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Kauf einer „schlüsselfertigen“ Immobilie: Vorsicht vor diesen Fallen

Ein Wohnungsbau birgt für Sie als Bauherr viele Risiken. Eine besondere Gefahr besteht darin, dass sich der Bau verteuert und deshalb die Finanzierung unsicher wird.

Um hier Vorsorge zu treffen, schließen viele Bauherren Verträge über „schlüsselfertig“ hergestellte Häuser. Sie wähnen sich damit auf der sicheren Seite, da der Endpreis der Immobilie ja vertraglich festgeschrieben ist.

Deutliche Preiserhöhungen

Doch Vorsicht: In den seltensten Fällen bleibt es bei dem vereinbarten Festpreis.

Wie der Verband privater Bauherren (VPB) kürzlich ermittelte, werden die vereinbarten Kosten durchschnittlich sogar um 23.000 € überschritten.

Der Bau eines Hauses beginnt regelmäßig damit, dass Erdarbeiten vorgenommen werden müssen. Da die meisten Häuser heutzutage mit Keller gebaut werden, entstehen schnell ganze Erdhügel.

Weil zu deren Beseitigung die Verträge meistens keine Regelung enthalten, ist der Bauträger zum Abtransport nicht verpflichtet.

Dies bleibt dann Ihre Aufgabe – oftmals eine teure Aufgabe, zumal dann, wenn das Erdreich noch durch Schadstoffe belastet sein sollte.


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Mängel der Bauverträge

Ursache der Verteuerungen sind in aller Regel Mängel bei den Bauverträgen. Viele Leistungen sind in ihnen nicht erfasst und müssen später – oft zur Verwunderung der Käufer – extra bezahlt werden.

Damit Sie als Immobilienkäufer vor unliebsamen Überraschungen verschont bleiben, ist deshalb wichtig, auf folgende Punkte bei Vertragsschluss besonders zu achten:

Nach Abfassung vieler Verträge führen die Bauträger die Abwasserrohre nur bis zu einem Meter aus dem Haus heraus.

Folge: Als Bauherr müssen Sie sich selbst und mit zusätzlichen Kosten um den Anschluss an das öffentliche Kanalnetz kümmern und zwar unabhängig davon, welche Entfernung hierfür zurückgelegt werden muss.

Elektroinstallationen

In den Kaufverträgen zu „schlüsselfertigen“ Immobilien sind die Vorgaben an die Elektroinstallationen oft besonders dünn. Der Bauträger schuldet dann nur das Nötigste, teure Nachrüstungen sind die Folge.

Deshalb: Legen Sie die Anforderungen an die geplante Elektroanlage genau fest.Dabei sind konkrete Angaben zum Anschluss, der Anzahl der Stromkreise mit Unterscheidung nach Geräte-, Steckdosenund Drehstromkreisen erforderlich. Auch sollten Sie die Anzahl und Lage der Schalter und Steckdosen pro Raum im Einzelnen festlegen.

Innenwände

Angaben darüber, an welcher Stelle und von welcher Qualität Innenwände vom Bauherrn zu errichten sind, sind in vielen Verträgen nicht enthalten. Für die Kosten macht es aber einen großen Unterschied, ob die Wände aus Kalkstein oder Porenbeton zu fertigen sind.

Ohne Vereinbarung kann es für Sie als Bauherrn dann später deutlich teurer werden, wenn Sie Anforderungen an die Wärme- und Schallschutzdämmung bzw. eine bestimmte Optik (Sichtmauerwerk) stellen, die über das „Normalmaß“ hinausgehen.

Lückenhaft sind viele Verträge auch hinsichtlich der vom Bauträger zu erstellenden Unterlagen.

Unbedingt vereinbart werden sollte, dass sämtliche Planungsunterlagen vom Bauträger auf eigene Kosten zu besorgen sind.

Fehlt eine solche ausnahmslose Vereinbarung und stellt sich später heraus, dass beispielsweise weitere Installationspläne oder Statikberechnungen erforderlich sind, können auch hier leicht hohe Kosten zusätzlich entstehen.

Qualität der Materialien: Fertigstellung

Ungenaue Angaben sind ein Feind jeder verlässlichen Kostenkalkulation. Natürlich lassen sich im Vorfeld nicht alle Vorgaben 100%ig treffen. An einer Stelle aber dürfen Sie sich nicht mit „Ca.-Angaben“ zufrieden geben: Beim Fertigstellungstermin.

Jede Verzögerung an dieser Stelle kostet Ihr Geld. Deshalb: Vereinbaren Sie ein Viele Baubeschreibungen geben die zu verwendenden Baustoffe zwar an, bestimmen aber gleichzeitig, dass bei fehlender Verfügbarkeit auch „gleichwertige“ Materialien verbaut werden können.

Was gleichwertig ist, ist für den Laien in aller Regel aber nicht immer klar. Zur Sicherung der Qualität Ihres Eigenheims sollten Sie in den Vertrag daher aufnehmen lassen, welche Materialien gleichwertig sind. Nur so können Sie später eine Überprüfung vornehmen – und böse Überraschungen vermeiden.

23. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.