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Kapital-Lebensversicherung: Umstrittene Ergänzung der Altersvorsorge

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der betrieblichen Altersvorsorge wird die Kapital-Lebensversicherung (KLV) von den meisten Bundesbürgern immer noch als „dritte Säule“ der Altersvorsorge betrachtet.

Und das, obwohl die Steuerbefreiung für nach Ablauf von zwölf Jahren ausbezahlte Zinsen auf Sparanteile neuerdings nur noch für solche Verträge gilt, bei denen der Todesausfallschutz mindestens 60% der gezahlten Beiträge ausmacht.

Gleichzeitig ist diese Art der privaten Vorsorge nicht unumstritten, denn ein Unsicherheitsfaktor bleibt während der gesamten Laufzeit vorhanden: die Frage, wie viel Sie als Versicherter bei Erleben des Vertragsendes letztendlich erhalten, beziehungsweise wie hoch für Sie die Rendite der gesamten Anlage ausfällt. So nutzen Sie die Kapital-Lebensversicherung als Altersvorsorge optimal.

Welche Ziele sich durch eine Kapital-Lebensversicherung erreichen lassen

Jede Kapitalanlage und jede Art der Altersvorsorge sind so individuell wie der Anleger selbst. Seine persönlichen Daten, seine Ziele und seine finanziellen Wünsche müssen im Mittelpunkt der Anlageplanung stehen, nicht das Interesse des Versicherungsvertreters, unbedingt eine hohe Provision durch den Verkauf einer KLV zu erzielen.

Also müssen Sie sich bei Abschuss fragen: Wie steht es um Sicherheit, Rendite, Liquidität und Steuerminderung der Kapital-Lebensversicherung?

Sicherheit, Rendite, Liquidität und Steuerminderung bei der Kapital-Lebensversicherung

Sicherheit: Sie ist insofern vorhanden, als das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen über die Lebensversicherer wacht und dafür sorgt, dass im Todesfall die Versicherungssumme und im Erlebensfall die Mindestsumme ausbezahlt wird. Über die rechtlichen Änderungen innerhalb der Europäischen Union und damit verbundene Unsicherheiten informieren wir Sie in einem späteren Beitrag.

Rendite: Hohe Sicherheiten und entsprechend niedrigere Renditen gehen bei allen Anlageformen Hand in Hand. Vergangenheitsbezogene Renditen zwischen 5 und 7% lassen sich nicht verallgemeinern. Je höher das Eintrittsalter, um so höher ist auch der Risikoanteil, und um so niedriger ist letztendlich die erzielte Rendite.

Auch die Zinsentwicklung während der Laufzeit nimmt Einfluss auf den Erfolg der Versicherungsgesellschaft und damit auf die Gesamtrendite. Grundsätzlich lässt sich daher nicht beweisen, dass Verträge mit langen Laufzeiten unter dem Strich besser abschneiden. Wir werden Ihnen einige Tabellen an die Hand geben, mit denen sich die Rendite recht einfach ermitteln lässt.


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Verfügbarkeit (Liquidität): Wer nach Abschluss einer KLV innerhalb der 12 Jahre Mindestlaufzeit an sein Geld kommen will, macht immer Verluste. Der später erklärte „Rückkaufswert“ der Versicherung kann in den ersten Jahren sogar unter den eingezahlten Beiträgen liegen, das heißt, Einbußen sind vorprogrammiert, wenn der Versicherungskunde es sich anders überlegt.

Deshalb: Prüfen Sie vor dem Abschluss, ob persönliche Ziele und Inhalt der Versicherung übereinstimmen !

Steuerminderung: Das größte Plus der KLV: Es gibt eine steuerfreie Überschussbeteiligung bei einer Mindestvertragsdauer von 12 Jahren, sofern für den Todesausfallschutz mindestens 60% der gezahlten Beiträge aufgewendet werden. Bei der Einkommensteuer können die Beiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Darüber hinaus können sich steuerliche Vorteile beim Abschluss einer Direktversicherung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergeben.

Fazit: Kapital-Lebensversicherung optimal nutzen

Mit Hilfe der Kapital-Lebensversicherung lässt sich durchaus ein Teil der Altersversorgung bestreiten, wenn die steuerlichen Möglichkeiten ausgenutzt und zur Optimierung der Rendite ausgeschöpft werden.

Argumente der Gegner einer KLV:

  • Sie ist unrentabel. Die Vergangenheitsrenditen liegen zum großen Teil bei 5%. Alternative Anlagen am Kapitalmarkt sind rentabler.
  • Spar und Versicherungsvorgang werden so vermengt, dass dem Kunden verschleiert wird, welcher Anteil seines Beitrages der Risikovorsorge und welcher dem Sparvorgang dient.
  • Sie ist unflexibel, nur mit Verlusten kündbar, und die Rückkaufswerte sind grundsätzlich zu niedrig.
  • Die Abschlußprovisionen sind zu hoch, deshalb wird gerne am Bedarf vorbei verkauft. Persönliche Wünsche des Kunden werden den Verkaufswünschen des Vertreters untergeordnet.

Argumente der Versicherungsbranche, die für eine KLV sprechen:

  • Sie bietet unschlagbare steuerliche Vorteile, da die Erträge unbegrenzt steuerfrei bleiben, wenn die Mindestlaufzeit von 12 Jahren und die 60%Regelung eingehalten werden.
  • Die KLV bietet eine angemessene Rendite im Erlebensfall und die höchste Rendite im Todesfall.
  • Die Versicherungssumme wird auch dann in voller Höhe fällig, wenn der Versicherungsfall kurz nach Versicherungsbeginn eintritt.
  • Die KapitalLebensversicherung kann aufgrund des langfristigen Sparvorgangs und ihrer hohen Sicherheit die Versorgungslücke aus der gesetzlichen Rentenversicherung schließen.

19. Oktober 1995

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Karl-Heinz Bilitza
Von: Karl-Heinz Bilitza. Über den Autor

Karl-Heinz Bilitza übt eine Lehrtätigkeit in Karlsruhe aus und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und Bücher zu den Themen Geld, Gold und Börse. Bilitza hält außerdem Vorträge und Seminare über Kapitalanlagen und Anlageplanung.