MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Kartensperrung: Keine Haftung, wenn PIN bei der Karte war

Für Abbuchungen und Abhebungen nach dem Diebstahl einer EC-Karte haftet normalerweise die Bank, sobald Sie per Telefon den Verlust angezeigt haben.

Das gilt jedoch nicht immer, so das Oberlandesgericht Frankfurt (AZ: 16 U 70/05). Es gelte nur in Fällen, in denen den rechtmäßigen Eigentümer der EC-Karte kein Verschulden treffe.

Angebot von GeVestor nutzen: Mit unserem Kreditvergleichsrechner direkt den günstigsten Kredit ermitteln. Einfach Summe und Laufzeit eingeben – fertig. Gleich testen.

Kartensperrung: der konkrete Fall

Im verhandelten Fall ging es um den Diebstahl einer Geldbörse, in dem die EC-Karte zusammen mit der PIN-Nummer aufbewahrt wurde.

Die Diebe nahmen innerhalb von kürzester Zeit 20 Abhebungen vor, bevor die Sperrung weitere Abhebungen verhinderte. Für diese 20 Abhebungen hafte die Bank jedoch nicht, stellten die Richter klar.

Denn mit der gemeinsamen Aufbewahrung von EC-Karte und PIN treffe den Kunden ein gewisses Verschulden.

Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Sperrung vergleichsweise lange dauerte. In einem derartigen Fall gebe das nachlässige Verhalten des Karteninhabers den Ausschlag und nicht das etwaige Mitverschulden der Bank.

Kartensperrung: Sie müssen Missbrauch verhindern

Dieses Urteil zeigt einmal wieder: Als Bankkunde sind Sie selbst in der Pflicht, Missbrauch zu verhindern.

Zumindest solche elementaren Grundregeln, die PIN-Nummer nicht gemeinsam mit der EC-Karte aufzubewahren, sollten Sie beachten, um nach einem Missbrauch nicht das Nachsehen zu haben.

So reagieren Sie nach dem Kartenverlust

Bei Diebstahl oder Verlust Ihrer EC- oder Kreditkarte müssen Sie sofort reagieren und Ihre Karte sperren lassen, damit sie vor Missbrauch geschützt sind.

Dafür gibt es die Notrufnummer 116116, bei der Sie jederzeit im Inland Ihre Karte sperren lassen können. Dieser Service ist am 1. Juli endlich in Betrieb gegangen.

Der Sperr-Notruf ist täglich 24 Stunden erreichbar und innerhalb von Deutschland gebührenfrei. Sie können diesen Service auch in Anspruch nehmen, wenn Sie sich im Ausland befinden, jedoch ist dieser Anruf dann für Sie gebührenpflichtig.

Sie müssen dann einfach die Landeskennung von Deutschland davor wählen: +49 116116.

116116 hat Insolvenz angemeldet, was jetzt?

Wie lange dieser Service allerdings noch Bestand haben wird, ist ungewiss: Der Betreiber hat jüngst Insolvenz angemeldet. Vorläufig soll die neu eingeführte Nummer 116116 aber noch weiter betrieben werden.

Da diese Nummer aus dem Ausland ohnehin noch kaum erreichbar ist, wird noch eine zweite Rufnummer +49 30 40504050 angeboten. Sie müssen sich dafür nicht vorher anmelden oder registrieren.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Wenn Sie diese Notfall-Nummer anrufen, ermittelt ein Call-Center-Mitarbeiter die zu sperrenden Karten und die jeweils zuständigen Kartenherausgeber.

Danach werden Sie automatisch mit den Ansprechpartnern der Sperrdienste der Kreditinstitute verbunden und können dort Ihre Karte sperren lassen.

Weitere Karten-Notrufnummern

Ganz aktuell gibt es jetzt noch eine weitere Karten-Notrufnummer, die von der CPP GmbH Card Protection Plan in Regensburg, einem deutschen Tochterunternehmen der britischen CPP Group plc. angeboten wird. Dort wählen Sie im Notfall die Nummer 0180-KARTEWEG.

Dies ist eine so genannte „Vanity-Nummer“, hinter der sich die eigentliche Rufnummer 0180 52783934 verbirgt.

Diese Notrufnummer ist im Gegensatz zur 116116-Nummer gebührenpflichtig und  wird mit 12 Cent je Minute im 60-Sekunden-Takt abgerechnet.

Außerdem fordert das Unternehmen einen Jahresbeitrag von 20 Euro. Dafür übernimmt das Unternehmen für den Geschädigten die Sperrung aller Karten aus einer Hand.

Das machen Sie bei einer Kartensperrung

Jeder kann von Diebstahl oder Verlust einer EC- oder Kreditkarte betroffen sein. Das geht manchmal schneller als man denkt. Deshalb sollten Sie sich sofort schützen und Ihre Karte schnellstmöglich sperren lassen.

Notieren Sie sich die Karten-Notrufnummer am besten einmal zu Hause und nehmen Sie sich auch für unterwegs einen Zettel mit diesen Nummer mit.

Überlegen sollten Sie sich allerdings, ob Sie den doch sehr teuren Service der CPP GmbH in Anspruch nehmen möchten.

Immerhin zahlen Sie eine Jahresgebühr und noch einmal für den Anruf der Kartensperrung selbst. In der Regel ist es da besser, Sie wählen die gebührenfreie zentrale Sperr-Notrufnummer.

Allerdings ist hier einschränkend hinzuzufügen, dass noch nicht alle Banken an dem Sperr-Notruf-Service teilnehmen.

Die folgende Auflistung der teilnehmenden Banken verschafft Ihnen einen Überblick, ob Ihre Bank dabei ist.

Wenn nicht, dann sollten Sie auf jeden Fall bei Ihrer Bank die Sperr-Notrufnummer erfragen und sich die individuelle Nummer notieren.

Diese Karten können Sie aktuell über den zentralen Sperr-Notruf 116116 sperren lassen:

  • American Express (Kreditkarten)
  • arvato direct services – Bertelsmann AG (Mitarbeiterausweise)
  • Ärzte- und Apothekerbank (EC-Karten)
  • Bosch Communication Center (Mitarbeiterausweise)
  • BW Bank (BW-BankCard, EC-Karten, MasterCard, VISA)
  • DKB – Deutsche Kreditbank AG (EC-Karten, MasterCard, VISA)
  • EURO Kartensysteme GmbH (Kreditkarten)
  • Landesbanken der Sparkassen-Finanzgruppe (EC-Karten, MasterCard, VISA)
  • NetBank AG (EC-Karten, MasterCard, VISA)
  • Pax Bank (EC-Karten)
  • PSD Banken (EC-Karten)
  • Sparda Banken (EC-Karten, MasterCard, VISA)
  • Sparkassen-Finanzgruppe (S-CARD, EC-Karten, MasterCard, VISA)
  • Volksbanken Raiffeisenbanken (EC-Karten)

Aber aufgepasst: Die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die HypoVereinsbank und die Commerbank haben sich diesem System bisher noch nicht angeschlossen.

3. August 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.