MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Kaution: Was alles als Bürgschaft dienen kann

Die Mietkaution dient Ihnen als Sicherheit für den Fall, dass Ihr Mieter seine Pflichten aus dem Mietvertrag nicht erfüllt.

Wie wichtig eine Mietkaution ist, zeigt sich meist (erst) bei Beendigung des Mietverhältnisses.

Immer wieder kommt es vor, dass Nachzahlungen aus Betriebs- und Heizkostenabrechnungen offen stehen, Mietrückstände entstanden sind oder der Mieter auszieht, ohne die Wohnung zu renovieren.

Die Kaution kann in unterschiedlicher Weise erbracht werden.

Egal, welche Form der Mietkaution Sie mit Ihrem Mieter vereinbaren, in einem Punkt sind alle Gestaltungen gleich: die Mietsicherheit darf die dreifache Monatsmiete (Nettokaltmiete) nicht übersteigen.

Barkaution

Eine Barkaution liegt vor, wenn der Mieter vertraglich verpflichtet ist, dem Vermieter einen bestimmten Geldbetrag zu übergeben oder auf dessen Konto zu überweisen.

Bei der Barkaution handelt es sich um die Art der Sicherheitsleistung, die in der Vermietungspraxis nach wie vor am gebräuchlichsten ist.

Bei Vereinbarung einer Barkaution sind die Mieter berechtigt, die Kautionssumme in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen zu leisten.

Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Den Kautionsbetrag müssen Sie bei einem Kreditinstitut zu dem Zinssatz anlegen, der für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblich ist.

Unverzichtbare Voraussetzung ist in diesem Fall allerdings, dass es sich um eine so genannte selbstschuldnerische Bürgschaft handelt.

Nur eine selbstschuldnerische Bürgschaft kann eine Barkaution wirklich ersetzen. Das liegt daran, dass der Bürge nur dann ohne Wenn und Aber in Anspruch genommen werden kann.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Sparkonto/Sparbuch

Auch die Einrichtung eines Sparkontos durch den Mieter – mit oder ohne Sperrvermerk zu Gunsten des Vermieters – ist als Sicherheitsleistung anerkannt und in der Praxis weit verbreitet.

In der Regel eröffnet der Mieter bei einem Kreditinstitut seiner Wahl und unter seinem Namen ein Sparkonto, das dann ausdrücklich mit der Bezeichnung „Mietkaution“ versehen wird.

Das Sparbuch übergibt er nach Einzahlung des Kautionsbetrags seinem Vermieter.

Handelt es sich lediglich um eine gewöhnliche Bürgschaft, stehen dem Bürgen die Einwände zu, die auch der Mieter selbst erheben könnte.

Mit anderen Worten: Die Meinungsverschiedenheiten mit dem Mieter würden sich dann nur auf den Bürgen verlagern, ohne dass Sie selbst zunächst einmal „Geld sehen“.

Bankbürgschaft

Bei der Vermietung von Geschäftsräumen ist sie die Regel und auch bei der Vermietung von Wohnraum kommt sie immer häufiger zum Zuge: die Bankbürgschaft.

Hier verpflichtet sich ein Kreditinstitut gegenüber dem Ver- Ist mietvertraglich nichts anderes vereinbart, ist der Mieter auch berechtigt, die Mietsicherheit durch die Hinterlegung von Wertpapieren zu erbringen.

Allerdings sind Wertpapiere nur dann als Mietsicherheit geeignet, wenn es sich um mündelsichere Wertpapiere handelt.

Mündelsichere Wertpapiere sind besonders sichere Geldanlagen. Dazu gehören zum Beispiel Bundesschatzbriefe, Anleihen und Obligationen des Bundes, der Länder sowie der Städte und Gemeinden sowie Pfandbriefe, auch solche von privaten Hypothekenbanken.

Achtung: Als Vermieter sind Sie ausschließlich zur Verwahrung und nicht etwa auch zur Werterhaltung verpflichtet.

So setzen Sie eine Mietsicherheit durch

Selbst dann, wenn sich die Neuvermietung schwierig gestaltet: Verzichten Sie niemals auf eine Mietsicherheit.

Das ist wirtschaftlich völlig indiskutabel.

In Betracht kommt allenfalls, lediglich zwei Monatsmieten Kaution zu verlangen. Und bevor Sie sich von zwei auf eine Monatsmiete „herunterhandeln lassen“, sollten Sie alle sonstigen in Betracht kommenden finanziellen Anreize ausschöpfen, um genau dies zu verhindern.

In Betracht kommen folgende „Angebote“:

  • Weisen Sie darauf hin, dass Sie die Wohnung von privat an privat vermieten, der Mietinteressent also allein dadurch schon mal (bis zu) zwei Monatsmieten Maklercourtage spart.
  • Betonen Sie ruhig immer wieder, dass es auch bereits ein erhebliches Entgegenkommen darstellt, wenn Sie lediglich zwei Monatsmieten Mietcourtage verlangen.
  • Verzichten Sie auf die Vereinbarung einer Staffelmiete.
  • Falls sich in der Wohnung eine Einbauküche befindet: Weisen Sie den Mietinteressenten ausdrücklich darauf hin, dass Sie diese Einbauküche ohne Aufpreis mit vermieten.

Und: Falls der Vormieter attraktive Einbauten vorgenommen hat, kaufen Sie ihm diese ab, bevor er sie dem Nachmieter anbieten kann.

Der Grund: Wenn Ihnen die Einbauten gehören, können Sie diese wiederum in einen finanziellen Anreiz ummünzen. Weisen Sie darauf hin, dass Sie dem Mieter die Einbauten überlassen, ohne einen Euro Miete mehr zu verlangen.

Natürlich müssen Sie für diese Großzügigkeit im Sinne des Wortes „bezahlen“, nämlich den Kaufpreis an den Vormieter. Diese Investition rechnet sich aber gleich zweifach.

Erstens finden Sie schneller einen neuen Mieter, und zweitens können Sie den Kaufpreis bei den Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung steuersparend berücksichtigen.

10. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.