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Kassakurs bei Aktien ist ein Auslaufmodell

Anleger, die Wertpapiere handeln, stoßen manchmal noch auf den Begriff Kassakurs. Der Kassakurs – auch „Einheitskurs“ genannt – ist ein Relikt aus vergangenen Tagen. Zwar gibt es den Kassakurs bei Aktien noch, dieser spielt heute aber kaum noch eine Rolle.

Der Kassakurs war in den 1990er Jahren eine große Hilfe, wenn eine Kursfeststellung mangels Liquidität nicht fortlaufend möglich war. Dann wurden die entsprechenden Orders gesammelt und einmal pro Tag gegen mittags zum Durchschnittspreis abgerechnet.

Dies war insbesondere dann der Fall, wenn Wertpapieraufträge mit geringer oder ungerader Stückzahl aufgegeben wurden. Orderte der Kunde beispielweise 18 Aktien der XY AG, wurde diese Order in Zeiten des Parketthandels zum Kassakurs abgerechnet. Heute stellt dies kein Problem mehr dar, weil moderne Handelssysteme die Oberhand gewonnen haben und selbst mit Order-Stückzahlen von 1 bis 2 Aktien umgehen können. Folgerichtig wurde die Mindeststückzahl bei nahezu allen Aktienorders auf 1 gesenkt.


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Kassakurs bei Aktien – was zu beachten ist

Nur wenn der Kunde explizit wünscht, dass seine Order zum Kassakurs abgerechnet wird, erfolgt die Ausführung im Kassa-Handel. Werden keine Angaben gemacht, wird die Order automatisch im variablen Handel ausgeführt. Bei vielen Wertpapieren wird die Abrechnung zum Kassa-Kurs inzwischen gar nicht mehr angeboten. Das heißt, in der Praxis haben Anleger in der Order-Maske des Online-Brokers diese Auswahl nicht mehr.

Zwar kann es vereinzelt vorkommen, dass Aktien nicht zum variablen Handel zugelassen sind, dies ist aber nur selten der Fall. Auch bei Wertpapiere, die kein oder nur ein geringes Handelsvolumen aufweisen, kommt manchmal noch der Kassakurs zur Anwendung.

Variabler Handel ist heute Standard

Dem variablen Handel kommt heute die größte Bedeutung zu. Nahezu der gesamte Börsenhandel findet heute über den variablen Handel statt. Dabei haben Anleger die Wahl zwischen Kassa oder variablem Handel. Im Gegensatz zum Kassakurs bei Aktien, werden beim variablen Handel die Kurse über den gesamten Handelstag fortlaufend ermittelt. Der erste Kurs am Handelstag wird als Eröffnungskurs, der letzte Kurs als Schlusskurs bezeichnet.

Die Kurse orientieren sich an den eingehenden Kauf- und Verkaufsaufträgen. Bei stark gehandelten Werten wie etwa bei der BMW-Aktie kann es vorkommen, dass im Xetra-Handel an einem Tag über 10.000 Kurse gestellt werden, zu denen gehandelt wird.

Börseneinsteiger fahren mit Limit-Zusätzen am besten

Privatanleger sind daher im variablen Handel gut aufgehoben. Bei ausländischen und kleinen deutschen Werten, die kein oder nur ein geringes Handelsvolumen aufweisen, sollten Anleger ihren Auftrag jedoch stets mit einem Kauf- bzw. Verkaufslimit versehen, um unliebsame Überraschungen bei der Ausführung zu vermeiden.

Grundsätzlich haben Anleger zwei Möglichkeiten: Die Market-Order und die Limit-Order. Daneben haben sich „Stopp-Limit-Orders“ in der Praxis bewährt. Damit geben Anleger dem Händler vor, ab einem bestimmten Limit oder einem niedrigeren Preis zu kaufen bzw. bei Erreichung einer bestimmten Kursschwelle oder einem höheren Preis zu verkaufen.

2. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands