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Keilformation – die klassische Chartanalyse

Unter den Instrumenten der klassischen Chartanalyse ist die Keilformation besonders interessant.

Denn die Unterstützungs- und Widerstandslinie verlaufen hier entweder fast parallel zueinander oder aber bilden – ähnlich wie beim Dreieck – zum Ende hin eine ausgeprägte Spitze.

Keil und Dreieck – nicht verwechseln

Im Gegensatz zum steigenden oder fallenden Dreieck, das grundsätzlich immer mit einer parallel verlaufenden Grundlinie ausgestattet ist, ist die Keilformation eindeutig geneigt.

Mehr zum Thema: Fallendes Dreieck in der Chartanalyse

Außerdem wird der Keil im Regelfall immer als „entgegen dem vorherrschenden Trend“ interpretiert.

Deshalb ist ein fallender Keil meistens „bullish“, ein steigender Keil hingegen „bearish“ zu betrachten.

Die Keilformationen in der Praxis – der bullishe Keil

Im nachfolgenden Chart ist eine typische Keilformation erkennbar. Dabei verlaufen die Unterstützungs- und die Widerstandslinie fast parallel zueinander:


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Hier ist von einem „bullishen Keil“ die Rede. Der bullishe Keil ist eine Bodenbildungs-Formation, die am Ende eines Abwärtstrends entsteht.

Wie zu sehen ist, wird die untere Trendlinie flacher, was auf einen schwächeren Trendverlauf schließen lässt. Gerade Anfänger sehen in dieser Formation eine Bestätigung eines bestehenden Abwärtstrends.

Dabei ergibt sich aus dieser Konstellation auch eine positive Ausbruchsmöglichkeit, die nicht unterschätzt werden sollte.

Die Keilformationen in der Praxis –  der bearishe Keil

Der bearishe Keil ist das Gegenstück zum bullishen Keil. Er entsteht am Ende eines Aufwärtstrends und deutet auf eine Trendumkehr in die Gegenposition hin:

In dieser Abbildung wird nun die obere Trendlinie flacher, was auf eine Abnahme des Käuferdrucks hindeutet. Hier liegt sozusagen ein bearishes Signal vor, welches bei Durchbruch der Unterstützungslinie bestätigt wird.

Interpretation und Anwendung

Auch wenn in den obigen Beispielen die Keilformation deutliche Signale zu geben scheint, so ist die Realität oft eine andere.

Der Markt sendet nicht immer klare Signale. Auch wenn sämtliche Indikatoren auf einen Abwärtstrend hindeuten, so muss dies nicht zwangsläufig eintreten.

Mehr zum Thema: Trendbestimmung – leicht gemacht

Vielmehr gilt es ein Gefühl für die Gesamtbewegung zu erhalten und die Chartformationen als Hilfsmittel für eine Entscheidung zu nutzen.

Hilfestellung zur Keilformation

Eine konkrete Empfehlung für Anfänger: Prägen Sie sich die Chartformationen genau ein und üben Sie, so dass Sie künftig in der Lage sind, den Chart exakt zu analysieren.

Betrachten Sie außerdem mehrere Zeiteinheiten eines Charts in der Vergangenheit. Versuchen Sie, diese Chartformationen anhand des DAX-Charts aus dem Jahr 2012 auf Jahres-, Monats-, Wochen- sowie Tagesebene nachzuvollziehen.

Je mehr rückblickendes Trading sie betreiben, umso mehr Erfahrungen können Sie sammeln. Dieses „learning by doing“ wird Sie für kommende Analysen sensibilisieren und ihr Fingerspitzengefühl trainieren.

Mehr zum Thema: Chartformationen: Alle Artikel im Überblick

14. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.