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Kapitaldeckungsverfahren: Vorteile und Nachteile

Anders als bei den deutschen Renten wird bei vielen Versicherungen auf das Kapitaldeckungsverfahren zurück gegriffen, mit entsprechenden Vorteilen und Nachteilen.

Das Kapitaldeckungsverfahren bezeichnet ein Kalkulations- und Finanzierungsverfahren, bei dem die Sparanteile eines jeden Versicherten am Kapitalmarkt angelegt werden. Diese werden dann für ein Deckungskapital genutzt, aus dem die späteren Leistungen des einzelnen Sparers gezahlt werden.

Vorteile und Nachteile einer Mischform

Dabei gilt das Kapitaldeckungsverfahren als Mischform aus Anwartschaftsdeckung und dem Umlageverfahren. Bei der Antwartschaftsdeckung wird das Deckungsverfahren aus verschiedenen mathematischen Formel berechnet.

Heirbei kommen unter anderem die Sterbewahrscheinlichkeit und die erwartete Kapitalverzinsung zum Tragen. Um nun die entsprechende Kapitaldeckung zu erreichen, wird die notwendige Beitragshöhe vom Versicherten eingefordert. Diese Beiträge werden dann auf dem Kapitalmarkt angelegt.


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Das Umlageverfahren wird aktuell beispielsweise für die deutsche Rente genutzt. Hierbei zahlen die Arbeitnehmer ihre Beiträge ein, die jedoch nicht für sie angespart, sondern direkt an einen anderen Rentner ausgezahlt werden.

Die aktuelle Rentner-Generation lebt also von den momentanen Beitragszahlern. Das Kapitaldeckungsverfahren ist nun eine Mischform dieser beiden Verfahren. Hierbei sammeln alle Beitragszahler gemeinsam das Deckungskapital für ihre eigene Generation an, jeder nach den Leistungen, die er später erhalten möchte.

Vorteile des Kapitaldeckungsverfahrens

Einer der Vorteile des Kapitaldeckungsverfahren ist es, dass jeder Versicherte die ihm zustehende Leistung erhält. Eine Person, die hohe Beiträge einzahlt, wird diese später auch zurück bekommen.

Der Versicherter ist durch dieses Verfahren außerdem nicht davon abhängig, dass die kommende Generation seine Auszahlungen finanziert. Dies erledigt er durch seine eigenen Einzahlungen bereits früher.

Da die Beiträge dieser Versicherungen meist bereits von Beginn an sehr hoch angesetzt werden, können spätere Beitragserhöhungen vermieden werden, selbst wenn ein Versicherter lange lebt und somit längere Auszahlungen benötigt.

Nachteile des Kapitaldeckungsverfahrens

Gleichzeitig gilt jedoch als einer der Nachteile des Kapitaldeckungsverfahrens, dass die Beiträge erst einmal zusammen gespart werden müssen. Im Umlageverfahren ist dies nur in abgeschwächter Form der Fall.

Zwar muss auch hier über einen längeren Zeitraum Geld eingezahlt werden, dieses muss jedoch nicht unbedingt den eigenen Bedarf abdecken.

Beim Kapitaldeckungsverfahren muss der Versicherte hingegen schon während der Einzahlungen bestimmen, welche Leistungen er später erhalten möchte. Diese muss er dann während der Ansparphase selber finanzieren.

Langer Zeitraum = hohe Rendite

Daher gelten für solche Verträge meist sehr lange Zeiträume von 30 bis 40 Jahren. Die Rendite des Kapitaldeckungsverfahrens ist auf der anderen Seite jedoch auch meist deutlich höher als die eines normalen Umlageverfahrens.

Im Zweifel hilft daher nur eine genaue Überlegung, welches Konzept besser zu der von ihnen gewünschten Vorsorge passt.

17. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.