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Kinder, Partys und Tiere: Welche Lärmbelästigung muss hingenommen werden?

Kinderlärm – nicht alles ist erlaubt

Wo Kinder leben, geht es meistens etwas lauter zu. Schreien, Rennen, Toben, auch mal voller Wut eine Tür zuknallen, all das gehört zum Leben von Kindern dazu, selbst wenn manche Erwachsene das zu vergessen scheinen.

Auch nächtliches Schreien von Babys und Kleinkindern ist unvermeidlich. Kinder sind keine Maschinen, die man auf Knopfdruck leise stellen oder stundenlang mit dem Anschauen von Bilderbüchern beschäftigen könnte.

Die mit dem altersgerechten kindlichen Verhalten zwangsläufig verbundenen Geräusche und auch Lärm sind daher von den übrigen Mietern weitgehend hinzunehmen.

Allerdings darf das Spielen der Kinder nicht zu einer unzumutbaren Störung und Belästigung der übrigen Hausbewohner ausarten.

Lärm, der durch das Herunterspringen von Stühlen, das Umwerfen von Möbeln oder Fußballspielen in der Wohnung verursacht wird, ist nicht hinnehmbar. Auch sind das Treppenhaus, der Aufzug, Dachboden und Fahrradkeller keine Spielplätze.


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Während der Ruhezeiten kann das Lärmen von Kindern untersagt sein, wenn dies aufgrund des Alters und Verständnisses der Kinder zumutbar ist.

Kinder dürfen jedoch auf den gemeinschaftlichen Außenanlagen spielen, auch mit ihren Freunden. Gegen die hiermit verbundene Geräuschentwicklung können sich die übrigen Mieter nicht zur Wehr setzen. Dies gilt ebenfalls für den Fall, wenn sich in unmittelbarer Nähe ein Kinderspielplatz befindet.

Das Spielen in Hof und Garten ist auch sonntags und in den Ruhezeiten zulässig. Allerdings ist auf die übrigen Hausbewohner besondere Rücksicht zu nehmen: Die Eltern müssen darauf hinwirken, dass ihre Kinder während der Ruhezeiten leiser spielen.

Kinderspiel ist ausnahmsweise nur dann auf den gemeinschaftlichen Außenanlagen unzulässig, wenn die Mietverträge generell – also auch den übrigen Mietern – die Benutzung der Außenanlagen verbieten.

Partys – kein Recht auf Lärm

Karneval, Geburtstag, Grillparty auf dem Balkon – dazu noch der allwöchentliche Skatabend: Mancher Mieter lässt keine Gelegenheit zum Feiern aus. Wenn die Fröhlichkeit immer wieder bis spät in die Nacht durchs Haus schallt, ist der Hausfrieden dahin.

Nicht selten glauben solchermaßen gesellige Mieter, das Recht auf mindestens eine ausgiebige Feier im Monat zu haben. Das ist nicht richtig. Auch bei Partys in der Mietwohnung gilt das Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme.

Die üblichen Ruhezeiten sind von dem Mieter und seinen Gästen unbedingt einzuhalten. Der Mieter ist insoweit für seine Besucher verantwortlich. Auch während der übrigen Zeiten dürfen die Mitbewohner durch Partylärm nicht mehr als unvermeidbar belästigt werden.

Tierlärm

Ist die Haltung von Tieren im Haus erlaubt, so haben die Bewohner die mit der zulässigen Tierhaltung eines Mieters verbundenen Geräusche hinzunehmen. Stundenlanges Hundegebell oder ausgedehntes schrilles Pfeifen eines Papageis kann den Mitmietern jedoch nicht zugemutet werden.

Der Halter der Tiere hat dafür zu sorgen, dass die mit den tierischen Lautäußerungen verbundenen Lärmemissionen zeitlich beschränkt bleiben.

In den Mittags- und Abendstunden sowie nachts ist ganz besonders für Ruhe zu sorgen. Gelingt es dem Tierhalter nicht, seinem Tier stundenlange, störende Lautäußerungen abzugewöhnen, so muss er das Tier an einem anderen Ort unterbringen oder selbst mit ausziehen.

20. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.