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Jim Rogers – Rohstoff-Experte par excellence

Jim Rogers heißt eigentlich James Beeland Rogers Jr. und ist ein amerikanischer Hedgefondsmanager und Schriftsteller. Erste beeindruckende Erfolge erreichte er in den 1970er Jahren in Zusammenarbeit mit der Investment-Legende George Soros.

Gemeinsam mit anderen gründeten sie 1970 das Unternehmen Quantum Funds, das in den folgenden zehn Jahren eine Rendite von mehr als 4.000% erwirtschaftete.

1980 zog sich Rogers aus dem Management zurück und macht seit Ende der 1990er Jahre vor allem als Rohstoff-Experte von sich reden.

Der Jim Rogers-Rohstoffindex: Historie und Zusammensetzung

Sein Gespür für die Märkte stellte Jim Rogers in den 1990er Jahren eindrucksvoll unter Beweis. Jim Rogers entwickelte einen internationalen und investierbaren Rohstoffindex – den RICI. Mitte der 90er Jahre kam Jim Rogers zu dem Schluss, dass Rohstoffe stark unterbewertet seien.

Mit dem Fokus auf die Industrialisierung im bevölkerungsreichsten Land der Erde – China – glaubte Rogers an ein Potential mit langfristigen und mehrjährigen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Auch das Wachstumspotential anderer Entwicklungsländer erkannte er schon relativ früh. Hier wollte Jim Rogers Kapital investieren und untersuchte diverse bis dato entwickelten Rohstoffindizes. Allerdings war er mit deren Konstruktion nicht zufrieden.

Er nutzte seine jahrzehntelange Erfahrung als Investor und Rohstoff-Experte, um einen übergeordneten Index zu erschaffen, der das Konsumverhalten genauer darstellt. Da Rogers speziell in Asien eine stark wachsende Nachfrage sah, gewichtete er den Anteil der Agrarrohstoffe überproportional hoch.


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Die Anlage in Rohstoffindizes für Privatanleger

Für Privatanleger ist ein physisches Rohstoffinvestment in der Regel schwierig. Die Lieferung und auch die Lagerung sind zumeist sehr kostspielig. Daher erfolgen Investitionen über den Terminmarkt, über Futures.

So kann auch der Privatanleger an dem raschen Preisanstieg von nachgefragten Rohstoffen partizipieren. Speziell die Idee von Rogers lässt sich so eindeutig verfolgen.

Mittlerweile existiert von diversen Emittenten eine Vielzahl von Zertifikaten auf den RICI sowie auf andere Rohstoffindizes, die als Beimischung für das Depot von Privatanlegern sinnvoll sein können.

Unterschiede zu anderen Rohstoffindizes

Der größte Unterschied von Jim Rogers Rohstoffindex zu anderen, zum Beispiel zum GSCI, liegt in der Bewertung der aufzunehmenden Titel: Die Gewichtung der einzelnen Rohstoffe wird nicht ausschließlich von objektiven Kriterien wie Liquidität oder Produktionsvolumen abgeleitet, sondern auch von der Erwartungshaltung des Teams um Jim Rogers.

Hierbei kann der Anleger von der besonderen Erfahrung Rogers und den sich verändernden Bedürfnissen und Potentialen der Wachstumsmärkte profitieren.

Im RICI finden sich neben den klassischen Rohstoffen wie Öl, Kaffee oder Silber auch exotische Rohstoffe, die selten in anderen Indizes zu finden sind.

Rohstoffe wie Seide, Sojabohnen, Canola oder auch Azuki-Bohnen haben einen Anteil in Rogers Rohstoffindex und so lässt sich die starke Gewichtung auf den Wachstumsmarkt Asien erkennen.

Rogers‘ Strategien und Prognosen

Die Entscheidung, auf Rohstoffe zu setzen, stellte sich schnell als richtig heraus. Rogers erkannte früher als andere, dass Rohstoffe nur begrenzt verfügbar sind und das weltweite Wirtschaftswachstum zu einer erhöhten Nachfrage führen würde.

Rogers Ziel war es, mit der Auswahl der im Index vertretenen Rohstoffe ein möglichst realistisches Abbild des globalen Konsumverhaltens darzustellen. Deshalb beinhaltet der Index eine breite Palette von Rohstoffen: von Agrargütern über Metalle bis hin zu Energierohstoffen ist alles dabei.

Die verschiedenen Rohstoffe sind in einer Stärke im Index vertreten, wie sie auch weltweit verbraucht werden. Die Gewichtung der einzelnen Rohstoffe wird dabei stets angepasst.

Vereinfacht kann man sagen, dass Jim Rogers die These vertritt, dass der Rohstoffmarkt der einzige Markt sei, der mittel- bis langfristig wachsen werde. Aktien und Anleihen hingegen prophezeit Rogers eine eher düstere Zukunft. Zudem sei man bei Investitionen in Rohstoffe auf einer sichereren Seite.

Schließlich könnte Unternehmen pleitegehen und Aktien damit wertlos werden, Rohstoffpreise hingegen würden niemals einen Wert von Null erreichen.

 

Fazit: Kritik und Bedenken zum Investment in Rohstoffe

Da Jim Rogers derjenige ist, der den Rohstoffboom vorhersagte und entsprechend handelte, wird er oft als Experte auf diesem Gebiet gesehen. Dennoch sollte man als Anleger besonders Investments in Agrarrohstoffe kritisch betrachten. Der Grund: Spekulationen auf Lebensmittel tragen zu einem stetigen Preisanstieg bei.

Solange es Hunger auf der Welt gibt, sollte man sich gut überlegen, ob der persönliche Profit hier wirklich an erster Stelle stehen darf.

27. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.