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Kapitalbedarf prüfen: Wie viel Sie für Häuser und Wohnungen brauchen

Beim Erwerb von Häusern und Wohnungen ist es für Sie wichtig, vor dem Kauf wirklich alle Kosten zu erfassen, die auf Sie zukommen werden, beziehungsweise die anfallen können. Nur wenn Sie Ihren Kapitalbedarf realistisch ermitteln, kommen Sie nicht in die unangenehme Situation, nachfinanzieren zu müssen.

Die Anschaffungskosten sind mehr als der Kaufpreis; sie umfassen alle durch die Anschaffung des Hauses oder der Wohnung veranlassten Aufwendungen. Dazu zählt in erster Linie der eigentliche Kaufpreis, aber beispielsweise auch Hypothekenverbindlichkeiten des Verkäufers, die Sie übernehmen und die mit dem Kaufpreis verrechnet werden.

Zu den Gesamtkosten gehören außerdem alle mit dem Kauf in Zusammenhang stehenden Nebenkosten. Das sind insbesondere: Auflassungsgebühren, Grundbuchgebühren, Grunderwerbsteuer, Maklerprovision, Notarkosten, Sachverständigenkosten für Wertgutachten und Gerichtskosten beim Erwerb eines Mietobjekts im Zwangsversteigerungsverfahren.

Was eine Immobilie unterm Strich kostet: So rechnen Sie es!

Kosten-PositionBetrag
Kaufpreis laut Kaufvertrag………. Euro
Übernommene Verbindlichkeiten………. Euro
Maklerprovision………. Euro
Notarkosten………. Euro
Gebühren des Grundbuchamts………. Euro
Sachverständigenkosten………. Euro
…………….………. Euro
…………….………. Euro
Kosten insgesamt………. Euro

Wenn Sie in den Darlehensvertrag des Verkäufers einsteigen

Bei Erwerb einer Immobilie aus zweiter Hand müssen Sie als Käufer wissen, ob das Objekt mit Grundschulden oder Hypotheken belastet ist. Daran knüpfen sich wichtige Fragen an, wie beispielsweise:

  • Wer sind die Gläubiger der Forderungen?

  • Valutieren die Grundschulden und Hypotheken noch in voller Höhe, beziehungsweise wie hoch sind die Restschulden gegenwärtig?

  • Wenn der Verkäufer die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten bereits vollständig getilgt hat: Haben die Kreditinstitute bereits die Löschungsbewilligung(en) erteilt, oder müssen diese vom Verkäufer noch eingeholt werden?

  • Ist es sinnvoll, noch bestehende Verbindlichkeiten zu übernehmen? Das ist dann für Sie als Käufer interessant, wenn der Verkäufer mit seinem Geldgeber einen Niedrigzins vereinbart hat.

Für den Fall, dass Sie Verbindlichkeiten des Verkäufers übernehmen, sind diese auf den Kaufpreis anzurechnen. Dazu ein typischer Fall aus der Praxis:

Beispiel: In einer Zeitungsannonce sind Sie fündig geworden: „Eigentumswohnung, 100 m2 für 150.000 Euro in absoluter Top-Lage zu verkaufen“. Schnell sind Sie sich mit dem Verkäufer einig geworden, die Wohnung zu kaufen.

Sie sind bereit, die im Grundbuch eingetragene und noch in Höhe von 50.000 Euro valutierende Hypothek zu übernehmen. Laut notariellem Vertrag verpflichten Sie sich, 100.000 Euro an den Verkäufer zu zahlen und die Hypothek zu übernehmen.

Welche Gebühren Makler verlangen können

Die Höhe der Maklerprovision – auch Courtage genannt – ist nicht einheitlich geregelt. Die Höhe der Maklerprovision kann grundsätzlich frei vereinbart werden. Feste Provisionssätze gibt es nicht.

Maßgeblich sind jeweils die Provisionssätze, die sich im Laufe der Zeit als ortsüblich etabliert haben. Die Provisionssätze können also regionale Unterschiede aufweisen. Meist beträgt die regional ortsübliche Maklerprovision bis zu 6% des Kaufpreises zuzüglich 16% Mehrwertsteuer. Vielfach tragen Verkäufer und Käufer jeweils die Hälfte der Courtage.

