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Kaufen Sie bloß nicht diese Weihnachtsgeschenke!

Glühwein und Lebkuchen gibt es schon ab Oktober im Supermarkt – das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Genauso kaufen immer noch genügend Leute am 24. Dezember die letzten Weihnachtsgeschenke oder den Tannenbaum.

Auf dieselbe Weise steigen auch die Umsätze des Einzelhandels regelmäßig vor den Feiertagen.

Für die Börse bedeutet das zumindest in diesem Industrie-Sektor bessere Zahlen.

Doch hier gilt es Fingerspitzen-Gefühl zu haben. Denn nicht immer ist mehr Umsatz auch gleichbedeutend mit höheren Kursen. Es kommt auf die Erwartung an.

Weihnachtsgeschenke an der Börse: Außen hui, innen pfui

Was nützt die schönste Verpackung, wenn es am Ende doch wieder nur Socken gibt? Ähnlich ist es an der Börse mit der erwarteten Umsatz-Steigerung.

Bleibt diese unter den gewünschten Ergebnissen der Analysten, sinken die Kurse. Schließlich wurde mehr Weihnachtsgeschäft erwartet.


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Dazu gibt es natürlich auch Zahlen aus den USA, um die Situation ein bisschen griffiger zu gestalten:

Während z. B. im Januar gerade einmal ca. 7% des Jahres-Umsatzes passiert, sind es im November 9% und im Dezember gut 12%.

Die Daten beziehen sich auf den Durchschnitt der Jahre 2004 – 2014 für den Versand-Handel. (Quelle: U.S. Bureau of the Census)

Um die Börsen-Glocken lauter klingeln zu lassen, müsste in diesem Jahr also deutlich mehr als 12% relativ zum Jahres-Umsatz einkauft werden. Absehbar ist das nach dem November.

Wird diesmal die 9%-Marke geknackt, können Versand-Händler wie Amazon auf ein noch bessere Weihnachts-Geschäft hoffen. Deren Aktionäre freuen sich darüber dann natürlich auch.

Optionale Käufe für Weihnachten

Das Jahres-Endgeschäft kann für mehr Bewegung bei den Kursen sorgen.

Stichwort: Volatilität – die Preise der Aktien schwanken. Für Händler von Optionsscheinen wird in diesem Fall die sogenannte „implizierte Volatilität“ spannend.

Diese Kennzahl einer Option gibt an, wie groß die erwartete Schwankungsbreite einer Aktie (oder anderer Basiswerte) ist.

Im Fachjargon nennt sich der Wert „Vega“. Je höher die implizierte Volatilität ist, desto höher ist Vega. Je höher Vega ist, desto teurer ist die Option.

Wer jetzt aber denkt, er bräuchte einfach nur Optionen im Oktober einzukaufen und auf volatile Weihnachten – und damit auf steigende Optionskurse – zu hoffen, sollte doch lieber zu den Socken greifen.

So einfach ist es leider nicht. Denn zum einen gibt es keine Garantie, dass der Oktober besonders ruhig ist und zum anderen muss die Volatilität nicht besonders zunehmen.

Viel entscheidender ist aber, dass länger laufende Optionen einen höheren Vega-Wert haben.

Das bedeutet für den Anleger im Umkehrschluss: Je kürzer die Restlaufzeit der Option ist, desto niedriger ist auch Vega und desto weniger kostet die Option.

Das ergibt auch deshalb Sinn, weil der Aktie weniger Zeit bleibt ihren Kurs zu verändern.

Im schlimmsten Fall verkauft der Anleger seine Option vor Weihnachten; nur weil er glaubt, dass die Börsen danach ruhiger werden und die sinkende Volatilität für Kursverluste bei seinen Optionen bedeuten.

22. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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