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Jubiläum: 25 Jahre DAX-Indexanlagen

Ein Blick zurück: Am 11. Juli 1990 – also vor 25 Jahren – startete die Dresdner Bank den Handel mit sogenannten „DAX-Participations“, kurz „DAX-PS“ oder auch „Partizipationsscheine auf den Deutschen Aktienindex“.

„Das Indexzertifikat der Dresdner Bank war der Start des Indexing in Deutschland“, sagte der bekannte Börsenjournalist Bernhard Jünemann während eines Pressegesprächs des Deutschen Derivate Verbands (DDV) anlässlich des 15. Geburtstags der Indexzertifikate.

Er erinnerte daran, dass der Emittent (die Bank, die das Zertifikat in Umlauf brachte) einen großen Aufwand betreiben musste, um den Handel zu ermöglichen.

Der DAX: Wie alles begann

Erst 3 Monate nach dem Start des Zertifikats nahm die Deutsche Terminbörse die Notierung des 1. DAX-Future auf.

Das Produkt wurde daher damals als Finanzinnovation bezeichnet. Das DAX-PS bildete den deutschen Aktienindex im Verhältnis „annähernd“ 1:10 zuzüglich eines Aufschlags von 1,50 DM ab.

Die Mindestgröße von 50 DAX-Participations bedeutete eine Zeichnung des Produktes im Gegenwert von ca. 10.000 DM bzw. umgerechnet 5.000 Euro. Das Produkt richtete sich damals an kleinere oder mittlere Vermögensverwalter und weniger an Privatanleger.

Bundesbank machte das Indexing möglich

Bernhard Jünemann erinnerte zudem daran, dass Ende der 1980er Jahre umfangreiche Gespräche mit der Bundesbank notwendig waren, um das Partizipationszertifikat erst möglich zu machen.

Die Dresdner Bank in Frankfurt musste den Weg über eine niederländische Tochter gehen. Auch wenn das Jahr 1990 ein schwieriges Jahr für den DAX war, entwickelte sich das DAX-Indexpapier für die Erstzeichner (also diejenigen, die von Anfang an dabei waren) recht erfolgreich.

Als die Laufzeit des Indexpapiers am 15. September des Jahres 2000 endete, notierte der DAX um mehr als 360% höher als beim Start des Zertifikats.

Achim Matzke, ein auf der Jubiläumsfeier anlässlich des Zertifikats anwesender technischer Analyst der Commerzbank, sagte, dass der DAX als Performance-Index (Kursgewinne + Dividenden) ein sehr erfolgreiches Marktbarometer ist.

„Seit dem Start vor 27 Jahren ist der DAX jährlich durchschnittlich um rund 8,8% gestiegen“, rechnete Matzke vor.

Trotz der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers, die auch als Zertifikate-Emittent agierte, haben Indexpapiere bei Anlegern und Banken immer noch einen hohen Stellenwert. Nach Angaben des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) verwalteten die Banken Ende März in Partizipationspapieren immer noch 4,4 Mrd. Euro.


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Damit litt diese Produktstruktur unter geringeren Volumeneinbußen als der gesamte Zertifikatemarkt.

Das Volumen des deutschen Zertifikatemarktes hat sich in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2015 in etwa halbiert.

Auf einen Index setzen

Wenn Sie heute auf einen Index setzen wollen, bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten an.

Wir möchten Ihnen jetzt die für Sie einfachsten und sinnvollsten Möglichkeiten vorstellen (Indexzertifikate gehören 25 Jahre nach der Gründung nicht mehr zu den Favoriten, da Indexfonds mehr Sicherheit bieten).

Sie können, wenn Sie in den DAX investieren möchten, zum einen auf sogenannte ETFs – also passive Indexfonds – setzen und zum anderen bieten sich in bestimmten Situationen Discount-Zertifikate an.