In einigen Bundesländern ist es allerdings üblich, dass der Käufer die gesamte Maklerprovision übernimmt. So ist es beispielsweise in Berlin, Hamburg und Hessen.

Achtung: Die Mehrwertsteuer kann der Makler nur dann zusätzlich verlangen, wenn er bei Abschluss des Maklervertrags darauf hingewiesen hat, dass die Mehrwertsteuer extra zu zahlen ist.

Wird dagegen die Maklergebühr ohne den Zusatz „plus Mehrwertsteuer“ vereinbart, handelt es sich um eine Bruttoprovision. In diesem Fall ist die Mehrwertsteuer bereits in der Gebühr enthalten und kann nicht mehr zusätzlich vom Makler verlangt werden.

Bei der Maklergebühr handelt es sich nach der gesetzlichen Regelung um eine erfolgsabhängige Provision. Das bedeutet, dass der Anspruch auf die Courtage des Maklers erst dann entsteht, wenn der durch seine Tätigkeit ursächlich vermittelte oder nachgewiesene Hauptvertrag zustande gekommen ist.

Fällig wird die vereinbarte Maklergebühr mit der notariellen Beurkundung des Hauptvertrags. Das ist der Kaufvertrag über das Grundstück. Neben dem Abschluss des Hauptvertrags ist für das Entstehen des Provisionsanspruchs unverzichtbar, dass der Abschluss des Hauptvertrags durch den Nachweis oder die Vermittlung des Maklers ursächlich herbeigeführt wurde.

Der so genannte Nachweismakler informiert Sie als Auftraggeber von der Möglichkeit, ein bestimmtes Grundstück erwerben zu können. Er schickt Ihnen beispielsweise ein entsprechendes Exposé zu.

Darüber hinaus wird er nicht tätig. Kommt dann der notarielle Kaufvertrag infolge dieses Nachweises zustande, steht dem Makler die vereinbarte Gebühr zu.

Die Aufgabe des Vermittlungsmaklers geht darüber hinaus. Er muss für Sie als Auftraggeber mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen und aktiv dafür sorgen, dass ein Kaufvertrag zwischen Ihnen und dem Verkäufer zustande kommt.

Der Vermittlungsauftrag des Maklers verlangt nicht nur, dass er mit Ihnen und dem potenziellen Verkäufer verhandelt, sondern auch, dass er Letzteren dazu bringt, mit Ihnen einen notariellen Kaufvertrag abzuschließen.

Praxis-Tipp: Hatten Sie bereits Kenntnis von dem Grundstück, dass Sie später kaufen, kann der Makler keine Gebühr verlangen. In einem solchen Fall sind Sie jedoch verpflichtet, den Makler unverzüglich zu informieren.

An der Grunderwerbsteuer kommen Sie meist nicht vorbei

Nachdem Sie den Kaufvertrag vor dem Notar unterzeichnet haben, übersendet er eine Ausfertigung an Ihr Finanzamt. Je nach Arbeitsaufkommen kann es einige Zeit dauern, bis Sie den Grunderwerbsteuerbescheid erhalten.

Der Steuersatz beträgt einheitlich 3,5% – unabhängig davon, ob es sich um ein unbebautes Grundstück, ein Haus oder eine Eigentumswohnung handelt. Unerheblich ist auch, ob das Objekt vermietet ist oder selbst genutzt wird.

Praxis-Tipp: Erwarten sie zur selben Zeit beispielsweise eine Einkommensteuererstattung, beantragen Sie beim Finanzamt am besten eine so genannte „Verrechnungsstundung“.

In einem solchen Fall wird das Finanzamt intern Ihr Einkommensteuerguthaben auf die fällige Grunderwerbsteuer umbuchen. Einen etwaigen Differenzbetrag müssen Sie allerdings separat überweisen.

Ausschlaggebend für die Höhe der Grunderwerbsteuer ist immer der Wert der Gegenleistung. Die Finanzverwaltung besteuert somit immer nur den Wert (die „Gegenleistung“), den Sie als Käufer übernommen haben. Zunächst gilt als Gegenleistung der vereinbarte Kaufpreis.

Zusätzlich zählen hierzu aber auch sonstige Leistungen des Erwerbers, wie zum Beispiel die Übernahme von Hypotheken, Grund- oder Rentenschulden.

Beispiel:Sie erwerben eine Eigentumswohnung. Der Kaufpreis beträgt 150.000 Euro und wird vereinbarungsgemäß wie folgt gezahlt: Einen Teilbetrag in Höhe von 100.000 Euro überweisen Sie an den Verkäufer.

Zugleich übernehmen Sie eine Grundschuld in Höhe von 50.000 Euro. Neben dem reinen Kaufpreis von 100.000 Euro gehört auch die übernommene Grundschuld mit zur Gegenleistung. Für die Berechnung der Grunderwerbsteuer geht der Fiskus von 150.000 Euro aus und setzt die Steuer mit 15.250 Euro fest.


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Ebenso erhöht die Übernahme von Wohn- und Nießbrauchrechten, von Vermessungskosten, Umzugskosten und sonstigen Dienstleistungen den Wert der Gegenleistung.

Ebenfalls gehören Nutzungsrechte am Grundstück, die sich der Verkäufer über den Zeitpunkt der Besitzübergabe vorbehalten hat, zur Gegenleistung.

Achtung: Das Gesetz sieht vor, dass Käufer und Verkäufer die Grunderwerbsteuer zu gleichen Teilen schulden. Üblicherweise werden die Kaufverträge aber so abgefasst, dass der Erwerber die Grunderwerbsteuer in voller Höhe selbst zu tragen hat. Erst wenn der Käufer die Grunderwerbsteuer nicht entrichtet, wird sich das Finanzamt an den Verkäufer halten.

Wann Sie von der Grunderwerbsteuer befreit sind

Steuerfrei bleiben insbesondere:

  • Der Erwerb von Grundstücken oder Miteigentumsanteilen, sofern die Gegenleistung 2.500 Euro nicht übersteigt.

  • Grundstückserwerb durch Erbfall oder Vermächtnis und Grundstücksschenkungen.

Beispiel: Bernd Schmidt schenkt seiner langjährigen Lebenspartnerin eine Eigentumswohnung; der Verkehrswert beträgt 55.000 Euro. Dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

Allerdings berechnet der Fiskus jetzt Schenkungsteuer. Der persönliche Freibetrag der Lebenspartnerin beträgt 5.200 Euro. Der Restbetrag in Höhe von 49.800 Euro ist nach der Steuertabelle mit 17% schenkungsteuerpflichtig. Im Beispielfall muss die Lebenspartnerin also 8.466 Euro Schenkungsteuer zahlen.

  • Erwerb eines zum Nachlass gehörenden Grundstücks durch einen Miterben, sofern dies im Rahmen der Erbauseinandersetzung geschieht.

Beispiel: Franz Meier hinterlässt seiner Frau und seinen beiden Kindern Johannes und Julia eine vermietete Eigentumswohnung und einen Handwerksbetrieb. Im Rahmen der Erbauseinandersetzung einigen sich die drei Erben, dass die Tochter die Eigentumswohnung erhält und an ihre Mutter eine lebenslängliche Rente zu zahlen hat.

  • Der Grundstückserwerb durch den Ehegatten des Veräußerers oder des früheren Ehegatten, sofern die Grundstücksübertragung nach der Scheidung zum Zweck der Vermögensauseinandersetzung erfolgt.

Beispiel: Unternehmer Gerd Hansen überträgt seine Eigentumswohnung auf seine Frau. Dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

Weiteres Beispiel: Michael Franke überträgt im Rahmen des Versorgungsausgleichs nach der Scheidung eine Eigentumswohnung auf seine Ex-Ehefrau. Auch dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

  • Grundstückserwerbe durch Verwandte in gerader Linie. Dies gilt auch für deren Ehegatten und Stiefkinder.

Beispiel: Um einen Liquiditätsengpass zu umgehen, verkaufen Sie Ihre Eigentumswohnung an Ihre Tochter. Dieser Vorgang unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer.

