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Interpretation der Eigenkapitalrentabilität: So werden Werte ermittelt

Wer wissen will, ob sich der Kauf einer bestimmten Aktie bzw. das Investment in das jeweilige Unternehmen lohnt, dem gibt ein Blick auf die Eigenkapitalrentabilität Aufschluss.

Formel  

Die Eigenkapitalrendite (ROE) berechnen

?
Mit dieser Formel berechnet man ganz einfach die Rendite des Eigenkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Die häufig verwendete Bezeichnung "ROE" (Return on Equity) ist lediglich die englische Übersetzung von "Eigenkapitalrendite".
$$\bo\text"Eigenkapitalrendite" = (\text"Gewinn" / \text"Eigenkapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Hierbei allerdings kommt es auf die richtige Interpretation an.

Eigenkapitalrentabilität: Interpretation im Zusammenhang

Die Eigenkapitalrentabilität – auch return on equity (ROE) – zeigt, wie effizient der Gewinn eines Aktien-Unternehmens mit dem angelegten Geld erwirtschaftet wird.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Eigenkapitalrentabilität desto besser.

Doch grundsätzlich bedeutet eben auch, dass eine Zahl allein nicht alles aussagt. Man darf sich von ihr weder blenden noch irritieren lassen.

Mit der richtigen Interpretation erst lässt sich diese Kennzahl im richtigen Licht betrachten.

Wenn deutlich wird, dass ein hoher Gewinn vor allem auf zusätzliches Fremdkapital in Form von Krediten zurückzuführen ist, muss gleich geschaut werden, ob die Verhältnisse noch stimmen.

Die Eigenkapitalrentabilität darf nicht teuer erkauft sein.

Die Kreditzinsen müssen unbedingt unter der Gesamtkapitalrendite liegen. Und die wiederum unter der Eigenkapitalrentabilität.


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Wird der Verschuldungsgrad zu hoch, droht der zunächst positive Hebeleffekt (Leverage-Effekt) durch den Einsatz von Fremdkapital ins Gegenteil zu verkippen.

Eigenkapitalrentabilität – Interpretation der Eigenkapitalquote

Das Motto möglichst viel Gewinn durch möglichst wenig Einsatz mag für eine Aktien-Anlage zutreffen.

Doch beim Eigenkapital ist dies kein Selbstzweck. Genügend Eigenkapital stellt immer auch eine gewisse Unabhängigkeit von Fremdgeldern dar.

Die Eigenkapitalquote muss richtig bewertet werden: In unsicheren Zeiten und bei restriktiver Kreditvergabe durch die Banken ist eine höhere Eigenkapitalquote kein Fehler. Deutsche Aktien-Unternehmen haben in letzter Zeit vorsorglich aufgestockt.

Die durchschnittliche Eigenkapitalquote liegt bei über 30%. Natürlich sinkt dann in einigen Fällen rechnerisch die Eigenkapitalrendite.

Dafür wiederum wird nicht nur möglichst effizient sondern zugleich solide gewirtschaftet. Für den Anleger ein gutes Zeichen.

Eigenkapitalrentabilität – Interpretation verschiedener Kennzahlen

Die Interpretation der Eigenkapitalrentabilität erfordert also die Betrachtung von Zusammenhängen.

Dabei muss immer der Branchenvergleich beachtet werden. So lässt sich ein Betrieb aus dem Produktionsbereich nicht eins zu eins mit einem Handelsunternehmen vergleichen.

Bei produzierenden Unternehmen ist der Investitionsaufwand in teure Maschinen höher als im Handel.

Eine niedrige Eigenkapitalrentabilität kann ein Hinweis auf zu viel gebundenes Kapital sein. Hierbei wäre an zu hohe Lagerbestände zu denken oder an unrentable Anlagen.

Wer erkennt, dass Anzeichen für überbewertete Aktiva vorliegen, der weiß, dass mit Wertberichtigungen zu rechnen ist.

Abgesehen davon stellt sich die Frage, ob und inwieweit stille Reserven oder Pensionsrückstellungen zu einem erhöhten Eigenkapitalanteil beitragen.

Eine niedrigere Eigenkapitalrentabilität ist also nicht zwangsläufig nur negativ zu bewerten. Ebensowenig darf eine hohe Eigenkapitalrentabilität voreilig als positiv interpretiert werden.

Wichtig ist die Betrachtung im Jahresvergleich. Sondereffekte oder konjunkturelle Ausnahmesituationen können die tatsächliche wirtschaftliche Lage verzerren.

Gut ist auf jeden Fall, wenn die Eigenkapitalrentabilität in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist.

Aktie mit Renditechancen? Interpretation der Eigenkapitalrentabilität

Die Basis für eine richtige Interpretation der Eigenkapitalrentabilität ist: Der Branchenvergleich, der Mehrjahresvergleich und die Bewertung anderer Kennzahlen, die Auschluss über Rentabilität und Liquidität geben.

Ergibt die Interpretation der Eigenkapitalrentabilität, dass es sich um ein solides, effizient arbeitendes und wettbewerbsfähiges Aktien-Unternehmen mit Potenzial handelt, so zeigt das dem Anleger:

Die Investition in das Unternehmen lohnt sich. Alle Kennzahlen und eine hohe Eigenkapitalrentabilität geben Anlass, von einer hohen Anlagerendite der Aktie auszugehen.

15. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.