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James D. Slater: „The Capitalist“

James D. Slater wurde 1929 geboren. Er begann seine Karriere als Buchprüfer, bevor er in Führungspositionen aufstieg. Von 1953 bis 1963 war er in leitenden Positionen in drei unterschiedlichen Gewerbebetrieben tätig, unter anderem als Teil der Leyland Motor Corporation. 1964 gründete er gemeinsam mit Peter Walker die Investmentgesellschaft Slater Walker Securities.

Durch seine Firma wurde Slater im Vereinigten Königreich im Bereich der knallharten Gesellschaftsübernahmen bekannt. Slater Walker entwickelte sich 1969 zur Investmentbank.

Slaters erfolgreiche Karriere im Investment Banking nahm mit dem Niedergang der Slater Walker Wertpapiere 1973-1974 ein jähes Ende. Slater war bankrott. Seinen Weg zurück in Lohn und Brot beschritt Slater durch private Investitionen und einer neuen Karriere als Finanzautor.

Seine bekannte Investment-Kolumne „The Capitalist“ sowie ein gut laufender Investment Beratungsdienst namens „Company REFS“ verhalfen Slater zu seinem Status als Investment-Guru. Slaters Beratungsdienst war im Bereich der Finanzstatistiken börsennotierter Firmen in seiner Heimat tätig.

Slaters Pseudonym – „The Capitalist“

Slater war Autor einer Investment-Kolumne im Londoner The Sunday Telegraph, die er unter dem Pseudonym “The Capitalist (Der Kapitalist)“ verfasste. Er wurde bekannt dafür, seine Aktien-Investment-Methoden offenzulegen. Seine Strategien gehörten zu den ersten, die der breiten Investment-Öffentlichkeit im Vereinigten Königreich zugänglich gemacht wurden.

Slater hat das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis bekannt gemacht und in Amerika in seinem Buch „The Zulu Principle“ (1992) verbreitet. Neben seiner Karriere als einer der bekanntesten und erfolgreichsten professionellen Investoren, verliefen auch seine weiteren Karrieren als Berater für Einzelanleger sowie als Kinderbuchautor sehr erfolgreich.

Unterschätzte wachstumsschwache Unternehmen bevorzugt

Slaters Investment Strategie entwickelte sich aus den Kolumnen die er unter dem Pseudonym “Kapitalist” im Londoner Sunday Telegraph schrieb und die Basis seines “Zulu Prinzips” des Investments darstellt.

Slaters bevorzugte Investment-Strategie verfolgte die vom Markt unterschätzten wachstumsschwachen Unternehmen – verborgene Schätze sozusagen. Wichtig sei hierbei, kleine Wachstumsaktien ausfindig zu machen, bevor ihre große Zeit gekommen ist.

Die prominenteste Methode, die Slater erfand und zu diesem Zweck einsetzte, war das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis (KGWV). In dieser Gleichung wird sowohl das Wachstum als auch das Value Investing berücksichtigt. Die zu Grunde liegende Formel setzt das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit der erwarteten oder geschätzten Aktienrenditen-Zuwachsrate in Relation.

James D. Slater – „Erfinder“ der PEG-Ratio

Slater fand heraus, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis nicht bedeutete, dass eine Aktie teuer war solange ihr Ertragswachstum hoch war.

Wenn beispielsweise die Aktien einer Firma ein relativ hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30 aufwiesen, aber die erwarteten Gewinne mit einer Wachstumsrate von 30% angegeben wurden, würde die so genannte Price-Earning-to-Growth-Ratio (PEG) 1 betragen.

Diese Kennzahl bezeichnet die Relation zwischen dem Kurs-Gewinn-Verhältnis eines jeweiligen Geschäftsjahres im Hinblick auf das Gewinnwachstum, das für das kommende Jahr erwartet wird.

Eine Price-Earning-to-Growth-Ratio von 1 wird als erstrebenswert angesehen. Dank James D. Slater wird das PEG-Verhältnis auch heute noch im Bereich der Investment-Analyse verwendet.

James D. Slaters Publikationen

  • „Investment Made Easy“ (1995)
  • „The Zulu Principle: Making Extraordinary Profits from Ordinary Shares“ (1992)
  • „Beyond The Zulu Principle: Extraordinary Profits From Growth Shares“ (2000)
  • „How To Become A Millionaire“ (2000)
  • „Make Money While You Sleep“ (2002)

22. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.