  • Grundstückserwerbe im Rahmen einer gesetzlichen Baulandumlegung oder Flurbereinigung. Eine Steuerpflicht entsteht nur dann, wenn ein Wertausgleich gegen Geldzahlung erfolgt. Freiwillige Umlegungen sind stets grunderwerbsteuerpflichtig.

Beispiel: Im Rahmen der Aufstellung eines Bebauungsplanes wird ein Flurbereinigungsverfahren durchgeführt. Durch die Umlegung der einzelnen Grundstücke erhält Landwirt Hannes Mertens als Wertausgleich zusätzlich 50.000 Euro. Hierfür sind 1.750 Euro Grunderwerbsteuer zu zahlen.

Wann ein Wertgutachten Sinn macht – und was es kostet

Bei Erwerb einer Immobilie brauchen Sie für Ihre Investitionsentscheidung zuverlässige Daten und Fakten. Um beispielsweise ein Mehrfamilienhaus oder auch ein Wohn-/Geschäftshaus marktgerecht bewerten zu können, sind Sie immer öfter auf ein Sachverständigen-Gutachten angewiesen.

Gutachter haben erhebliche Ermessensspielräume. Deshalb bestehen zwangsläufig Manipulationsmöglichkeiten, um den Verkehrswert einer Immobilie je nach Interessenlage zu gestalten.

Wenn Sie ein Gutachten in die Hände bekommen, fragen Sie am besten immer nach dem Auftraggeber. Erfahrene Investoren wissen: Ein Verkäufer zahlt gern ein relativ hohes Honorar für Gefälligkeitsgutachten. Das gleiche gilt für den Käufer, jedoch für den Verkehrswert mit umgekehrter Tendenz.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie das Gutachten zunächst, indem Sie zwischen den Zeilen lesen. Finden Sie zum Beispiel Floskeln wie „vermutlich“, „wahrscheinlich“, „in aller Regel“, „oftmals“ oder „nach gutachterlicher Praxis“, dann seien Sie auf der Hut!

Der Gutachter scheint sich nicht sicher zu sein, es sei denn, der Floskel folgt eine überzeugende Begründung. Entdecken Sie in dem Gutachten Begriffe wie „Ertragswertbestimmung“ oder „Verkehrswertbestimmung“ so ist dies ein sicheres Indiz dafür, dass der Gutachter seine Rolle missverstanden hat.

Er hat nicht die Aufgabe, etwas zu bestimmen. Vielmehr soll er allein nach den zur Verfügung stehenden Bewertungsmethoden den Wert der Immobilie ermitteln.

Praxis-Tipp: Sehen Sie sich die Gliederung des Gutachtens an. Stellen Sie fest, mit welcher Intensität sich der Gutachter der Sachwertermittlung widmet und mit welcher der Ertragswertermittlung.

Prüfen Sie außerdem, welchen Wert er seiner abschließenden Verkehrswertermittlung zugrunde legt. Wenn der Gutachter seitenweise Bauzahlen darstellt, Kuben berechnet und sehr detailliert alle möglichen Einzelteile der Liegenschaft einer Bewertung unterzieht, um sich letztlich – meist völlig zu Recht – am Ertragswert zu orientieren, so entspricht dies nicht den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Wertermittlung.

Es geht nämlich in 70% aller Fälle nicht um Daten der Vergangenheit, die auf die Gegenwart hochgerechnet werden, sondern wie hier bei Kapitalanlagen um einen Wert, der die zukünftige Rendite zum Ausdruck bringen soll.

Praxis-Tipp: Verkehrswerte werden tendenziell zu hoch angesetzt. Zum einen, weil der Verkäufer meist als Auftraggeber auftritt, zum anderen, weil das Honorar des Gutachters meistens von der Höhe des ermittelten Verkaufswerts ermittelt wird.

Rechnen Sie bei der Honorarabrechnung nach Schätzwert mit Sätzen von 2 – 3‰ für die Erstellung eines Gutachtens. Wenn Sie ein Gutachten in Auftrag geben, vereinbaren Sie mit dem Gutachter am besten ein Pauschalhonorar.

