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Keine Wertpapierhandel ohne Limits – die GFD Order

Limits beim Handel mit Wertpapieren sind auch für private Investoren eher die Regel als die Ausnahme. Die gebräuchlichsten Limits beziehen sich auf den Preis beispielsweise einer Aktie.

Anleger stellen auf diese Weise sicher, dass sie – durch möglicherweise unvorhersehbar auftretende Kursschwankungen – ihre Titel überteuert kaufen oder unter dem gewünschten Preis verkaufen. Ebenso wichtig sind zeitliche Begrenzungen wie die GFD – „Good für Day“ – Order.

Eine GFD Order bestimmt, dass ein angestrebter Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers an einem bestimmten Tag zu erfolgen hat. Auf diese Weise vermeiden Investoren Nachteile, die bei der Kursentwicklung auftreten können.

Was ist eine Order mit GFD Limit?

Die Preise von Aktien werden an der Börse durch Angebot und Nachfrage ermittelt. Das Angebot und die Nachfrage wechseln ständig. Die Festlegung eines Limits schützt den Anleger davor, dass er eine Aktie entweder zu günstig verkauft oder zu teuer kauft. Durch ein Limit stellt er sicher, dass der Handel einer Aktie nur dann erfolgen soll, wenn die Aktie einen bestimmten Kurs erreicht.

Bei einer GFD Order handelt es sich um eine Tagesorder. Eine Tagesorder erstreckt sich in aller Regel auf den gesamten Zeitraum des entsprechenden Handelstages (Kalendertags), an dem die Order aufgegeben worden ist.


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Eine außerhalb der Handelszeiten des jeweiligen Instituts eingegangene tagesgültige Order gilt im Normalfall für den kommenden Handelstag. Wenn es dem Händler der Bank bis zum Ende des betreffenden Tages nicht gelingt, eine GFD-Order auszuführen, wird diese automatisch gelöscht.

Die zeitliche Limitierung einer Order – ein Beispiel

Ein Anleger möchte sein Geld in Daimler-Aktien investieren. Nach dem Studium des Kursverlaufs entscheidet er sich, 50 Papiere zu maximal 57 € zu kaufen. Daher erteilt er seiner Bank einen entsprechenden Auftrag. Tut er dies ohne Tageslimit – was durchaus möglich ist – gilt diese Order bis Monatsende. Das kann verschiedene negative Auswirkungen nach sich ziehen.

Denkbar ist, dass der Kurs der Daimler-Aktie in den folgenden Tagen einen positiven Trend ausbildet. Als Folge davon kommt der Anleger (bei einem Limit bis Monatsende) überhaupt nicht mehr zum Zug. Nach einer verfallenen Tagesorder könnte sich der Investor neu orientieren und möglicherweise etwas später am positiven Trend teilhaben.

Ebenso ist es möglich, dass die Daimler-Aktie nach dem Verfall der Tagesorder ins Negative dreht. Bei einem Limit bis Monatsende kauft die Bank die Wertpapiere, sobald der Kurs von 57 € erreicht ist. In der Folge muss der Anleger Kursabschläge in Kauf nehmen. In jedem Fall büßt er jedoch Flexibilität ein. Er kann – auch im Fall eines Verkaufs – nicht auf plötzliche aktuelle Entwicklungen reagieren.

Zeitliche Order immer im Auge behalten

Auch Privatanleger sollten sich in jedem Fall vergegenwärtigen, welches zeitliche Limit sie eingegangen sind. Denn nur so geben sie ihren Handlungsspielraum nicht aus der Hand. Sollte ein Handel einmal nicht zustande kommen, ist dies nicht dramatisch. Investoren können in den folgenden Tagen einen oder weitere neue Aufträge erteilen und damit möglicherweise zu günstigeren Konditionen kaufen oder verkaufen.

1. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.