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Investitions-Checkliste: 10 Punkte, die Anleger beachten sollten

Zwar werfen Aktien in der Regel höhere Renditen ab als Tagesgeld oder Festgeld, doch nicht jede Investition lohnt sich. Zu diesem Ergebnis kam eine viel beachtete Studie von Blackstar Funds, in dessen Rahmen im Zeitraum 1983 bis 2007 rund 8.000 Aktien im Russell 3000 Index unter die Lupe genommen wurden.

In diesem Zeitraum kletterte der US-Index Russell 3000, der die 3.000 Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert in den USA enthält, um stolze 900%. Doch der Großteil der Aktien (75%) hatte keinen (!) Wertzuwachs zu verzeichnen. Dies heißt im Umkehrschluss: 25 Prozent der im Index enthaltenen Aktien sorgten für den immensen Kursanstieg.

Für Anleger bedeutet dies: Nur durch eine effektive Auslese und Analyse ist es möglich, die richtigen Aktien fürs Depot zu finden. Hilfestellung kann hier eine Investitions-Checkliste bieten:

1. Ist das Unternehmen Marktführer in seinem Bereich?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich marktführende Unternehmen besonders gut entwickeln. Dies hängt damit zusammen, dass Marktführer für gewöhnlich bereits über starke und innovative Produkte verfügen, während Herausforderer erst viel Geld in Forschung und Entwicklung investieren müssen, um Marktanteile zu gewinnen.


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2. Ist das Unternehmen in einem Zukunftsmarkt tätig?

Unternehmen, die in einem schnell wachsenden Markt eine dominante Position einnehmen, entwickeln sich erfahrungsgemäß besonders gut. Firmen, die in einem schrumpfenden Markt tätig sind, haben oft mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen zu kämpfen und müssen zudem Geld in die Erschließung neuer Märkte investieren.

3. Schreibt das Unternehmen bereits Gewinne?

Ein sehr wichtiger Punkt einer Investitions-Checkliste ist die Frage, ob ein Unternehmen bereits profitabel ist. Schreibt ein Unternehmen seit längerem Verluste, steigt auch das Insolvenzrisiko und damit das Risiko eines Totalverlustes für Anleger.

4. Stimmt die Bilanz- und Ertragssituation?

Zudem lohnt sich ein genauerer Blick auf die Bilanzzahlen. Ist das Unternehmen stark überschuldet, sind die Gewinne in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen? Diese Fragen sollten sich Anleger stellen, denn konstant steigende Umsatz- und Gewinnzahlen deuten auf ein gesundes Unternehmen hin.

5. Ist das Unternehmen besonders innovativ?

Insbesondere in der schnelllebigen Technikwelt spielt die Innovationsfähigkeit eine große Rolle. Anleger sollten daher prüfen, ob das Unternehmen auf Markttrends frühzeitig reagiert, regelmäßig neue Produkte auf den Markt bringt oder wichtige Patente besitzt. Schon ein Produkt kann den ganzen Markt auf den Kopf stellen, wie das Beispiel Apple und dessen iPhone zeigt.

6. Ist das Unternehmen hohen geopolitischen Risiken ausgesetzt?

Anleger sollten prüfen, in welchem Land das Unternehmen den Großteil seiner Umsätze erzielt und ob dort stabile politische und wirtschaftliche Verhältnisse herrschen. Erzielt ein Unternehmen den Großteil seiner Einnahmen in einer politisch instabilen Region ist Vorsicht geboten.

7. Belasten große Währungsrisiken das Unternehmen?

Die Währungsfrage kann ebenfalls entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Investments sein. Erzielt das Unternehmen den Großteil seiner Einnahmen in einer Währung, die zur Schwäche neigt und stetig an Wert verliert, sollten Anleger hellhörig werden. Wechselkursverschiebungen können einen großen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragssituation haben.

8. Präsentiert sich das Management in einem positiven Licht?

Immer wieder zeigt sich, dass sich gerade Familienunternehmen besonders positiv entwickeln. Auch Unternehmen, deren Mitgründer nach wie vor die Geschicke der Firma leiten, sind oft besonders erfolgreich. Häufige Wechsel an der Führungsspitze deuten dagegen auf eine Führungskrise und Probleme im Unternehmen selbst hin.

9. Haben zuletzt massive Insider-Verkäufe stattgefunden?

Hält das Top-Management nach wie vor Anteile am Unternehmen oder hat sich die Führungsetage oder wichtige Manager zuletzt im großen Stil von Aktien getrennt? Insider-Verkäufe können auf ein langsameres Wachstum oder auf eine Überbewertung der Papiere hindeuten.

10. Wird das Produkt und das Geschäftsmodell verstanden?

Zum Abschluss der Investitions-Checkliste sollten sich Investoren fragen, ob sie das Geschäftsmodell und das Produkt des Unternehmens überhaupt verstehen.  Nur wenn Anleger das Produkt und das Geschäftsmodell verstehen, können sie auch eine fundierte Investitionsentscheidung treffen. Verstehen Anleger das Produkt, das Geschäftsmodell und den Markt nicht, sollten sie besser die Finger von dem Wert lassen.

22. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands