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Interner Zinsfuß und Kapitalwertmethode: Welche Investition ist besser?

Welche Investition ist sinnvoll? Und welche Finanzierung rechnet sich am ehesten? Wer wissen will, welche Investitionen und Finanzierungen wirtschaftlicher sind, kann dies sowohl mit der Kapitalwertmethode, als auch mit der Methode „Interner Zinfuß“ berechnen.

Wenn Unternehmen oder auch private Investoren vor der Entscheidung stehen, ob sich eine Investition lohnt bzw. welche wirtschaftlicher ist, müssen die künftigen Aufwendungen und Erträge auf den jetzigen Zeitpunkt hin berechnet werden.

Dynamische Investitionsrechnung: Interner Zinsfuß und Kapitalwertmethode

Sowohl die Methode des Internen Zinfußes als auch die Kapitalwertmethode gehören zu den sogenannten dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung. Der wesentliche Unterschied zu den statischen Rechenverfahren liegt darin, dass sie den Zeitwert des Geldes miteinbeziehen.

Der Zeitwert des Geldes bedeutet vereinfacht gesagt: Geld, das früher zurückfließt, ist besser als Geld, das später zurückfließt. Je eher man es anlegen kann, desto schneller bringt es Zinsen.

Deswegen ist z.B. ein Investitionsprojekt, das in den kommenden 3 Jahren jeweils 20.000 € Ertrag bringt, anders zu bewerten, als wenn der Ertrag im ersten Jahr 10.000 € bringt, dann 20.000 € und danach 30.000 €.

Im statischen Durchschnitt ergeben sich in beiden Fällen 20.000 €. Doch in der zweiten Ertragsfolge ist der Geldfluss verschieden. Dynamische Investitionsrechenverfahren bilden eine Investition über die gesamte Laufzeit mit allen Einzahlungen und Auszahlungen ab.

Interner Zinsfuß, Kapitalwertmethode: auf den Kalkulationszeitpunkt abzinsen

Bei der Kapitalwertmethode wird nicht von Aufwendungen und Erträgen gesprochen, sondern von Ausgaben und Einnahmen bzw. Auszahlungen und Einzahlungen.

Bei der Berechnung werden alle Zahlungen auf einen gemeinsamen Zeitpunkt bezogen. Dieser Kalkulationszeitpunkt liegt in der Regel am Anfang einer Investition. Deren Kapitalwert ergibt sich aus der Abzinsung auf diesen Zeitpunkt.

Die Höhe der Kapitalwerte zeigt die Vorteilhaftigkeit von Investitionen an. Je höher desto besser. Der Kapitalwert sollte mindestens positiv sein. Zur Berechnung wird von der Summe der abgezinsten Zahlungen (Barwert der Einnahmen) die Investitionsauszahlung (der Barwert der Ausgaben) abgezogen.

Vergleich von Investitionen – ein Beispiel

Man kann 100.000 € entweder in einer Eigentumswohnung anlegen oder in eine festverzinsliche Geldanlage. Die Geldanlage bringt 5% Zinsen. Der Plan bei der Immobilie: Nach 2 Jahren zu 110.000 € wieder verkaufen.

Die zu erwartenden 110.000 € werden mit den 5% Zinsen abgezinst. Der Zeitraum: 2 Jahre. Die Rechnung: 110.000 € / 1,05 ² = 99.773 €. Wird dieser Betrag von der einmaligen Investitionsauszahlung 100.000 € abgezogen, so ergibt sich ein negativer Kapitalwert von – 227 €.

Die vergleichbare Geldanlage hingegen würde 100.000 € * 1,05² = 110.250 € bringen. Damit ist sie dem Kauf der Immobilie vorzuziehen. Auch die andere dynamische Berechnungsmethode des Internen Zinsfußes beruht auf dem Modell der Kapitalwertmethode.

Der zentrale Unterschied: Einzahlungen, die eine Investition zwischenzeitlich erbringt, werden wieder angelegt. Und zwar zum internen Zinsfuß (interner Zinssatz), der der Rendite entspricht. Nur so können sich Ein- und Auszahlungen ausgleichen.

18. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.