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Käufe und Verkäufe deutscher Immobilien durch ausländische Adressen

Die Bundesbank berichtet in ihrem aktuellen Monatsbericht März 2013 über den Kauf und Verkauf deutscher Immobilien durch ausländische Käufer/Verkäufer.

Zugleich offenbart der Bericht die Schwächen in der statistischen Erfassung der Käufe durch ausländische Adressen.

Gefühlt nehmen die Käufe zu

Wer kauft eigentlich die deutschen Immobilien? Fragen Sie dies einen Immobilienmakler im Schwarzwald oder im Sauerland, dann wird er Ihnen sagen, dass alle seine Käufer aus dem Inland kamen.

Die Frage, ob diese inländischen Käufer einen Migrationshintergrund haben oder nicht, will ich ausdrücklich nicht in die Betrachtung einbeziehen. Ich spreche deshalb lieber von inländischen und ausländischen Adressen, wenn es um Käufer/Verkäufer geht.

In Berlin, München oder Köln wird die Antwort vielleicht anders ausfallen. Dort kaufen immer wieder ausländische Adressen Immobilien ein. Das reicht von der einzelnen Eigentumswohnung bis zum Mehrfamilienhaus.

Je größer die Investitionssumme, desto höher der Anteil ausländischer Adressen beim Kauf von Immobilien, bin ich versucht zu sagen.

Wie sieht es nun wirklich damit aus?

Das beantwortet die Bundesbank zumindest teilweise in ihrem aktuellen Monatsbericht für März 2013. Auf Seite 26 und 27 des Monatsberichts geht es um das Thema: „Zum Immobilienerwerb Gebietsfremder in Deutschland“.

Die Bundesbanker kommen eingangs zu der direkten Aussage:

„Der Erwerb deutscher Immobilien durch Gebietsfremde stand zuletzt wiederholt im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Dadurch entstand der Eindruck eines insbesondere in Ballungsräumen zunehmenden Erwerbs von Immobilien durch Käufer aus dem Ausland.“


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„Statistisch erfasst wird der grenzüberschreitende Immobilienerwerb in der deutschen Zahlungsbilanz. Nach den vorliegenden Daten lässt sich die These gestiegener Aktivitäten ausländischer Käufer indessen nicht belegen.“

Die Ergebnisse der Statistik lauten:

  • Ein Minus von etwa 0,8 Mrd. Euro per Saldo beim Immobilienbestand ausländischer Adressen in Deutschland
  • Käufe in Höhe von 0,7 Mrd. Euro und Verkäufe im Umfang von knapp 1,6 Mrd. Euro wurden erfasst
  • Auch 2011 überwogen die Verkäufe die Käufe (um 0,1 Mrd. Euro)
  • Anders in den Jahren 2006 bis 2008 – 2007 wurden Immobilien im Wert von 8,6 Mrd. Euro von ausländischen Adressen gekauft
  • Die Käufe stammen mehrheitlich von Adressen aus europäischen Ländern
  • Luxemburg und die Niederlande spielen dabei durch die dort ansässigen Fonds- und Beteiligungsgesellschaften eine bedeutende Rolle.
  • Käufe aus Russland und China haben moderat zugenommen.
  • Amerikanische, Britische und Dänische Adressen stehen eher auf der Verkäufer- als auf der Käuferseite
  • Das in der Zahlungsbilanz erfasste Volumen der Käufe ausländischer Adressen ist als eher gering anzusehen Der Anteil ausländischer Käufe läge damit rechnerisch bei knapp 0,5%.

Statistik erfasst nicht alle Käufe

Ein Immobilienerwerb einer in Deutschland ansässigen Gesellschaft, die selbst im Auslandsbesitz steht, gilt als inländische Transaktion und wird nicht erfasst.

Immobilienkäufe (und -verkäufe) durch Gebietsfremde sind nach Ansicht der Bundesbank in den Daten vermutlich untererfasst, da Meldeversäumnisse für die erhebenden Stellen kaum erkennbar seien.

Vor diesem Hintergrund müssten die vorliegenden Daten zu Käufen und Verkäufen inländischer Immobilien durch ausländische Adressen als Untergrenze der tatsächlichen Transaktionen angesehen werden.

Jahresauftakt der Wirtschaft hinter den Erwartungen

Das sagt die Bundesbank:

„Der Jahresauftakt der deutschen Wirtschaft blieb hinter den Erwartungen, die von der Beruhigung der Lage an den Finanzmärkten und der Verbesserung der Stimmung unter den Unternehmen geweckt worden waren, zurück.“

„Die industrielle Produktion konnte sich im Januar nicht von dem schwachen Ergebnis des Schlussquartals 2012 lösen, und der Auftragseingang verfehlte dieses deutlich. Ein Gegengewicht zur Industrie bildete die Bauwirtschaft.“

„Zwar erreichte die Erzeugung im Bauhauptgewerbe nicht den niedrigen Dezember-Stand, was teilweise auf Witterungseffekte zurückzuführen war. Das Ausbaugewerbe expandierte aber kräftig.“

25. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.