Mit einem ETF können Sie auf einen bekannten Index wie den DAX setzen. Sie können mit einem ETF aber auch auf die 50 größten Unternehmen der Welt setzen, wenn diese vorher in einem Index vereint wurden. ETFs decken also auch weniger bekannte Indices ab.

Was ist ein ETF?

Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist ein an der Börse gehandelter Investmentfonds. ETFs werden meist passiv verwaltet.

Das bedeutet: Kein Fondsmanager sucht die einzelnen Aktien aus, sondern der Fonds deckt einfach einen Index 1:1 ab (daher der Ausdruck „passiv“ = keine aktive Auswahl durch den Fondsmanager).

Einen Indexfonds können Sie so einfach und günstig wie eine Aktie über die Börse handeln.

Eigenschaften und Kostenstruktur von ETFs

ETF-Anteile verbriefen ebenso wie Investmentfonds- Anteile von aktiv gemanagten Fonds einen anteiligen Besitz an einem sogenannten Sondervermögen, das getrennt vom Vermögen der emittierenden Investmentgesellschaft geführt wird.

Das bedeutet für Sie als Anleger, dass Sie Ihr Geld bzw. Ihre Anteile im Falle einer Pleite des Emittenten (z. B. einer Bank) nicht verlieren.

Anders als bei Zertifikaten – wie im Falle von Lehman Brothers – gibt es bei ETFs kein sogenanntes Emittentenrisiko. Also kein Ausfallrisiko im Falle einer Pleite der Bank.

Bei ETFs tragen Sie als Investoren folgende Kosten:

  • Kosten, die in der Gesamtkostenquote zusammengefasst werden, wie Managementgebühren, Indexgebühren und sonstige Kosten, z. B. für Prospekte.
  • Die üblichen Gebühren für den Börsenhandel (Orderprovision, Maklercourtage, Abwicklungsentgelte, Geld-Brief-Spanne).

Die anfallenden Kosten werden – wie bei Investmentfonds üblich – dem Sondervermögen entnommen. Die jährlichen Gesamtkosten liegen typischerweise zwischen 0 und 1%.

Bei ETFs, die eine passive Anlagestrategie verfolgen (und das wäre in dem Fall so, wenn Sie einen Index mittels ETF kostengünstig nachbilden wollen), fallen erfahrungsgemäß geringere Transaktionskosten als bei aktiv gemanagten ETFs an.

Außerdem entfallen bei der passiven Anlagestrategie die Kosten für einen oder mehrere Fondsmanager. Da ETFs nicht über eine Investmentgesellschaft, sondern direkt über die Börse gehandelt werden, entfällt zudem der andernfalls meistens zu entrichtende Ausgabeaufschlag von bis zu 6%.

Mit Discount-Zertifikaten auf einen Index setzen

Eine andere Möglichkeit, wie Sie auf einen Index setzen können, ist mittels eines Discount-Zertifikats.

Jetzt werden Sie sich womöglich fragen, wann Sie auf einen ETF und wann Sie auf ein Discount-Zertifikat setzen sollten, wenn Sie einen Index nachbilden wollen? Die Antwort ist im Prinzip ganz einfach:

Wenn Sie damit rechnen, dass der Markt seitwärts läuft (sich also unterm Strich nicht oder nur sehr wenig bewegt), dann sollten Sie auf ein Discount-Zertifikat setzen.

Erwarten Sie, dass der Markt leicht unter Druck gerät und nachgibt, sollten Sie ebenfalls auf ein Discount-Zertifikat setzen.

Glauben Sie dagegen an steigende Kurse, fahren Sie mit einem ETF deutlich besser, da bei einem Discount-Zertifikat Ihre Gewinne nach oben begrenzt (gedeckelt) sind und bei einem ETF nicht.

Dafür können Sie mit einem Discount- Zertifikat auch dann Geld verdienen, wenn der Markt sich unterm Strich gar nicht bewegt oder sogar leicht nachgibt.

10. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.