AG und die König & Bauer AG.

Wenn also mit manroland eines der größten Unternehmen dieser Branche wegfällt, sollte sich dies für die übrigen Gesellschaften aufgrund der weggefallenen Kapazitäten, positiv auswirken.

Alleine diese Erwartung hatte dazu geführt, dass der Aktienkurs der Heidelberger Druck zum Ende des abgelaufenen Kalenderjahres innerhalb kürzester Zeit um etwa 40 % zugelegt hat.

Die Anleihekurse bleiben hingegen nahezu unverändert und spiegeln die Konsolidierungserwartungen in der Druckmaschinenbranche nicht wider. Zwar hat die Gesellschaft die Rückkehr in die Rentabilität noch nicht geschafft, Anleihekurse dieser niedrigen Größenordnung bieten jedoch einen interessanten Einstieg.

13. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.