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Katastrophenanleihen – Rendite besser als der Name vermuten lässt

Was Immobilienkäufer und Bauherrn freut, treibt vielen Anlegern die Zornesröte ins Gesicht: das niedrige Zinsniveau. Womit kann man heutzutage noch zufriedenstellende Renditen erwirtschaften? Das ist die Frage, die alle bewegt.

Katastrophenanleihen sind eine mögliche Alternative. Wie die Definition dieser Anlageform beweist, können mit diesen Anleihen überdurchschnittliche Renditen erwirtschaftet werden. Was aber vielleicht noch wichtiger ist: Sie sind unabhängig von den konjunkturellen Schwankungen an den Finanzmärkten.

Katastrophenanleihen – per Definition gar nicht so katastrophal

Katastrophenanleihen oder Cat-Bonds (wie sie auf Englisch heißen) sind Finanzprodukte, mit denen sich vor allem Rückversicherer gegen Schadenszahlungen absichern. Was nach einem katastrophalen Investment klingt, ist nicht unbedingt auch eines. Denn mit den Bonds lassen sich teilweise gute bis sehr gute Renditen zu erwirtschaften.

Rückversicherer wie Munich Re oder Swiss Re versichern normalerweise gegen Schäden in Milliardenhöhe, die durch Vulkanausbrüche, Hurrikans, Erdbeben oder Überschwemmungen verursacht werden.

Hierbei sind enorme Risiken im Spiel, die sogar für einen äußerst finanzstarken Rückversicherer zu viel sein können. Um diese Risiken nicht allein bewältigen zu müssen, treten sie als Herausgeber (Emittenten) von Katastrophenanleihen auf.


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Auf diese Weise geben die Rückversicherer das Risiko an die Anleger weiter, die damit eine Wette auf das Ausbleiben des Schadenfalls eingehen. Für ihren Mut werden die Investoren mit überdurchschnittlichen Renditen belohnt.

Risiko von Katastrophenanleihen

Anleger gehen mit diesen Finanzprodukten natürlich auch ein gewisses Risiko ein: Denn wenn der Schaden eintritt, ist das Geld im schlimmsten Fall ganz futsch. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts bei Katastrophenanleihen relativ niedrig. Die Rückversicherer schätzen dies auf 1 bis 2 % ein.

Die Rendite der Cat-Bonds ist durch 2 Faktoren bestimmt:

  1. Ein Teil des Zinssatzes ist an den Geldmarkt gekoppelt (bezogen auf den 3-Monats-Libor (London Interbank Offered Rate)). Denn das investierte Geld wird auf einem Zinskonto geparkt.
  1. Ein anderer Faktor berücksichtigt das versicherte Risiko – je höher, desto üppiger fällt die Rendite aus.

Katastrophenanleihen weisen noch einen weiteren Vorteil auf: Ihre Entwickelung ist überwiegend unabhängig von anderen Anlageklassen. Euro-Krise und oder ein Abschwung am Aktienmarkt spielen hier so gut wie keine Rolle. Wer nach Stabilität in seinem Depot strebt, für den sind Papiere dieser Art eine Option.

Für Privatanleger: Mit Fonds in eine Katastrophenanleihe investieren

Einzelne Katastrophenanleihen sind wegen ihrer verhältnismäßig hohen Mindestanlagesummen für Privatanleger eher nicht geeignet. Denn diese liegen oft bei mehreren 100.000 €.

Hierbei sind die Abnehmer institutionelle Anleger wie z.B. Fonds oder Pensionskassen, für die Cat-Bonds allerdings attraktiv sind. Nach Angaben der Münchener Rück sind entsprechende Finanzprodukte mit einem Volumen von mehr als 12 Mrd. € im Umlauf. Privatanleger sollten aber trotz der teils guten Renditemöglichkeiten nicht die Risiken außer Acht lassen.

3. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.