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Kapitalertragsteuer: Wann sie fällig ist

Die Kapitalertragsteuer muss für fast alle Kapitalgeschäfte gezahlt werden. Um die Fälligkeit der Steuer müssen sich Anleger meist keine Sorgen machen. Schon 1993 gab es eine erste Kapitalertragsteuer in Deutschland. 2008 wurde dann das sogenannte Unternehmenssteuerreformgesetz beschlossen.

In diesem Gesetz wurde festgelegt, dass ab dem 1. Januar 2009 die Kapitalertragsteuer direkt von Banken und anderen Finanzinstituten einbehalten wird. Anschließend wird die Steuer an das Finanzamt überwiesen. Die Kapitalertragsteuer wurde also zur Abgeltungssteuer.

Kapitalertragsteuer: Fälligkeit

Die Kapitalertragsteuer wird bis zum 10. des Folgemonats fällig und muss dann an das Finanzamt überwiesen werden. Diese Aufgabe wird allerdings meist von den Banken oder sonstigen Finanzinstitutionen erledigt. Daher müssen sich Anleger darüber keine Sorgen machen.

Die Fälligkeit der Kapitalertragsteuer muss für alle Kapitalgeschäftseinkünfte beachtet werden. Auch wenn Aktien mit Gewinn verkauft werden, ist der Betrag steuerpflichtig. Er kann jedoch mit den Verlusten, die aus anderen Aktiengeschäften stammen, verrechnet werden. Diese Gewinne und Verluste müssen allerdings im gleichen Jahr entstanden sein.

Nehmen wir an, ein Anleger hat einige Aktien gekauft. Diese Aktien bewahrt er dann in einem Depot bei einer Bank auf. Einmal im Jahr bekommt er in der Regel eine Dividende ausgezahlt.

Wenn er mit dieser Dividende schon die Höhe des Freistellungsbetrages erreicht hat, wird die fällige Kapitalertragsteuer von der Bank direkt an das Finanzamt überwiesen. Wenn der Anleger hingegen den Freistellungsbetrag nicht erreicht haben sollte, kann er sich die zu viel gezahlten Steuern mit der Einkommensteuererklärung zurückholen.

Allerdings können nicht überall Freistellungbeträge angegeben  werden, denn manche Finanzinstitute werden nicht als Banken angesehen – bei diesen greift die Regelung also nicht. Wenn man sich für ein Finanzinstitut entscheidet, sollte man also besser vorher herausfinden, ob Freistellungsbeträge erstellt werden können oder nicht.

Für die Finanzierung von bestimmten Projekten geben einige Unternehmen allerdings sogenannte Genussscheine heraus. Für diese Scheine werden regelmäßig Zinsen gezahlt. Für diese Zinsen reichen die Unternehmen ebenfalls die Kapital- oder auch Abgeltungssteuer an das Finanzamt weiter.

Berechnung der Kapitalertragsteuer

Die Kapitalertragsteuer beträgt grundsätzlich 25 %. Hinzu kommen jedoch noch der Solidaritätszuschlag von 5,5 % und eventuell die Kirchensteuer. Diese Steuern werden genau wie die Kapitalertragsteuer direkt vom Finanzinstitut einbehalten und an das Finanzamt überwiesen.

Personen, deren persönlicher Steuersatz unter 25 % liegt, können mithilfe der Einkommensteuererklärung zu viel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurückfordern.

In diesem Fall gilt dann nicht mehr der einheitliche Steuersatz von 25 %, sondern der persönliche Einkommensteuersatz. Schon im Voraus können die Betroffenen einen Freistellungsauftrag bei ihrer Bank abgeben.

Momentan liegt das dazu erforderliche Höchsteinkommen bei 801 € (für Alleinstehende) und bei 1.602 € (für Paare). Hier werden Zinsen und andere Kapitalerträge solange nicht versteuert, bis die Höhe des Freistellungsauftrages erreicht ist.

24. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.