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Kein Aktienhandel ohne Unternehmensinformationen

Wer in den Aktienhandel einsteigen will, ist auf zuverlässige Unternehmensinformationen angewiesen. Jahresabschlüsse, die wichtigsten Kennzahlen, Ad-hoc-Meldungen und Hintergründe zum Börsenkurs sind die unerlässliche Basis für ein erfolgreiches Investment.

Aktienhandel: eigene Informationsbeschaffung besser als Tipps

Zunächst ist der Kauf einer Aktie in der Regel ein eher längerfristiges Engagement. Dabei sind umfassende Informationen, also auch zur Historie oder Strategie eines Unternehmens wichtig. Ans Daytrading sollte man sich erst wagen, wenn man bereits über genügend Erfahrung verfügt. Hier spielen dann vorwiegend kurzfristig anwendbare Unternehmensinformationen wie Ad-hoc-Meldungen, Echtzeitkurse sowie Charts eine Rolle.

Vor dem Kauf einer Aktie sollte man sich auf jeden Fall selbst mit einem Unternehmen beschäftigen anstatt sich auf Kaufempfehlungen und Aktientipps zu verlassen. Die gibt es wie Sand am Meer, und meist stecken schlicht Eigeninteressen dahinter.

Dies ist auch oft bei Informationen der Fall, die Banken veröffentlichen, denn die investieren selbst in Aktien. Vorsicht ist vor allem bei Insiderinformationen geboten. Handelt es sich nämlich um mehr als Wichtigtuerei, so kann dies unter Umständen rechtliche Folgen haben.


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Unternehmensinformationen im Bundesanzeiger

Zu den Kerninformationen zählen zunächst die Zahlen im Jahresabschluss. Die Bilanzen einer Aktiengesellschaft kann jeder zum Beispiel übers Internet im Bundesanzeiger einsehen. Seit 2007 sind Unternehmen zur Veröffentlichung verpflichtet. Anleger haben zu den wichtigsten Informationen kostenlosen Zugang.

Nicht zuletzt aufgrund der Publizitätspflicht finden sich diese Unternehmensinformationen auch auf den firmeneigenen Homepages. Zudem legen seriöse Aktiengesellschaften selbst Wert auf eine solide Investor-Relations-Kommunikation und versorgen Anleger mit detaillierten Informationen. Dazu gehören neben den Bilanzen Pressemitteilungen, Ad-hoc-Meldungen oder auch Analysegutachten.

Informationen und Zahlen auf Investor-Relations-Seiten

Für Anleger sind vor allem die Investor-Relations-Seiten interessant. Die Qualität der Informationsvermittlung ist je nach Unternehmen mitunter verschieden. Bereits am Firmenprofil lässt sich erkennen, wie detailliert und gleichzeitig faktenorientiert es gestaltet ist. Dazu gehört die Darstellung des Unternehmens mit seiner Historie, seinen Produkten, Dienstleistungen und aktuellen Tätigkeitsbereichen.

Außerdem die jeweiligen regionalen, bundesweiten oder internationalen Niederlassungen mit den entsprechenden Umsätzen. Kooperationen oder Verflechtungen mit anderen Firmen gehören ebenso dazu. Nicht zu vergessen: Die Vita der Vorstände, an der sich etwa der Führungsstil oder der vorangegangene Erfolg in anderen Unternehmen ablesen lässt.

Daten und Nachrichten im Archiv

Wichtig ist, dass Informationen aktuell und für die zurückliegenden Jahre in einem Archiv verfügbar sind. Das betrifft zum Beispiel Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen. Diese Nachrichten müssen immer bei Ereignissen und Vorgängen veröffentlicht werden, die plötzlich eintreten und unmittelbar den Aktienkurs beeinflussen. Beispiele sind Gewinnwarnungen, Kapitalerhöhungen oder wesentliche Veränderungen in der Firmenstruktur.

Alle wichtigen Termine wie Hauptversammlungen oder anstehende Geschäftsberichte finden sich in einem Börsenkalender.

Die laufenden Abschlüsse und Quartalsberichte sollten zum Download ebenso zur Verfügung stehen wie die der vergangenen Jahre. Eine gute Homepage bietet zudem nicht nur den aktuellen Aktienkurs plus Chart, sondern zudem die Kurse der letzten 10 Jahre. Je detaillierter die Analyse-Tools, desto besser.

Über eine Kontaktfunktion sollte man bei Bedarf auch weitere Daten anfordern können, beispielsweise spezielle Kennzahlen wie die derzeitige Eigenkapitalquote, das Kurs-Buchwert- oder etwa das Kurs-Cashflow-Verhältnis.

Eigene Erkenntnisse vergleichen

Ein Anleger, der seine Erkenntnisse mit weiteren Veröffentlichungen im Internet und der Presse vergleicht, kann sich ein eigenes Bild machen und entscheiden, ob sich ein Investment lohnt.

Allerdings sind Unternehmensinformationen nur dann werthaltig, wenn sie im richtigen Kontext gelesen werden. Deshalb sollte man sich auf jeden Fall mit dem jeweiligen Branchenumfeld beschäftigen. Wer also den Aktienhandel in Eigenregie einem Vermögensverwalter oder Fondsinvestment vorzieht, kommt um einen gewissen Arbeitsaufwand nicht herum.

2. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.