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Guter Rat ist teuer: So werden Sie erfolgreich als Finanzberater

Als Finanzberater steht man Kapitalanlegern mit finanziellem Rat zur Seite. Dies entspricht am ehesten dem Bild, das sich die Öffentlichkeit von Finanzexperten macht. Wenn man von Vorurteilen, die seit der Krise von 2008 kursieren, einmal ganz absieht.

Hinter der Bezeichnung „Finanzberater“ steckt ein breites Spektrum an Tätigkeiten und Berufen. Es kommt daher öfter vor, dass man Berater auch „Broker“ nennt, obwohl das falsch wäre, da sie nicht selbst mit Wertpapieren handeln.

Wo und wie Finanzberater arbeiten

Finanzberater sind, nicht so wie viele andere in der Branche, meistens außerhalb der großen Welt-Finanzzentren aktiv. Daher ist dieses Berufsbild besonders interessant für diejenigen, die nicht in einer Metropole wie London oder New York leben wollen oder können.

Da sie sehr viel Kundenkontakt haben, müssen Finanzberater für ihre Kunden auch leicht zugänglich und gut erreichbar sein. Das bedeutet, dass die meisten Beraterfirmen sowohl in Groß- als auch in Kleinstädten ihre Geschäftsstellen haben.

Manche Firmen erlauben ihren Angestellten auch Telearbeit von Zuhause aus.

Es besteht also die Möglichkeit, an Orten zu leben und zu arbeiten, die normalerweise gar nicht mit Finanzen assoziiert werden.

Die gängigsten Arbeitgeber für Finanzberater sind einerseits große Maklerfirmen und andererseits kleinere, unabhängige Anlageberater. Sogenannte „Discount-Brokerage“ Firmen, die weniger umfangreiche Services zu günstigeren Preisen anbieten, stehen ebenfalls hoch in Kurs.

Eine weitere Anlaufstelle sind Private-Banking-Firmen, die ihren Kunden eine persönliche Intensivbetreuung in Vermögensfragen anbieten. Sowohl die großen als auch die kleinen Unternehmen haben ihre Vor- und Nachteile. Was für Sie die beste Karriere-Alternative als Finanzberater ist, kommt ganz auf Ihre Persönlichkeit an.


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So wie die meisten Angestellten der Finanzbranche brauchen auch Finanzberater mindestens einen Bachelorabschluss. Obwohl manche auch ihren Master gemacht haben, ist er hier nicht so dringend nötig wie in anderen finanzorientierten Berufen.

Karriere in der Finanzwelt: Finanzberater bei Investmentbanken

Die Stellen als Finanzberater bei Investmentbanken bzw. “Börsenmakler” werden normalerweise von großen Investmentbanken wie z.B. der Deutschen Bank, JP Morgan oder Goldman Sachs angeboten.

Auch bei großen Maklerfirmen wie Charles Schwab, Edward Jones oder Raymond James sind Finanzberater willkommen. Bei diesen Großkonzernen fängt man normalerweise ganz unten an und macht ein intensives Grundlagen-Training mit, in dem man lernt, wie das Geschäft im Allgemeinen und die Firma im Besonderen läuft.

Nach dieser “Grundausbildung“ würde man anfangen, für eine etablierte Maklerfirma zu arbeiten, bevor man sich schließlich seinen eigenen Kundenstamm und Bestand aufbaut.

Anfangs ist die selbstständige Arbeit schwer und man muss sich darauf einstellen, auch viel Kaltakquise zu machen. Deshalb müssen erfolgreiche Broker Ablehnung gut wegstecken können. Der Verschleiß von frischgebackenen Börsenmaklern ist sehr hoch, da die Arbeitsbelastung sehr hoch ist und es sehr schwierig ist, sich zu etablieren.

Doch sobald man sich einmal eine gewisse Stellung erarbeitet hat, kann man als Finanzberater einen recht komfortablen Lebensstil führen.

Dazu kommt, dass es sehr befriedigend ist, seinen Kunden dabei zu helfen, die jeweiligen finanziellen Ziele zu erreichen

Karriereschub dank Titel: „Certified Financial Planner“

Seit 1997 gibt es auch in Deutschland den Titel des „Certified Financial Planner“, der vom Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland e.V. in Frankfurt angeboten wird.

Dieses Zertifikat ist für Finanzdienstleister und Banker der Aufstieg in die „Königsklasse“ und verspricht einen Karriereschub. Bedingungen für den CFP-Titel sind nicht nur das erfolgreiche Bestehen einer Zentralprüfung, die zweimal im Jahr in Frankfurt stattfindet, sondern auch Berufserfahrung und die Einhaltung ethischer Standards im Beruf.

Während die meisten Berater für große Konzerne arbeiten, nutzen viele „Certified Financial Planner“ ihren Titel als Markenzeichen aus und arbeiten entweder allein oder mit Geschäftspartner als unabhängige Finanzdienstleister.

Dieser Job ist wahrscheinlich attraktiver für alle, die viel Unternehmergeist haben oder die gerne in kleineren Büros mit relativ familiärer Atmosphäre arbeiten. Einmal etabliert, ist die Rolle eines „Certified Financial Planner“ doch ähnlich wie die eines Finanzberaters bei einer großen Firma:

Man betreut die Finanzen seiner Kunden und hilft ihnen dabei, festgelegte Ziele zu erreichen. Der wesentliche Unterschied ist hier, dass CFPs die langfristige finanzielle Planung weit besser im Blick haben, da sie sich nicht nur mit Investments, sondern auch mit steuerlicher Planung, Grundstücksverwaltung und ähnlichen Themen beschäftigen.

Finanzberater bei Privatbanken: Guter Rat ist teuer

Privatbanken haben sich auf das „Private Banking“ spezialisiert, ein Zweig der Finanzdienstleistung, in dem man extrem reiche Kunden betreut. Bei vielen Privatbanken beträgt das Mindestguthaben auf einem Konto mehrere Millionen Euro/Dollar und es kann durchaus sehr viel höher angesetzt sein.

Anders als bei anderen Beratertätigkeiten haben hier die meisten Kunden schon großen Reichtum angehäuft und man konzentriert sich hauptsächlich darauf, diesen Reichtum zu bewahren. Steuerliche Planung und komplizierte finanzielle Strategien spielen bei Kunden mit hohem Eigenkapital eine weit größere Rolle als bei normalen Privatkunden.

In manchen Fällen muss man bei Privatbanken auch ungewöhnliche Wünsche erfüllen und dem Kunden zum Beispiel dabei helfen, seine Kunstsammlung zu verwalten oder einen Hausverwalter für die zahlreichen Anwesen des Kunden suchen.

Finanzberater bei Privatbanken sind vor allem im asiatischen Raum oder in anderen Schwellenländern gefragt, wo die Schicht der besonders Vermögenden sehr schnell anwächst.

Fazit: Ein Job mit moralischem Bonus

In der Finanzberatung ist der Wettbewerb nicht ganz so stark ausgeprägt wie in anderen Berufsbildern, sodass man hier die Flexibilität hat, an verschiedenen Orten zu arbeiten. Bevor man sich in diese Karriere stürzt, sollte man allerdings sichergehen, dass man die nötige Charakterfestigkeit und soziale Kompetenz mitbringt, um die schwierige Anfangsphase zu überstehen.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird sich die Karriere als Finanzberater nicht nur finanziell lohnen, sondern auch persönlich befriedigend sein, wenn zufriedene Kunden ihre Ziele erreicht haben.

5. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.