MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Kann man Optionsscheine jederzeit verkaufen?

Zwar können Optionsscheine auch über die Börse gehandelt werden, doch einen geeigneten Handelspartner zu finden ist oft schwierig.

Der Grund: Es existieren weit über 10.000 Optionsscheine mit unterschiedlicher Ausgestaltung in Deutschland.

Auch wenn man Optionsscheine jederzeit verkaufen kann – die Chance, einen Handelspartner zu finden, der die gleiche Stückzahl des betreffenden Optionsscheins kaufen oder verkaufen will, ist eher gering.

Mehr zum Thema: Optionsscheine: Einfach erklärt

Preisbildung mittels eines festgelegten Preismodells

Aus diesem Grunde kommt die Preisbildung oft nicht nach Angebot und Nachfrage zu Stande, wie es beispielsweise beim Aktienhandel der Fall ist, sondern mittels eines festgelegten Preismodells.

Bei der Preisfestlegung spielt das Aufgeld und die Volatilität eine zentrale Rolle, weil dieses das Emittentenrisiko und die Schwankungsbreite des Basiswertes widerspiegelt.

Zudem begründen viele Banken den Preisaufschlag mit dem außerbörslichen Handel, da Optionsscheine auch vor- und nachbörslich gehandelt werden können.

Bei der Festlegung des Volatilitätswertes kommen die Prognosen der Investmentbanker über mögliche künftige Kursentwicklungen des Basiswertes zum Tragen. Dabei werden oft historische Volatilitätsdaten in die Berechnung mit einbezogen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Die Volatilität spielt bei der Preisbildung eine tragende Rolle

Die Volatilität ist auch der Grund dafür, warum der Kurs des Optionsscheins stark schwanken kann, obwohl sich der zu Grunde liegende Aktienkurs des Basiswertes kaum verändert hat.

Höhere Schwankungsbreiten führen dagegen oft zu steigenden Optionsscheinpreisen und umgekehrt.

Der Anleger sollte sich daher nicht an den Kurstaxen orientieren, sondern ein Realtime-Kurssystem nutzen, beispielsweise das Online-System der Direktbank, oder sich über die Homepage des Emittenten informieren. Alternativ lassen sich auch aktuelle Kurse auch über den TV-Videotext abrufen.

Optionsscheine über die Börse oder direkt an den Emittenten verkaufen

Der Großteil des börsentäglichen Optionsscheinhandels wird über die Stuttgarter Börse und die dort ansässige Optionsscheinbörse EUWAX (European Warrant Exchange) abgewickelt. Ein Verkauf der Optionsscheine ist dort jederzeit möglich.

Aber auch in Frankfurt (Smart Trading) kann der Anleger seine Order platzieren.

Diese wird unter Angabe der Wertpapierkennnummer oder der International Securities Identification Number (ISIN) im börsen- oder außerbörslichen Handel oder auch direkt beim Emissionshaus platziert.

Für den Börsenhandel muss der Anleger mindestens einen Optionsschein kaufen oder verkaufen, dies gilt bei allen großen Banken wie bei der Deutschen Bank oder Citibank.

Im Börsenhandel versucht zunächst ein Makler einen passenden Käufer oder Verkäufer für den Auftrag zu finden.

Ist kein Käufer oder Verkäufer für den betreffenden Optionsschein zur Hand, wird der Auftrag an den Emittenten weitergeleitet.

Der Auftrag wird dann in der Regel dann zu den gestellten Geld- und Briefkursen des Optionsscheins abgewickelt.

Dieser Kurs ist allerdings für den Anleger eher ungünstig. Einen besseren Kurs erhält der Anleger, wenn ein Börsenhandel zu Stande kommt.

Was ist bei der Order-Aufgabe zu beachten?

Bei der Auftragsplatzierung sollte der Anleger die Fixkosten beachten, denn bei jedem Auftrag fallen eine Maklergebühr sowie eine Abwicklungsgebühr der Bank an.

Darum ist es sinnvoll eine höhere Stückzahl als nur einen Optionsschein zu handeln. Zudem sollte der Anleger beachten, dass die Abwicklung über den Emittenten in der Regel etwas länger dauert.

Wichtig: Anleger, die Optionsscheine bis Laufzeitende halten wollen, sollten klären, ob dieser manuell ausgeübt werden muss.

Die Ausübung ist mit Zusatzkosten verbunden, außerdem muss der Anleger selbst die Bank rechtzeitig informieren. Verschläft der Anleger diesen Zeitpunkt, ist der Optionsschein selbst dann wertlos, wenn dieser weit im Geld ist.

Zudem sollten Optionsschein-Orders wegen des oft dünnen Handelsvolumens unbedingt immer limitiert abgegeben werden. Es empfiehlt sich darüber hinaus Onlinebanking zu nutzen, da dort die Gebühren deutlich niedriger sind.

Auch erlauben Onlineaufträge eine schnellere Abwicklung. Aufgrund des risikoreichen Investments ist es sinnvoll, sich Stopkurse zu setzen, um eventuelle Verluste zu minimieren.

21. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.