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Ist diese Versicherung eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Für bestimmte Berufsgruppen wie Unternehmer oder Künstler ist es unter Umständen so gut wie unmöglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen zu können. Daneben haben es Versicherungskunden mit einer Vorerkrankung oft schwer, noch eine Berufsunfähigkeitsabsicherung zu erhalten. In solchen Fällen kann eine Grundfähigkeitsversicherung die sinnvolle Alternative sein.

Die Grundfähigkeitsversicherung, die seit relativ kurzer Zeit von einigen wenigen Gesellschaften angeboten wird, ist eine zusätzliche Absicherung. Sie bewahrt die Versicherten davor, aus gesundheitlichen Gründen die finanzielle Grundlage zu verlieren.

Wie aus der Bezeichnung schon zu entnehmen ist, definiert sich die Grundfähigkeitsversicherung dadurch, dass sie nicht den Verlust einer speziellen beruflichen Fähigkeit abdeckt sondern den Ausfall von grundsätzlichen Fähigkeiten wie dem Sehen, dem Heben oder dem Gehen.

Grundfähigkeitsversicherung – Definition zeigt Vorteile

Der Versicherungsfall Grundfähigkeitsversicherung tritt dann ein, wenn der Versicherte bestimmte Tätigkeiten, die in den Vertragsbedingungen definiert sind, nicht mehr ausüben kann. Das bedeutet: Die Leistung wird gewährt, wenn bestimmte Grundfähigkeiten aufgrund eines Unfalls, einer Krankheit, wegen altersbedingten Verschleiß oder durch eine Körperverletzung verloren gehen.

Beispielsweise kann dies der Ausfall der Sehkraft oder Verlust des Sprechens sein. Bei der Grundfähigkeitsversicherung ist der Eintritt des Leitungsfalls also klar definiert. Damit liegt die Messlatte, eine Rente ausgezahlt zu bekommen, deutlich niedriger als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Vorteil, der sich hieraus ergibt, liegt in einer weniger komplexen Risikoprüfung. Die Auszahlung im Leistungsfall hängt nicht davon ab, ob der Versicherte tatsächlich komplett erwerbsunfähig ist oder nicht.

Wie ist eine Grundfähigkeitsversicherung ausgestaltet?

Der Versicherungsnehmer sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Grundfähigkeitsversicherung nur dann eintritt, wenn die entsprechende Grundfähigkeit wenigstens für 12 Monate ausfällt oder abzusehen ist, dass diese mindestens so lange nicht zur Verfügung steht. In der Regel teilen die Versicherungen die Grundfähigkeiten in 2 Gruppen ein.

Zur 1. Gruppe zählen:

  • das Sehen
  • der Orientierungssinn

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    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  • der Gebrauch der Hände
  • das Sprechen

Zur 2. Gruppe gehören:

  • das Greifen
  • das Gehen
  • das Bücken
  • das Stehen
  • das Sitzen
  • das Hören
  • das Treppensteigen
  • das Knien
  • das Autofahren
  • die Bewegung der Arme
  • das Heben und Tragen

Die Versicherung zahlt immer dann, wenn der Versicherte eine der Fähigkeiten der 1. Gruppe oder mindestens 3 der 2. Gruppe verliert. In Deutschland zählen die Allianz, Canada Life, die WWK und der Münchener Verein zu den Versicherungsgesellschaften, die eine Grundfähigkeitsversicherung anbieten.

Die Bedeutung der Grundfähigkeitsversicherung besteht wohl darin, dass diese eine realistische Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung darstellt. Sie bietet sich vor allem für diejenigen an, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder bestehender Risikofaktoren entweder überhaupt keine oder lediglich eine sehr teure Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten können.

15. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.