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Kurs-Gewinn-Verhältnis berechnen und interpretieren – so funktioniert es

Möchte man sein Erspartes in Aktien anlegen, sollte man niemals überstürzt handeln und das nächstbeste Wertpapier wählen.

Vielmehr gilt es, aus der Vielzahl an Möglichkeiten jenes Papier herauszufiltern, welches die besten Chancen hat, die persönlichen Ziele zu erfüllen.

Die Strategien der Anleger sind dabei zum Teil sehr unterschiedlich. Weit verbreitet sind vor allem zwei Analysemethoden: die Chartanalyse und die Fundamentalanalyse.

Mehr zum Thema: Unterschiede zwischen Chartanalyse und Fundamentalanalyse

Bei der Fundamentalanalyse geht es vereinfacht ausgedrückt darum, die fundamentalen Daten eines Unternehmens zu erfassen, weiter zu verarbeiten und zu interpretieren, um so eine attraktive Aktie finden zu können.

Eine wichtige Kennzahl aus dem Bereich der Fundamentalanalyse ist das sogenannte KGV – das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Seine Berechnung ist recht einfach, die Interpretation hingegen nicht immer.


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KGV berechnen – Formel und Beispiel

Um das KGV zu berechnen, kann man sich einer einfachen Formel bedienen. Sie lautet:

Formel  

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

?
Mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) kann untersucht werden, wie billig oder teuer eine Aktie im nationalen oder internationalen Vergleich abschneidet.
$$\bo\text"KGV" = \text"aktueller Aktienkurs" / \text"Gewinn je Aktie"$$
Ergebnis berechnen

Es wird also der jeweilige Aktienkurs ins Verhältnis zu dem Gewinn einer Aktie in einem definierten Zeitraum gesetzt. Der Gewinn je Aktie ist ebenfalls leicht zu ermitteln.

Mehr zum Thema: Der Gewinn je Aktie

Dabei kann man sowohl auf den bereits bekannten Gewinn aus der Vergangenheit zurückgreifen, als auch mit Prognosen für die Zukunft arbeiten.

Zur Verdeutlichung der Formel kann man ein einfaches Beispiel wählen. Liegt der Aktienkurs eines Unternehmens bei 75 € und der Gewinn je Aktie im vorausgegangenen Geschäftsjahr bei 6 €, so ergibt sich folgende Rechnung:

KGV = 75 / 6

KGV = 12,5

Das KGV zu berechnen, ist also kein Hexenwerk. Jedoch hilft diese Kennzahl erst dann weiter, wenn man sie richtig einordnen kann.

KGV richtig interpretieren

Es lässt sich keine pauschale Aussage dazu treffen, bei welchem KGV ein Wertpapier als niedrig bewertet angesehen werden kann.

Häufig gilt zwar ein KGV unter 10-12 als niedrig und ein KGV von über 18-20 als hoch. Es ist jedoch darauf zu achten, den gesamten Markt und vor allem die jeweilige Branche in die Betrachtung miteinzubeziehen.

Das soll heißen: Das KGV hat für sich allein betrachtet eine eher geringe Aussagekraft. Vergleicht man jedoch ähnlich ausgerichtete Unternehmen miteinander, kann diese Ziffer gute Dienste leisten.

Vielfach haben Wachstumsunternehmen ein vergleichsweise hohes KGV, sofern ihnen hohe Gewinnsteigerungen zugetraut werden. Unternehmen mit nur mäßig wachsenden Gewinnen verfügen hingegen oft über ein niedriges KGV.

Auch spiegelt sich im KGV häufig wider, ob ein Unternehmen kontinuierliche Gewinnzuwächse erwirtschaften kann. Diese Aktien haben meist ein höheres KGV als zyklische Werte.

KGV in größerem Zusammenhang betrachten

Beachtet man diese Anhaltspunkte, kann von dem errechneten KGV eine hohe Aussagekraft ausgehen. Es ist trotzdem wichtig, sich nicht allein auf diese Kennzahl zu verlassen.

Häufig sind Anleger versucht, bei einem niedrigen KGV umgehend zuzuschlagen. Doch sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass es verschiedene Gründe für diese Bewertung geben kann.

Deshalb sollte man sich neben dem KGV auch immer weiterer Kennzahlen bedienen, um ein interessantes Papier zu finden. Dies mag zwar zeitaufwändig sein, kann sich aber auszahlen.

3. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.