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Investmentfehler vermeiden: Einfache Wege zum Erfolg

Wie kann ich Investmentfehler vermeiden? Bei dieser Frage geht der Gedanke schnell in Richtung Timing, Taktik und Strategie. Doch was nützt das, wenn sich Anleger mit ihren menschlichen Schwächen selbst im Wege stehen? Der wesentliche Knackpunkt ist die Selbstdisziplin – ruhiges, rationales Handeln. Erscheint trivial, beschäftigt aber sogar die Wissenschaft, Stichwort Behavioural Finance.

Immerhin sind irrationale Entscheidungen auch an den Börsen Alltag und bringen immer wieder die Märkte aus dem Gleichgewicht. Die Psyche beeinflusst die Masse genauso wie den Einzelnen. Sobald Gier, Angst und Bauchentscheidungen die Oberhand gewinnen, endet alles im hektischen Handeln. Und Hin und Her macht bekanntlich die Taschen leer. Interessant sind deshalb Faktoren, die zu immergleichen Investmentfehlern führen.

Investmentfehler: Selbstüberschätzung vermeiden

Jeder Anleger weiß, dass er es am Markt mit einer Masse routinierter Mitspieler zu tun hat. Nun gibt es Menschen, die ohnehin meinen, besser zu sein als andere. Die meisten indes begegnen anfänglichen Unterlegenheitsgefühlen, indem sie sich mit Ehrgeiz in die Materie stürzen. Nach einigen Erfolgserlebnissen erliegen auch sie schnell dem Eindruck, besser zu sein.

Dieser Trugschluss ist als Overconfidence bekannt – eine überzogene Selbstsicherheit, die zu häufigen Transaktionen führt: Hier schnell Gewinne mitnehmen, bevor die anderen ausschlafen, dort mal eben ein paar Schnäppchen einkaufen. Mit dem greifbaren Profit vor Augen werden die Kosten in Kauf genommen. Doch wenn die Kosten die Rendite wegfressen, wird aus der angestrebten Outperformance schnell ein Verlustgeschäft.

Information-Overflow stiftet Verwirrung

Einerseits bewegen sich die Kurse, dem Einzug von Online-Handelsplattformen und dem Internet als Informationsquelle, immer schneller in die eine oder andere Richtung. Die Kostolany-Weißheit „Aktien kaufen und schlafen legen“ scheint im heutigen Internetzeitalter nur noch bedingt zeitgemäß.

Andererseits befeuert das unablässige Suchen nach Informationen auch Overconfidence und risikoreiches Verhalten. Dazu gehört das gebannte Starren auf aktuelle Kursverläufe. Nur wer es schafft, diesen „Noise“ auch mal auszublenden, erspart sich die ständige Versuchung, auf jede kleinere Schwankung zu reagieren.


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Stichwort Informationen: Wie die Erfahrung zeigt, sind diejenigen, die fieberhaft nach Informationen suchen, von der Flut teils widersprüchlicher Meldungen überfordert. Die meisten können sich das nur schwer eingestehen und bewerten der Einfachheit halber bestimmte Ereignisse nach ihren individuellen Kenntnissen.

Andere orientieren sich an irgendwelchen Marktmeinungen, die aber vielfach interessengesteuert sind. Hier heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und langfristig denken. Bei einem breit diversifizierten Portfolio machen sich einzelne Rücksetzer auf Dauer weniger bemerkbar als vorschnelle und kostenintensive Reaktionen. Dadurch können auch sogenannte „Blasen“ entstehen, die beim Platzen zu großen Verlusten führen.

Auch konzentrieren sich viele Anleger auf Werte, die eine hohe Dividendenrendite abwerfen. Die höchste Dividendenrendite hilft jedoch nicht, wenn der Aktienkurs des betreffenden Unternehmens in den Keller rauscht oder eine zeitnahe Dividendenkürzung droht. Die Dividendenrendite ist eine wichtige Kennzahl. Diese sollte jedoch in der Regel nicht als alleiniger Grund für eine Investmententscheidung herangezogen werden.

Dispositionseffekt: falsches Timing und Emotionen

Wenig hilfreich ist auch die Flucht in die historische Betrachtung. Regelmäßige Erholungstendenzen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft. Auch wenn sich bestimmte Chartmuster oft wiederholt haben, so kann das morgen anders aussehen. Die verbreitete Neigung, vergangene und aktuelle Trends in die Zukunft fortzuschreiben, führt schnell zu fatalen Fehlentscheidungen.

Trotz besseren Wissens werden Gewinne viel zu früh und Verluste viel zu spät realisiert. Dieses Phänomen ist als Dispositionseffekt bekannt. Anleger tricksen sich aus, indem sie gut laufende Aktien früh abstoßen und Verlustbringer ewig halten. Häufig setzen Anleger sogar nur auf einen einzigen Wert oder eine bestimmte Währung. Selbst wenn Fundamentaldaten und andere wirtschaftlichen Kennzahlen dagegen sprechen, trennen sich Anleger manchmal viel zu spät von ihrem Verlustinvestment.

Die Erklärung ist zugleich der Schlüssel zum Vermeiden dieses Fehlers: Es sind schlicht Emotionen. Anfangs werden Gewinne mit besonderer Freude empfunden und hoch eingeschätzt. Mit zunehmenden Verlusten aber verliert man das Selbstvertrauen und geht zu einem ängstlichen Verhalten über. Die Erwartungen reduzieren sich auf kleinere Gewinne. Daran gewöhnt man sich ebenso wie an die Verluste.

Hinzu kommt, dass Verluste schnell als persönliches Scheitern empfunden werden. Der Verkauf der Position kommt einem Eingeständnis gleich, dass die eigene Strategie nicht funktioniert hat. Dies vor allem, wenn Hoffnungen in Titel investiert wurden, mit dem sich ein Anleger identifiziert.

In der Folge hält er daran fest und nimmt immer höhere Verluste in Kauf. Sie wiegen emotional viel stärker als die Gewinne. Anleger sind daher gut beraten, ihr Kapital auf mehrere Werte zu streuen, um Risiken zu minimieren. Auch die Streuung in verschiedene Anlageklassen kann sinnvoll sein.

Fazit: Investmentfehler sind vermeidbar

All das sind zwar nur einige von vielen Investmentfehlern. Doch sie sind zentral. Die Voraussetzungen, um sie zu vermeiden: Richtige Selbsteinschätzung. Akzeptieren, dass Verluste zum Geschäft gehören. Nüchtern und emotionslos handeln. Und diszipliniert eine Langfrist-Strategie verfolgen.

Wer weiß, dass es Mittel gibt, Gewinne zu sichern und Verluste auszusparen und wer eine Asset-Allokation mit geringer Korrelation hat, der kann viel leichter loslassen und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Und zum Wesentlichen gehören renditefressende Kosten und Gebühren.

Das Wichtigste zum Schluss: Finanzieren Sie Ihre Geldanlagen niemals durch Kredite. Gewinnmaximierung heißt nicht, alles auf eine Karte zu setzen oder mit geliehenem Geld spekulieren. Schon häufig haben sich heiße Tipps als heiße Luft entpuppt. Anleger, die für das vermeintlich todsichere Investment sogar einen Kredit aufgenommen haben, stehen dann nicht nur mit leeren Händen, sondern auch mit Schulden da.

1. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.