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Kfz-Vorsteuer: 100% Abzug ab 10% betrieblicher Nutzung

Für Unternehmer und Selbstständige gibt es eine entscheidende Regel, wann die Kfz-Vorsteuer abzugsfähig ist. Der Schlüssel dazu ist die Menge der betrieblichen Nutzung. Bei privaten Pkw muss diese mindestens 10% betragen, damit man die Kfz-Vorsteuer komplett vom Finanzamt erstattet bekommt bzw. von seiner eigenen zu zahlenden Umsatzsteuer abziehen kann.

Doch nicht nur die Mehrwertsteuer des Kaufpreises kann man ab 10% betrieblicher Nutzung gegenrechnen, sondern auch alle laufenden Kosten des Pkws. Allerdings ist dafür dann die private Nutzung umsatzsteuerpflichtig. Wie das genau aussieht, schauen wir uns im Folgenden näher an.

Private Nutzung: Fragen und Antworten

Besonders für Selbstständige wirft die Kfz-Vorsteuer immer wieder Fragen auf. Grundsätzlich gilt die Regelung für privat genutzte Fahrzeuge aus dem Betriebsvermögen. Wenn also ein Auto zum Betrieb gehört und man damit privat Kilometer fährt, so muss man dafür zahlen. Dabei gibt es unterschiedliche Berechnungsarten, je nachdem, wie viel man den Wagen privat verwendet.

Beim Kauf des Pkws spielt das aber keinerlei Rolle, es geht hier lediglich um die laufenden Kosten. Insbesondere um die Ausgaben, bei denen man eine Vorsteuer abziehen kann. Das sind in der Regel Benzin, Wartung, Öl und Reparaturen, die als Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer dienen. Dagegen haben Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung keine Vorsteuer-Anteile und fallen deshalb nicht in diese Kategorie.

Pkw-Abschreibung: So funktioniert’s

Entscheidend für die Abrechnung ist die Abschreibung des Wagens, die üblicherweise 20% des Kaufpreises pro Jahr beträgt. Das Ganze nennt sich Umsatzsteuer-AfA, und dabei wird der Kaufpreis auf 5 Jahre verteilt. Somit kommt man auf die jährlichen 20%.

Die Abschreibung des Firmenfahrzeugs ist schließlich entscheidend für die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer – natürlich unter der Voraussetzung, dass man die Vorsteuer beim Kauf geltend machen konnte.

Sollte es sich um einen privaten Wagen handeln, den man mehr als 10% für betriebliche Zwecke nutzt, so kann man ebenfalls die komplette Vorsteuer abziehen. Immer abhängig von der eigenen Situation gilt es abzuwägen, welche Kategorie sinnvoller ist. Als Selbstständiger und Freiberufler beispielsweise nutzt man vielleicht eher einen privaten Pkw.

Vor einem Kauf sollte man sich bewusst machen, welche Vorteile es bringt, wenn man mindestens 10% im Jahr damit beruflich unterwegs ist. Anders ist es bei Unternehmern, die ihre Wagen zum Firmenvermögen rechnen. Diese müssen nun darauf achten, wie viel sie den Pkw privat nutzen und welche Berechnungsmethode für sie die beste ist.

Kfz-Vorsteuer: Bei Kaufpreis und laufenden Ausgaben

Betriebliche Pkws können immer 100% der Kfz-Vorsteuer geltend machen. Bei privaten Pkws muss der Wagen mindestens 10% für das Gewerbe genutzt werden, damit man dieselben Vorzüge genießen kann.

Doch nicht nur beim Kaufpreis wird diese Regelung verwendet, sondern auch bei den laufenden Ausgaben (also speziell für Benzinkosten). Hier kann man die Vorsteuer ebenfalls nutzen, um die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer zu verändern. Die Kfz-Vorsteuer kann bei Firmenwagen genauso wie bei privaten Autos genutzt werden.

24. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.