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Ist ein Wertpapierdepot durch gesetzliche Einlagensicherung geschützt?

Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten sind von der Einlagensicherung geschützt. Der gesetzliche Schutz umfasst 100.000 Euro pro Bankkunde.

Freiwillig sichern die meisten Banken darüber hinaus mehr ab, schrieb ich Ihnen jüngst. Wenn Sie nicht gerade ein Millionenvermögen auf Konten gelagert haben, reicht die Einlagensicherung der Sparkassen, Genossenschaftsbanken und der Mehrzahl der Privatbanken in aller Regel…

„Wie aber sieht es bei Wertpapierdepots aus?“, wollte neulich eine Leserin wissen. „Werden auch sie von der Einlagensicherung erfasst?“ So der Wortlaut einer Anfrage, die mich per E-Mail erreichte.


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Als Inhaber eines Wertpapierdepots müssen Sie dazu Folgendes wissen: Depots fallen nicht unter die Einlagensicherung. Weder der gesetzliche Schutz noch die freiwillige Mehrabsicherung gilt für Depots. Dafür aber greift ein anderer Schutzmechanismus: Als Inhaber eines Wertpapierdepots haben Sie Anspruch auf Herausgabe Ihrer Wertpapiere. Das gilt auch, falls Ihre Depotbank insolvent sein sollte.

Konkret: Die Bank tritt hier nur als Treuhänderin auf. Ihre Aufgabe besteht ausschließlich darin, Ihre Wertpapiere treuhänderisch zu verwahren und sie auf Ihre Veranlassung hin zu kaufen oder zu verkaufen. Anders als mit Geldern, die auf Bankkonten lagern, hat die depotführende Bank aber keinerlei Möglichkeiten, über die im Depot gelagerten Wertpapiere zu verfügen. Sie darf sie nicht beleihen oder für Leerverkäufe weiterverleihen.

Die Konsequenzen sind weitreichend: Es ist auch im Insolvenzfall einer Bank ausgeschlossen, dass die Gläubiger der Bank über den Insolvenzverwaltung Zugriff auf die Wertpapierdepots der betreffenden Kunden haben.

Dagegen können Sie als Kunde sofort die Übertragung auf eine andere Depotbank veranlassen. Und übrigens gilt dieses Recht nicht nur im Falle einer Insolvenz: Sie können die Herausgabe Ihrer Wertpapiere jederzeit fordern. Etwa, weil Sie anderswo ein Depot eröffnen wollen.

Und noch ein Hinweis: Für den Depotwechsel oder die Herausgabe Ihrer Wertpapiere darf Ihnen die bisherige Depotbank keine Gebühren in Rechnung stellen. Das ergibt sich aus dem Herausgabeanspruch, den Sie als Depotinhaber gegen die Depotbank haben, stellte der Bundesgerichtshof schon vor Jahren klar..

Etwas anderes gilt höchstens, wenn Sie die Wertpapiere auf ein ausländisches Depot übertragen wollen. Hier kann es durchaus sein, dass die bisherige Depotbank den Mehraufwand in Rechnung stellt. Über die Rechtmäßigkeit dieser Gebühr hat noch kein Gericht entschieden.

Glossar heute: Depot

Ein Depot ist der Lagerort für Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Fondsanteile oder Zertifikate. Die depotführende Bank fungiert dabei als Treuhänderin, die nur die Wertpapiere verwaltet, welche eigentlich dem Kunden gehören.

3. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".