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Jedes Unternehmen braucht Kostenrechnung. Beispiele zeigen weshalb

Die Kostenrechnung ist ein Teilgebiet des betrieblichen Rechnungswesen und sowohl für Existenzgründer und Unternehmer als auch für Banker und Selbstständige nicht aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Durch die Kostenrechnung kann nämlich die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens berechnet werden.

Mithilfe von Zahlenmaterial können betriebliche Leistungen und eine bilanzielle Bestandsbewertung kalkuliert werden. Kostenrechnung soll gleichzeitig lenken, kontrollieren und dokumentieren. Sie ist allerdings nicht für langfristige Planungen ausgelegt. Für diesen Zweck macht es mehr Sinn, mit der Investitionsrechnung zu arbeiten.

Was macht die Kostenrechnung?

Die Ermittlung von Herstellungskosten, die Kalkulation von Produktpreisen und die Überwachung des Erfolgs eines Unternehmens sind nur einige der vielen Aufgaben der Kostenrechnung. Auch die Planung des Budgets einzelner Kostenstellen und die Informationsgewinnung über Preisuntergrenzen sind dank der Kostenrechnung möglich. Des weiteren informiert die Kostenrechnung über die Politik der Produktion.

Da besonders für Einsteiger oder BWL-Unerfahrene die Kostenrechnung zu Beginn etwas kompliziert erscheint, ist es hilfreich, sich anhand eines Beispiels einen ersten Überblick zu verschaffen und ein wenig zu üben.

Kostenrechnung: Beispiele

Um die wirtschaftliche Kapazität einer Kostenstelle zu berechnen, bietet sich die Kostenrechnung an. Folgendes Beispiel macht deutlich, wie diese eingesetzt werden kann.

Im November 2012 wurde die wirtschaftliche Kapazität der Kostenstelle A von 1.200 Einheiten pro Monat zu 85% und im Dezember 2012 zu 92% ausgelastet. In Zahlen bedeutet das für den November einen Betrag von 2.500 € und für den Dezember einen Betrag von 2.650 €.

85% von 1.200 sind 1.020 Einheiten und 92% von 1.200 Einheiten sind 1.104 Einheiten. Die Proportionalität dieses Kostenzuwachses ist typisch. Er ergibt sich aus der tatsächlich gestiegenen Leistung und liegt bei 150 € für 84 zusätzliche Einheiten.

Abrechnungszeitraum November 2010

85 % von 1.200 Einheiten = 1.020 Einheiten                           

Kosten = 2.500 €

Abrechnungszeitraum Dezember 2010

92 % von 1.200 Einheiten = 1.104 Einheiten

Kosten = 2.650 €

Zuwachs von 84 Einheiten = 150 €

Zusätzlich zum Kostenzuwachs können auch noch die Fixkosten berechnet werden. Die Fixkosten sind die Differenz zwischen den Gesamtkosten und den proportionalen Kosten.

Produktion November 2010

Gesamtkosten (2.500 €) – Proportionale Kosten

Proportionale Kosten: 150 x 1.020 / 84 = 1.822 € 

Fixe Kosten = 678 €    

Für den November gelten die 2500 € als Gesamtkosten, von denen die proportionalen Kosten abgezogen werden. Die Gesamtkosten setzen sich immer aus fixen und proportionalen Kosten zusammen.

Kontrollrechnung

Anhand einer Kontrollrechnung können Unternehmer nun die erste Rechnung auf alle weiteren dieser Art anwenden. Falls diese nämlich richtig ist, wird das Ergebnis immer das gleiche sein.

Produktion Dezember 2010

Gesamtkosten (2.650 €) – Proportionale Kosten                               

Proportionale Kosten: 150 x 1.104 / 84 = 1.972 €

Fixe Kosten = 678 €    

Im Dezember 2012 lagen die Gesamtkosten bei 2.650 €. Von ihnen werden die proportionalen Kosten nun abgezogen und man kommt auch hier auf einen Fixkostenbetrag von 678 €.

Die Rechnung geht somit auf. Dies ist aber nur eins von vielen Beispielen für ein Anwendungsgebiet der Kostenrechnung.

23. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.