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Kering: Aktie trotz Puma-Probleme weiter im Aufwind

Das größte Sport-Event des Jahres rückt näher. Im Sommer 2014 werden sich die weltbesten Fußballmannschaften in Brasilien einfinden und um den begehrten Pokal kämpfen. Wie auch immer das Finale in Rio de Janeiro ausgeht, ein Gewinner steht jetzt schon fest: Die Branche und Aktien der Sportartikelhersteller.

Für Sportartikelhersteller wie Adidas, Nike und Puma ist die Fußball-WM stets ein großes Geschäft. Im 4-Jahresrythmus winken deutliche Umsatz- und Gewinnzuwächse, die vor allem der Weltmeisterschaft geschuldet sind. Sei es durch den Verkauf von Trikots, Sportschuhen oder Accessoires, die Fußball-WM lässt die Kassen von Adidas & Co klingeln.

Davon können auch Anleger profitieren, die sich frühzeitig bei Sportartikelhersteller positionieren. Aber auch für Privatanleger, die später einsteigen, kann sich die Investition lohnen, denn die nächste Fußball-EM bzw. Fußball-WM kommt bestimmt.

Kering hält Mehrheit an Puma

Der in Paris ansässige Mode- und Luxus-Konzern Kering, der bis 2013 noch unter dem Namen PPR tätig war, hat auf den ersten Blick nicht viel mit Fußball zu tun. Der französische Konzern verdient sein Geld vornehmlich mit Luxus-Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent, Brioni, Bottega Veneta und Stella McCartney.


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Nachdem sich Kering durch verschiedene Übernahmen verstärkt hat, bietet der Modekonzern auch Luxus-Uhren, Schmuck und Lifestyle-Produkte an. Beim  deutschen Sportartikelhersteller Puma war Kering im Jahr 2007 eingestiegen,  inzwischen halten die Franzosen 86 Prozent der Puma-Anteile.

Puma hatte zuletzt seine Schwierigkeiten, der Jahresumsatz sank in 2013 um neun Prozent auf rund 3,0 Mrd. €, während Luxus-Marken wie Yves Saint Laurent zweistellig zulegten. Den Anstieg der Kering-Aktie konnten die Puma-Probleme bislang nicht stoppen, die Papiere legten in den letzten fünf Jahren um mehr als 200% zu.

Kering_3Jahreschart

(Kering-Chart, Quelle: Frankfurter Börse)

Puma stattet 9 WM-Teams aus

Das Jahr 2014 könnte jedoch die Wende bei Puma bringen, denn das Unternehmen stattet ganze 9 WM-Teilnehmer mit Trikots aus. Auf den Team-Trikots von Italien, Chile, Iran, Uruguay, Ghana, Elfenbeinküste, Schweiz, Kamerun und Algerien prangt das Puma-Logo.

Sollte es eines dieser Teams ins Finale schaffen, kann sich Puma nicht nur der medialen Aufmerksamkeit sicher sein, auch der Trikot-Verkauf dürfte durch den Erfolg weiter angekurbelt werden.

Dass Fußball-Trikots längst angesagte Lifestyle-Produkte sind, beweisen Zahlen aus dem Vorjahr. Allein Real Madrid verkaufte in 2013 rund 1,4 Mio. Trikots, darunter allein 1 Million Ronaldo-Shirts. Auch beim DFB (Deutscher Fußball-Bund) rechnet man wieder mit einem millionenfachen Absatz des neuen National-Trikots der DFB-Elf.

Kering-Aktie profitiert indirekt von der Fußball-WM

Ein Umsatzschub durch die Fußball-WM käme für Puma zum richtigen Zeitpunkt, konnten die Herzogenauracher zuletzt nicht wirklich überzeugen. Puma hat in den letzten Jahren laut JP Morgan Marktanteile an Adidas und Nike verloren. In Zukunft will sich Puma wieder vermehrt auf sein Kerngeschäft und damit auf seine eigentliche Stärke konzentrieren.

Auch wenn Puma bei der diesjährigen Fußball-WM und künftigen Meisterschaften nicht als großer Sieger vom Platz geht, so kann Kering trotzdem weiter auf sein starkes Kerngeschäft mit Luxus-Marken bauen, was die Kering-Aktie langfristig begünstigen dürfte. Für Anleger könnte sich der „Luxus“ also langfristig lohnen, zumal die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16 für 2014 bzw. 14 für 2015 nicht wirklich teuer ist.

12. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands