MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Kennzahlen im Controlling: Die Sache mit der Übersichtlichkeit

Controlling ist die Grundlage der modernen Unternehmensführung. Die Kennzahlen des Controllings ermöglichen die effektive Planung und Steuerung des gesamten Betriebsablaufs.

Jedoch besteht bei der großen Anzahl der möglichen Controlling-Kennzahlen die Gefahr, den Überblick zu verlieren.

Verwirrende Begriffsvielfalt

Im Bereich des Controllings trifft man auf viele Begriffe, die zunächst den Betrachter verwirren können. Dies liegt daran, dass in diesem speziellen Fachgebiet der Betriebswirtschaft viele Anglizismen zum Einsatz kommen.

Dies beginnt schon mit dem Wort Controlling selbst – ein reines Kunstwort, das vom englischen Wort „control“ ins Deutsche übernommen wurde. Im englischsprachigen Raum ist übrigens der Begriff „Controlling“ nicht gebräuchlich; dort wird von „Management accounting“ gesprochen.

Nicht unbedingt verständlicher werden die Kennzahlen im Controlling dadurch, dass viele der verwendeten Anglizismen auch noch als Abkürzungen gebraucht werden.

Controlling-Kennzahlen: Englische Begriffe und ihre Abkürzungen

So steht BEP zum Beispiel für „Break Even Point“ – ein Begriff, der vielen bekannt ist. Allerdings wissen auch hier schon viele Unternehmer nicht genau, wie diese Kennzahl ermittelt wird.Break Even Point Diagramm: schnelle Übersicht in der grafischen Darstellung

Es gibt aber auch Kennzahlen, die selbst vielen, die den Begriff verwenden, nicht wirklich geläufig ist. Die wenigsten wissen beispielsweise im Detail, was sich hinter der Abkürzung „EBITDA“ verbirgt. Dabei handelt es sich hierbei um eine wichtige und häufig gebrauchte Kennzahl im Controlling.

„EBITDA“ steht für „Earning Before Interests, Taxes, Depriciation and Amortisation”, was zu Deutsch „Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen“ bedeutet. EBITDA und EBIT: Das ist der Unterschied

Controlling-Kennzahlen: Hauptgruppen

Nicht nur, dass die Fachtermini den Überblick nicht ganz leicht machen – hinzu kommt die Anzahl der Kennzahlen, die im Controlling Anwendung finden.

Es gibt verschiedene Hauptgruppen, die im Controlling betrachtet werden. Jede dieser Hauptgruppen beinhaltet dann wieder unterschiedlichste Kennzahlen. Die Hauptgruppen teilen sich in folgende Untergruppierungen auf:

  1. Bilanzkennzahlen
  2. Liquiditätskennzahlen
  3. personalwirtschaftliche Kennzahlen
  4. Kennzahlen für Produktion und Lagerhaltung
  5. Kennzahlen für Vertrieb und Marketing
  6. Forschungs- und Entwicklungskennzahlen
  7. IT-Controlling
  8. Kennzahlen für die Materialbeschaffung

Mit den Kennzahlen für jeden dieser Einzelpunkte im Controlling ergeben sich weit über 100 Kennzahlen, die zur betrieblichen Steuerung herangezogen werden können.

Einen guten Überblick über die einzelnen Kennzahlen findet man auf der Seite von http://www.controllingportal.de/Fachinfo/Kennzahlen/Bilanzkennzahlen-zur-Bilanzanalyse.html.

Kennzahlen im Controlling gezielt einsetzen

Nun soll dieser Artikel nicht davor abschrecken, die Kennzahlen für das Controlling zu ermitteln und diese einzusetzen. Man sollte es aber verstehen, diese gezielt einzusetzen.

Gerade größere Unternehmen neigen dazu, einen Berg an Kennzahlen zu ermitteln und dabei die eigentliche Aufgabe des Controllings, die Unternehmenssteuerung, vor lauter Zahlen aus den Augen zu verlieren.

Es ist nicht unbedingt nötig, alle Kennzahlen für jeden Unternehmensbereich zu ermitteln, wenn dann die Manpower fehlt, um dies auszuwerten und zu nutzen.

Kleinere und mittelständische Unternehmen, die keine eigene Abteilung für den Bereich Controlling bereitstellen können, sind gut damit beraten, einen externen Spezialisten zu Hilfe zu nehmen. Dieser kann genau sagen, welche Kennzahlen im Controlling für das Unternehmen wichtig sind, wie sie ermittelt werden und welche Aktionen der Auswertung dieser Kennzahlen folgen sollten.

30. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.