MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Die neuen Regelungen 2012: Kinderbetreuungskosten absetzen

Für Eltern, die Kinderbetreuungskosten absetzen wollen, brachte das Jahr 2012 Entlastungen. Das verzweigte Steuerrecht wurde dank des 2011 beschlossenen Gesetzes zur Steuervereinfachung wesentlich übersichtlicher.

Seit 2012 werden die Kinderbetreuungskosten ausschließlich von den Sonderausgaben abgezogen. Die Anwendung des Sonderausgabenabzugs für Kinderbetreuungskosten ist auch unabhängig davon, ob die Eltern erwerbstätig sind oder nicht.

Kinderbetreuungskosten absetzen seit 2012 – erhebliche Erleichterung

Nichtberufstätige Eltern sind seit 2012 nicht mehr verpflichtet, persönliche Voraussetzungen wie eine Ausbildung, Krankheit oder Behinderung nachzuweisen, um die Kinderbetreuungskosten absetzen zu können. Steuerabzüge für Kinder bis zum 14. Lebensjahr sind nun problemlos durchführbar.

Die Höhe der Steuerminderung unterliegt jedoch auch nach dem Steuervereinfachungsgesetz noch der Beschränkung auf zwei Dritteln der Aufwendungen. Dies bedeutet maximal 4.000 € pro Kind. Gegen diese Begrenzung sind aber einige Klagen mit Aussicht auf Erfolg eingegangen.

Die Erwerbstätigkeit der Eltern spielt bei der Absetzbarkeit der Betreuungskosten ab diesem Jahr ebenfalls keine Rolle mehr. Bisher war eine Voraussetzung bei der steuerlichen Absetzung die Berufstätigkeit beider Elternteile.

Seit 2012 können die Kinderbetreuungskosten nun nicht mehr von den Werbungskosten oder den Betriebsausgaben abgesetzt werden, sie müssen einheitlich von den Sonderausgaben abgezogen werden.

Neue Rechte

Im Falle eines Elternteils, welches weder erwerbstätig noch krank, behindert oder noch in der Ausbildung befindlich ist, wurden die Betreuungskosten bis 2012 nur für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren anerkannt. Dies galt auch für Alleinerziehende.

Mit dem neuen Gesetz besteht nun auch für diese Elternteile ein Anspruch auf Absetzung der Kinderbetreuungskosten von der Geburt des Kindes an bis zum 14. Lebensjahr.

Was zu Kinderbetreuungskosten zu zählen ist

Zu den Kinderbetreuungskosten zählen zum Beispiel die Kosten einer Tagesmutter, einer Kindertagesstätte oder eines Au-Pair-Mädchens. Auch Verwandte können Betreuungspersonen darstellen. In diesen Fällen ist jedoch ein vorher geschlossener Vertrag notwendig, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Wichtig sind hierbei die jeweiligen Nachweise. Da es keinen Pauschbetrag gibt, ist die Absetzung der Kinderbetreuungskosten von der Steuer nur mit diesen Nachweisen möglich. In manchen Fällen übernimmt übrigens der Arbeitgeber die Kosten für die Kinderbetreuung.

Gesetzeslage vor 2012

Vor der Anwendung des Steuervereinfachungsgesetzes war die Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten vorrangig von der Berufstätigkeit der Eltern und dem Alter des Kindes abhängig. Alle anderen Eltern mussten besondere persönliche Umstände wie Ausbildung, Krankheit oder Behinderung nachweisen, um die Kinderbetreuungskosten steuermindernd geltend machen zu können.

Seit 2012 ist die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten deutlich einfacher und auch einheitlicher geregelt. Jedoch bleiben die viel diskutierten Höchstgrenzen bei der Absetzung der Kinderbetreuungskosten auf dem gleichen Niveau wie zuvor.

7. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.