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Kay Laudien: „Infineon schüttet zum vierten Mal in Folge Dividende aus“

Die Infineon Technologies AG ist Deutschlands größter Halbleiter-Hersteller und eines der führenden Unternehmen weltweit.

Die Halbleiter-Industrie hat in den letzten Jahren zum Teil schwere Zeiten durchlebt, die auch an Infineon nicht spurlos vorübergingen. Diese Durststrecke scheint nun aber vorbei zu sein, denn die neuesten Zahlen zum 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014 sind bei Infineon besser ausgefallen als erwartet.

Im Gespräch mit Rüdiger Dalchow berichtet Kay Laudien, Senior Director Media Relations, wie es Infineon gelang, die harten Zeiten zu überstehen und wie in Zukunft der Erfolg des Unternehmens sichergestellt werden soll.

GeVestor: Die gerade veröffentlichten Zahlen zum 1. Quartal 2014 sind besser als erwartet ausgefallen. Was hat zu dieser positiven Überraschung geführt?

Kay Laudien: Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe: Zum einen ist das der Tatsache geschuldet, dass bei den jüngsten Sparmaßnahmen stets darauf geachtet wurde, die Handlungsfähigkeit von Infineon zu erhalten.

Kay Laudien, Infineon


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So betreiben wir inzwischen ein erfolgreiches Zyklusmanagement. Das Unternehmen ist damit in der Lage, rechtzeitig auf das typische Auf und Ab der Halbleiter-Industrie zu reagieren.

Zum anderen liegt das an Effizienzmaßnahmen in den Fertigungen, mit denen schon im vergangenen Jahr begonnen wurde. Diese haben sich schneller ausgezahlt als von uns prognostiziert.

GeVestor: Auch wenn die Zahlen besser als erwartet sind, so ist doch ein Rückgang in Umsatz und Gewinn zum Vorquartal zu verzeichnen. Worin liegt dieser Rückgang begründet?

Laudien: Der Konzernumsatz beläuft sich für das 1. Quartal im Geschäftsjahr 2014 auf 984 Mio. €, was einen Rückgang von 7% im Vergleich zum Vorquartal darstellt. Das entspricht in unserem Geschäft ziemlich genau der typischen Saisonalität, wie Infineon dies aus der Vergangenheit kennt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal wird aber sichtbar, dass Infineon wieder an Wachstumsdynamik gewonnen hat: Hier konnte das Unternehmen um immerhin 16% zulegen. Das Tal des Marktzyklus haben wir durchschritten.

GeVestor: Die Halbleiter-Lösungen von Infineon für die Autobranche nehmen den größten Anteil am Konzernerlös ein. Die großen Automobilhersteller stellen nun vermehrt alltagstaugliche Elektroautos vor. Wie schätzen Sie hier das Potenzial ein, das sich für Infineon durch diesen Trend ergibt?

Laudien: Infineon ist weltweit der zweitgrößte Anbieter von Halbleitern für Autos, wir machen sie sauber, sicher und smart. Generell gilt, dass die Mikroelektronik etwa 80% der Innovation im Auto ermöglicht – bei Komfort genauso wie bei Sicherheit.

Elektromobilität kann es nur mit Hilfe von Halbleitern geben. Hier entsteht in den kommenden Jahren ein großer Markt, in den Infineon eine hohe technische Kompetenz einbringen wird. Das Unternehmen wird bei der Elektromobilität deshalb eine führende Position einnehmen.

GeVestor: Infineon ist zum 4. Mal in den Dow Jones Substainability Index aufgenommen worden und auch zum 4. Mal in das hoch angesehene Substainability Yearbook des niederländisch-schweizerischen Investment-Unternehmens RobecoSAM. Inwiefern ist diese Nachhaltigkeit auch einer der Grundpfeiler für den Erfolg von Infineon?

Laudien: Wir sehen unseren unternehmerischen Auftrag schon lange in der Verbindung von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung. Ein Beispiel für die Nachhaltigkeit: Unser CO2-Ausstoß für Produktion, Logistik und Stromverbrauch lag 2012 bei rund 1,2 Mio. Tonnen.

Im Gegenzug hat Infineon aber Produkte geliefert, die die Energie-Effizienz der Kunden deutlich gesteigert haben. Das führt dort über den gesamten Lebenszyklus zu Einsparungen von etwa 15,8 Mio. Tonnen CO2. Unterm Strich sorgt Infineon also für Einsparungen, die dem jährlichen CO2-Ausstoß von 8 Mio. Autos entsprechen.

Mit den 3 Fokusthemen Energie-Effizienz, Mobilität und Sicherheit setzt Infineon auf nachhaltige Wachstumstreiber. Nachhaltigkeit ist deshalb – im doppelten Wortsinn – ganz sicher ein Grundpfeiler für den Unternehmenserfolg. Die erneute Aufnahme in den Index und das Jahrbuch sowie die anderen Auszeichnungen für nachhaltiges Wirtschaften sind Bestätigung unserer Unternehmens-Strategie.

GeVestor: Trotz der schwierigen letzten Jahre hat Infineon seinen Aktionären jetzt eine gleichbleibende Dividende ausgezahlt. Der Kurs der Aktie ist allerdings hinter der Entwicklung des DAX zurückgeblieben. Wie schätzt das Unternehmen diese Bewertung durch den Markt ein?

Laudien: Wir kommentieren unsere Marktbewertung prinzipiell nicht, sehen Sie mir das bitte nach. Das ist Aufgabe der Marktteilnehmer und der Aktionäre, die angemessen am Ertrag des Unternehmens beteiligt werden wollen. Das vergangene Geschäftsjahr ist in Anbetracht der konjunkturellen Entwicklung ein Erfolg. Deshalb schüttet Infineon zum 4. Mal in Folge eine Dividende aus.

10. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.