MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Keine Bankauskunft ohne Vollmacht

Ob nun bei der Anmietung oder Vermietung einer Wohnung, bei Kreditanfragen oder anderen Finanzierungen: Bankauskünfte sind oftmals ein Muss. So kann die Kreditwürdigkeit und die Zahlungsmoral eines potenziellen Kunden oder Mieters festgestellt werden.

Die Vollmacht für eine Bankauskunft schafft Vertrauen, gewährt jedoch keinen allzu detaillierten Einblick in die finanziellen Verhältnisse des Bankkunden und das Bankgeheimnis bleibt gewahrt.

Vollmacht für Bankauskunft erteilen

Die Zustimmung zu einer Bankauskunft kann unterschiedlich vonstattengehen. Einerseits besteht die Möglichkeit, der kontoführenden Bank eine generelle Vollmacht auszustellen, andererseits bedarf es bei jeder Bankauskunft der Zustimmung des Kontoinhabers. Die Erlaubnis im Einzelfall ist allerdings die gebräuchlichste Form zur Erteilung einer Bankauskunft.

Beantragt der Kontoinhaber nun also ein Darlehen oder eine Kreditkarte, muss bei jedem Vorgang eine Vollmacht zur Bankauskunft seitens des Bankkunden vorliegen. Doch nicht nur bei Krediten oder Wohnungsmietungen haben Bankauskünfte eine große Bedeutung.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Auch im Erbfall ist eine Bankauskunft wichtig, um einen Einblick in die Vermögensverhältnisse des Erblassers zu erlangen. Eine Vollmacht für eine Bankauskunft kann den Vorgang erheblich beschleunigen.

Vollmacht im Erbfall

Insbesondere in Erbfällen kann eine vom Erblasser vor seinem Tod erlassene Vollmacht die Erben vor einigen Schwierigkeiten bewahren. Um die Vermögensverhältnisse des Erblassers klären zu können, kann der Erbe nämlich nicht ohne weiteres eine Bankauskunft verlangen. Mit einer Vollmacht kann der Erbe jedoch eine Offenlegung der finanziellen Verhältnisse des Erblassers beantragen.

Besteht eine Erbengemeinschaft, darf die Bank jedoch nicht dem einzelnen Erben Auskunft erteilen, sondern wird die geforderten Auskünfte jeweils auch allen Erben zukommen lassen.

Bankgeheimnis und Bankauskunft: nicht unbedingt ein Widerspruch

Bankgeheimnis und Bankauskunft sind trotz aller Verschiedenheit miteinander vereinbar. Zwischen Banken und Kunden besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Die Wahrung der Interessen der Bankkunden und deren Schutz vor Dritten werden als oberste Pflicht verstanden.

Das Bankgeheimnis wird als eine solche Schutzpflicht wahrgenommen. Es soll die kundenspezifischen Daten und Vermögensinteressen des Bankkunden bewahren. Bankauskünfte sollen jedoch Aussagen über diese kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen ausdrücken. Der Widerspruch ist offensichtlich, kann jedoch gelöst werden.

Eine Bankauskunft enthält lediglich allgemein gehaltene Informationen über die Zahlungsfähigkeit und das Kreditverhalten des Bankkunden. Kontostände oder die Höhe laufender Kredite dürfen jedoch nicht angegeben werden.

Bankgeheimnis hat Priorität

Grundsätzlich dürfen keine Bankauskünfte ohne Vollmacht oder Einverständniserklärung des Kontoinhabers weitergegeben werden. Die Zustimmung des Bankkunden ist also unabdinglich. Das Bankgeheimnis hat in diesen Fällen – auch vor der Bankauskunft – absolute Priorität.

Dass die Verweigerung einer Bankauskunft allerdings auch negative Auswirkungen zum Beispiel für die Gewährung eines Kredits haben kann, ist eine Konsequenz, die nicht außer Acht gelassen werden darf.

7. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.