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Die Kapitalertragsteuer einfach zurückfordern

Die Kapitalertragsteuer fällt für alle Erträge aus Kapitalgeschäften an. Dass es eine einheitliche Kapitalertragsteuer gibt, ist für die meisten Menschen in Deutschland von Vorteil.

Es gibt jedoch auch einige Steuerzahler, deren persönlicher Steuersatz geringer als der einheitliche Steuersatz wäre. Für diese gibt es die Möglichkeit, sich von der Steuer befreien zu lassen oder die zu viel gezahlten Steuern am Ende des Jahres zurückzufordern.

Abgeltungssteuer und Kapitalertragsteuer

Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungssteuer in Deutschland. Sie ist im Grunde eine einheitliche Kapitalertragsteuer. Bis 2009 wurden die Kapitalerträge noch durch den persönlichen Steuersatz besteuert. Dazu musste am Ende des Jahres eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden. Mit dieser konnte der persönliche Steuersatz berechnet werden.

Seit 2009 gilt allerdings eine einheitliche Abgeltungssteuer von 25%. Hinzu kommen jedoch noch der Solidaritätszuschlag von etwa 5,5% und evtl.die Kirchensteuer. Die Steuer wurde also vermindert. Bis Ende 2008 galt noch ein variabler Steuersatz, der bis zu 45% betragen konnte.

Für diejenigen Steuerzahler, deren persönlicher Steuersatz unter 25% liegen würde, ist die neue Regelung eher schlecht. Deshalb können die Betroffenen die Kapitalertragsteuer zurückfordern.

Befreiung von der Abgeltungssteuer bzw. Kapitalertragsteuer

Befreit von der Abgeltungssteuer sind Personen, deren Kapitaleinkommen bis zu 801 € (bei alleinstehenden Personen) bzw. bis zu 1.602 € (bei verheirateten Personen) beträgt. Hierbei können die Gewinne und Verluste, die beim Handeln mit Fonds, Aktien und dergleichen entstehen, miteinander verrechnet werden.

Dazu ein Beispiel: Ein verheiratetes Paar besitzt einige Investmentfonds. Sie machen damit einen Gewinn von 2.000 €. Die Aktiengeschäfte laufen jedoch nicht so gut. Mit den Aktien machen sie daher einen Verlust von 400 €. Es bleibt ein Gesamtgewinn von 1.600 €.

Das Paar hat also noch nicht die Freibetragsgrenze erreicht und kann somit von der Abgeltungssteuer befreit werden. Um diese Steuer nicht entrichten zu müssen, wird ein Freistellungsauftrag benötigt. Dieser muss dann vom Sparer bei seiner Bank eingereicht werden. Sollte der Freistellungsauftrag zu spät oder gar nicht abgegeben worden sein, wird zunächst der gesamte Abgeltungssteuerbetrag abgezogen.

Abgeltungssteuer bzw. Kapitalertragsteuer zurückfordern

Aber auch wenn die Abgeltungssteuer bereits abgezogen wurde, kann man sie nachträglich vom Finanzamt zurückfordern. Dazu muss in der Steuererklärung die Anlage KAP (Einkünfte aus Kapitalvermögen)herangezogen werden. Dort trägt man dann die einbehaltenden Steuerbeträge sowie den Soli ein. Am wichtigsten sind hierbei aber die Zins- und Steuerbescheinigungen.

Normalerweise erhält man diese als Ausdrucke am Bankschalter. Mit diesen Nachweisen kann man außerdem die einbehaltenen Steuerbeträge überblicken. Die zu viel gezahlten Abgeltungssteuerbeträge bekommt man dann mit dem Steuerbescheid zurück.

23. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.