Die nebenstehende Tabelle nennt die Mindest- und Höchstsätze, die Sachverständige für Ihre Tätigkeit verlangen können. „Schwierigkeiten“, die zu einem höheren Honorar führen können, liegen insbesondere in den folgenden Fällen vor:

  • Der Gutachter muss die erforderlichen Unterlagen (Grundstücks-, Grundbuch- und Katasterunterlagen) selber beschaffen, überarbeiten oder anfertigen

  • Der Gutachter muss die Immobilie vor Ort im Einzelnen aufnehmen

  • Der Gutachter muss die Wohn- oder Nutzflächen- sowie die Rauminhalte berechnen

  • Der Gutachter muss maßstabsgerechte Systemskizzen anfertigen

  • Der Gutachter muss vorhandene Grundriss- und Schnittzeichnungen ergänzen oder korrigieren

  • Unterschiedliche Nutzungsarten auf dem Grundstück

  • Wertermittlungen für Erbbaurechte

  • Wertermittlungen für Gastronomieimmobilien und Hotels

  • Wertermittlungen für Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen

  • Wertermittlungen für mehrere Stichtage

  • Wertermittlungen für Nießbrauchsrechte

  • Wertermittlungen für steuerliche Bewertungen

Durchschnittskosten für ein Verkehrswertgutachten

Verkehrswert der ImmobilieNormalstufeSchwierigkeitsstufe
vonbisvonbis
in Euroin Euroin Euroin Euroin Euro
25.565225291281435
50.000323394384537
75.000437537517733
100.000543664643910
125.0006397807551.062
150.0007258818561.203
175.0007679389121.278
200.0008601.0511.0171.432
225.0009291.1311.0951.544
250.0009771.1931.1571.628
300.0001.0711.3041.2641.779
350.0001.1491.3971.3561.908
400.0001.2071.4791.4252.012
450.0001.2661.5461.4902.104
500.0001.3181.6111.5592.198
750.0001.5631.9121.8472.610
1.000.0001.7762.1802.1042.965
1.250.0001.9812.4172.3363.292
1.500.0002.1642.6442.5483.599
1.750.0002.3572.8772.7803.917
2.000.0002.5103.0622.9564.165
2.250.0002.6713.2493.1504.437
2.500.0002.8563.4873.3824.757
3.000.0003.1523.8493.7245.253
3.500.0003.4504.1944.0795.771
4.000.0003.7294.5694.4106.250
4.500.0004.0825.0274.8376.851
5.000.0004.3485.3145.1487.274
7.500.0005.7066.9736.7629.511
10.000.0007.0718.5558.24211.719
12.500.0008.34010.1809.90313.974
15.000.0009.36911.43310.98015.440
17.500.00010.54712.77612.38617.350
20.000.00011.26813.78813.36818.856
22.500.00012.32815.16314.69220.661
25.000.00013.44316.59316.06822.614
25.564.59413.69216.91416.37723.085

Notar und Grundbuchamt: Diese Kosten dürfen Sie nicht vergessen!

Die Höhe der Notargebühren für die Beurkundung und die Höhe der Eintragungsgebühren des Grundbuchamts richten sich nach dem Kaufpreis.

Bei der Eintragung von Grundpfandrechten (Grundschulden, Hypotheken) ist der Sicherungswert maßgeblich. Die konkrete Höhe der im Einzelfall entstehenden Gebühren ergibt sich jeweils aus der Kostenordnung.

Sie gilt sowohl für die Gebühren des Notars als auch für die Gebühren des Grundbuchamts. Diese Gebühren verlangen Notar und Grundbuchamt:

Gebühren des Notars
Beurkundung eines Kaufvertrags20/10 Gebühr
Getrennte Beurkundung des Kaufvertrags15/10 Gebühr
Beurkundung der Annahme des Angebots5/10 Gebühr
Gesonderte Beurkundung der Auflassung5/10 Gebühr
Beurkundung einer Hypotheken- oder Grundschuldbestellung10/10 Gebühr
Gebühren des Grundbuchamts
Eigentumsumschreibung10/10 Gebühr
Eintragung einer Auflassungsvormerkung5/10 Gebühr
Eintragung von Grundpfandrechten (Grundschuld, Hypothek)10/10 Gebühr
Ausstellung eines Hypotheken- oder Grundschuldbriefs10/10 Gebühr
Löschung einer Auflassungsvormerkung10/10 Gebühr
Beispiel: Sie kaufen eine Eigentumswohnung zum Preis von 100.000 Euro. Den Kaufpreis finanzieren Sie über ein Bankdarlehen, das Sie durch eine Grundschuld absichern. Dann entstehen Ihnen folgende Kosten:
Notarkosten
Beurkundung des Kaufvertrags414,00 Euro
Auflassung (bei gesonderter Beurkundung)103,50 Euro
Bestellung der Grundschuld207,00 Euro
724,50 Euro

