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Kaufkraftverlust – wie die kalte Progression Ihr Vermögen frisst

Immer wieder geistert der Begriff „kalte Progression“ durch die Gazetten. Doch was hat es mit dem Begriff auf sich und was kann man als Steuerzahler dagegen tun, fragen sich immer mehr Anleger.

Unter „kalter Progression“ wird eine steuerliche Mehrbelastung verstanden, die dazu führt, dass Arbeitnehmer trotz einer Lohnerhöhung nach Abzug von Inflation und Steuern weniger in der Tasche hat.

Der Grund hierfür ist, dass viele Steuerzahler bei Lohnerhöhungen in eine höhere Steuerklasse rutschen und damit netto weniger Geld zur Verfügung haben. In der Folge entsteht ein Kaufkraftverlust.

Kaufkraftverlust – so stark werden Bürger belastet

Der Effekt hält sich für den Einzelnen angesichts der momentan niedrigen Inflationsrate von unter 1% zwar in Grenzen, insgesamt schätzen Finanzexperten die Höhe des Kaufkraftverlusts auf jährlich 3 Mrd. €.

Auch in 2015 und 2016 dürfte es nach Angaben des Finanzministeriums zu einer Mehrbelastung durch die kalte Progression in Höhe von 17 bis 20 € bei einer Inflationsrate von 1,0% für den einzelnen Bürger kommen.

Niedrigzinsen beschleunigen den Kaufkraftverlust

Aber nicht nur die Steuerpolitik der Bundesregierung sorgt für einen Kaufkraftverlust bei den Bürgern, auch die Europäische Zentralbank (EZB) beschleunigt diesen Effekt durch seine Niedrigzinspolitik noch.

Die mittlere Jahresinflation liegt in Deutschland zwar derzeit nur bei 0,95%, die Zinsen für Tagesgeld sind teilweise aber noch niedriger und liegen im Schnitt mit 0,5% unter der Inflationsrate.

Steigende Zinsen sind derweil nicht in Sicht. EZB-Chef Mario Draghi will die Zinsen im Euroraum weiter niedrig halten, um die schleppende Konjunktur in der Eurozone in Gang zu bringen. Allerdings kostete die Niedrigzinspolitik deutsche Anleger bislang insgesamt 23 Mrd. € bzw. 280 € pro Kopf durch entgangene Zinsen, wie aus dem jüngsten Global Wealth Report der Allianz hervorgeht.

Was Anleger gegen den Kaufkraftverlust tun können

Doch was kann man als Anleger gegen den Kaufkraftverlust tun, fragen sich immer mehr Steuerzahler. Die Lösung ist denkbar einfach: Investments in Aktien und in Gold haben die Vermögensverluste durch den Kaufkraftverlust in den letzten Jahren mehr als ausgeglichen.

Finanzexperten raten daher immer wieder zu einer Depotbeimischung von 10 bis 15% von Gold. Nicht ohne Grund: Während Papierwährungen wie der US-$ und der Euro in den letzten Jahren an Kaufkraft verloren haben, hat der Wert von Gold stark zugelegt.

Wurde das gelbe Edelmetall in den 70er Jahren noch bei 35 US-$ pro Feinunze gehandelt, notiert Gold heute bei mehr als 1.200 US-$ pro Feinunze. Gold ist damit faktisch das bessere Geld.

Aber auch mit Aktieninvestments sind Anleger in den letzten Jahren gut gefahren. Vor allem große und starke Marken wie VISA, Disney, der deutsche Autobauer BMW, aber auch Microsoft, Intel und Google entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich besser als der Gesamtmarkt und haben die Kaufkraftverluste durch die „kalte Progression“ als auch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken mehr als ausgeglichen.

6. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands