Erst erhöht der Vorstand von Jenoptik die EBIT Prognose für das Jahr 2011 auf 40 Mio.
Und dann kann auch noch das Kursziel von 8,10€ auf 8,30€ heraufgesetzt werden und den Anlegern wird eine Dividende in Aussicht gestellt.
Das Segment "Laser & optische Systeme" konnte sich im Vergleich zu den anderen Kernsparten überproportional entwickeln.
Diese enorme Steigerung, so heißt es in Unternehmenskreisen, kann zwar nicht dauerhaft gehalten werden, jedoch ist eine stabile Ergebnisentwicklung zu erwarten.
Zu den Umsatzsteigerungen trugen vor allem Großaufträge wie z.B. aus Saudi-Arabien bei, die im Wert von 20 Millionen Euro Anlagen bei Jenoptik bestellt haben.
Jenoptik Aktie: Unternehmenskennzahlen zeigen eine stabile Basis zum Kauf
Ein Cashflow von 12,4 Mio Euro aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Vergleich Vorjahr: 1,6 Mio Euro) und ein durch den im 1.Quartal ausgewiesene Gewinn, erhöhtes Eigenkapital von 290,1 Mio Euro, zeigen eine stabile Basis des Unternehmens.
Die Eigenkapitalquote von 45,1 Prozent sticht besonders hervor. Anhand dieser Kennzahlen geben Analysten ein klares Kaufsignal für die Jenoptik Aktie ab.
Aktie Jenoptik: Saudi-Arabien sorgt für Umsatzzuwächse
Während Unruhen in vielen arabischen Ländern zum Tagesgeschehen gehören, sind es in Saudi Arabien ständige Geschwindigkeitsübertretungen neureicher Saudis, die dem Staat Sorgen machen.
"Ein Glück" denken sich dieser Tage viele Jenoptik Anleger, die seit Jahren von Rückschlägen endlich eine Dividende erhalten werden und auf eine stabile Unternehmensstruktur blicken.
Der saudische Großauftrag über 20 Millionen Euro umfasst Anlagen zur Erfassung von Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstößen.
Enthalten im Auftragseingang ist auch der große Teilauftrag für den Schützenpanzer PUMA mit knapp 40 Mio Euro im Segment Verteidigung & Zivile Systeme. Ein weiterer großer Teilauftrag wird in den kommenden Monaten erwartet.
Erwartungen für das Jahr 2011
„Wir erwarten das operativ ergebnisstärkste Jahr seit der Trennung von M+W Zander vor fünf Jahren. Die Ergebnisqualität stellt unter Beweis, dass wir unsere langfristigen Profitabilitätsziele erreichen können“, so der Jenoptik-Chef.
Die Jenoptik AG ging im Zuge der deutschen Wiedervereinigung aus dem damaligen Kombinat VEB Carl Zeiss Jena hervor und versteht sich heute als steuernde Holding eines integrierten Optoelektronik-Konzerns.
Dieser ist in den fünf Sparten Laser & Materialbearbeitung, optische Systeme, Industrielle Messtechnik, Verkehrssicherheit sowie Verteidigung & zivile Systeme operativ tätig und verfügt neben mehreren Standorten hierzulande über Unternehmenssitze in knapp 70 Ländern.
Dividende angekündigt
Zudem soll die Jenoptik AG wieder „dividendenfähig werden“, so der Vorstandschef.
Allerdings ist es fraglich, wann die erste Ausschüttung kommen wird. Er rief die Anleger einmal mehr auf, geduldig zu sein. Für die nächste Zeit dürfte es aber weitere Firmenkäufe oder -beteiligungen geben.
Diese sollen den weiteren Ausbau der internationalen Präsenz - insbesondere in den USA und Asien ermöglichen.