Hinzu kommen noch die Nebenkosten für Schreibauslagen und Porto sowie die Mehrwertsteuer.

Grundbuchkosten
Eintragung des Eigentumswechsels207,00 Euro
Eintragung der Auflassungsvormerkung103,50 Euro
Eintragung der Grundschuld207,00 Euro
517,50 Euro

Mit diesen Gebührensätzen rechnen Notare und Grundbuchämter

Kaufpreis (€)1 Gebühr (€)2 Gebühren (€)1/2 Gebühr (€)
100.000207,00414,00103,50
110.000222,00444,00111,00
120.000237,00474,00118,50
130.000252,00504,00126,00
140.000267,00534,00133,50
150.000282,00564,00141,00
160.000297,00594,00148,50
170.000312,00624,00156,00
180.000327,00654,00163,50
190.000342,00684,00171,00
200.000357,00714,00178,50
210.000372,00744,00186,00
220.000387,00774,00193,50
230.000402,00804,00201,00
240.000417,00834,00208,50
250.000432,00864,00216,00
260.000447,00894,00223,50
270.000462,00924,00231,00
280.000477,00954,00238,50
290.000492,00984,00246,00
300.000507,001.014,00253,50
310.000522,001.044,00261,00
320.000537,001.074,00268,50
330.000552,001.104,00276,00
340.000567,001.134,00283,50
350.000582,001.164,00291,00
360.000597,001.194,00298,50
370.000612,001.224,00306,00
380.000627,001.254,00313,50
390.000642,001.284,00321,00
400.000657,001.314,00328,50
410.000672,001.344,00336,00
420.000687,001.347,00343,50
430.000702,001.404,00351,00
440.000717,001.434,00358,50
450.000732,001.464,00366,00
460.000747,001.494,00373,50
470.000762,001.524,00381,00
480.000777,001.554,00388,50

So sparen Sie Notarkosten

Geld sparen können Sie beispielsweise, wenn der Verkäufer im Kaufvertrag gleichzeitig die bislang im Grundbuch eingetragenen Belastungen, die Sie nicht übernehmen wollen, löschen lässt.

Beispiel: Im Grundbuch ist noch eine Grundschuld eingetragen, die der Verkäufer einst benötigt hat, als er sein Objekt gekauft hat. Bestehen Sie darauf, dass der Kaufvertrag in einem solchen Fall zum Beispiel folgende Regelung enthält: „Der Verkäufer beantragt bereits jetzt die Löschung der in Abteilung … eingetragenen Belastungen im Grundbuch.“

Bei einer solchen Regelung fällt keine gesonderte Löschungsgebühr an. Allerdings muss die eingetragene Löschungsbewilligung beispielsweise der Bank, die einst das Darlehen zur Verfügung gestellt hat, ebenfalls notariell beglaubigt werden.

Dafür wiederum entstehen Notargebühren. Zusätzlich berechnet auch das Grundbuchamt Kosten für die Löschung von Altbelastungen. Diese Kosten tragen aber nicht Sie als Käufer, sondern der Verkäufer. Denn er hat Ihnen das Grundstück in der Regel lastenfrei zu liefern.

Achten Sie deshalb darauf, dass der notarielle Kaufvertrag in dem Passus über die Verteilung der Kosten zusätzlich folgende Regelung enthält: Die Kosten der Lastenfreistellung werden vom Verkäufer getragen.

Wenn Sie diese Tipps beachten, können Sie Ihren Kapitalbedarf realistisch berechnen: Somit sind Sie vor Überraschungen sicher.

18. Oktober 2002

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.