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Kaum bekannt: Bei diesen Notenbanken kann man Aktionär werden

Den Markt mit Geld versorgen und für Währungsstabilität sorgen, ist bekanntlich die klassische Aufgabe von Zentralbanken. In ihrer Zwitter-Stellung sind sie zwar unabhängige aber zugleich staatliche Institutionen. Umso verwunderlicher erscheint es manchem, dass einige als Aktiengesellschaft organisiert sind.

Handelbare Aktien von Notenbanken – in Europa drei Institute 

Notenbank Aktien stehen nur bei wenigen Anlegern auf dem Kurszettel. Dabei sind sie mitunter eine spannende Alternative im Depot. Dass es überhaupt Währungsversorger gibt, die sich über Aktien finanzieren, ist eher ein Relikt früherer Zeiten. Die letzten privaten Notenbanken Deutschlands verloren erst 1934 das Recht Geld zu drucken, was fortan der Reichsbank vorbehalten war.

Heute ist etwa noch die US-Fed privat organisiert. Schon weniger bekannt ist, dass die italienische Notenbank als Aktiengesellschaft aufgestellt ist. Allerdings befinden sich ihre Anteile fest in der Hand von Banken und Versicherungen. Privatanleger haben faktisch keinen Zugang.


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Zu den wenigen Instituten, die an der Börse notiert sind, gehören neben der von Japan die belgische, die griechische sowie die Schweizerische Notenbank (SNB). Was die Wertentwicklung angeht, präsentiert sich die SNB mit einem Plus von 73 % über die letzten fünf Jahre und ca. 55 % während der letzten 12 Monate als besonders attraktiv.

Kleiner Club in der Schweiz

Davon profitieren zum einen die Kantone, Institute und Regionalbanken, die 60 % der helvetischen Nationalbank-Aktien halten, aber auch Privatinvestoren, die den restlichen Streubesitz repräsentieren. Einer von ihnen hat sich mittlerweile durch beharrlichen Nachkauf von verfügbaren Papieren zum Großinvestor gemausert. In der Aktionärsstruktur fällt neben den Kantonen der Name Prof. Dr. Theo Siegert auf.

Der Düsseldorfer Honorardozent und Familienunternehmer hält mit 6,6 % mehr Aktien als viele Kantone. Lediglich Bern besitzt ein paar Papiere mehr. Siegerts Freude über satte Kursgewinne teilen auch die anderen glücklichen SNB-Privatanleger. Doch Notenbank-Aktien sind nicht mit üblichen Firmeninvestments vergleichbar. Der Zugang ist in der Regel begrenzt, der Markt klein und die Papiere sind eigentlich illiquide.

Beschränkte Dividenden und Mitspracherechte

Wer dennoch ein Bein in die Tür bekommt, muss sich als Miteigentümer auf erhebliche Beschränkungen einstellen. Die Schweizer begrenzen das Stimmrecht auf 100 Aktien. Die Politik des Hauses darf schließlich nicht zum Spielball fremder Investoren werden. Auch anderswo sind die Hürden hoch. Die japanische Notenbank etwa gewährt gleich gar keine Mitsprache.

Zudem gibt es sowohl in Zürich als auch in Tokio eine Begrenzung der Dividenden. Mit dem Limit von 15 Franken bzw. 5 Yen pro Aktie sichern sich die Finanzminister den Löwenteil der Gewinne. Etwas höher sind die Dividenden bei der belgischen Nationalbank, und die Griechen locken gar mit Renditen, die letztes Jahr auf 6,9 % stiegen. Trotz verschiedenster Krisen und abgerutschter Kurse sind die Dividenden aus Athen bisher nie ausgefallen.

Hinzu kommt: Die Aktien der griechischen Nationalbank sind in Grenzen etwas liquider als die der anderen Institute. Gut 5.200 Papiere werden am Tag gehandelt. Ob die aktuell niedrigen Kurse eine Einstiegschance sind, hängt vom weiteren Verbleib im Eurosystem ab.

Hohe Hürden und kaum handelbar

Auch wenn Griechenland die Tür für Investoren am weitesten offen hält und Notenbanken insgesamt eine stabile Anlage sind, so ist das außergewöhnliche Investment nur etwas für Privatanleger, die sich mit den massiven Beschränkungen und Zugangshürden anfreunden können.

Allen voran die schlechte Handelbarkeit. Eine Alternative wären beispielsweise Aktien von Notenbankdruckern. Als erfolgreiche Aktiengesellschaft käme etwa die Schweizer Sicherheitsdruck AG Orell Füssli infrage. Die den Markt mit Frankenscheinen beliefert. SNB-Aktionär Siegert ist auch dort Miteigentümer.

29. November 2016

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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