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Kinderbetreuungskosten absetzen

Die Betreuung von Kindern kostet Zeit und Geld.

Um berufstätigen Eltern dennoch die Gründung einer Familie zu ermöglichen, unterstützt der Staat diese mit einer Förderung, den sogenannten „Kinderbetreuungskosten“.

Kinderbetreuungskosten: Unter welchen Voraussetzungen kann ich sie beantragen?

Voraussetzung für den finanziellen Zuschuss ist, dass beide Eltern berufstätig sind und sich nicht selbst um die Betreuung ihrer Kinder kümmern können.

Kinderbetreuungskosten können zudem steuerlich geltend gemacht werden, und das ab dem ersten Euro.

Dies gilt unabhängig davon, ob das Kind in einem Kindergarten oder einer Kindertagesstätte untergebracht ist oder im eigenen Haushalt von einer Tagesmutter betreut wird.

Da es jedoch keinen Pauschalbetrag für die Betreuungskosten gibt, müssen entstandene Kosten durch Vorlage von Rechnungen oder Belegen nachgewiesen werden.


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Auf den Kinderfreibetrag oder das Kindergeld hat die steuerliche Regelung keine Auswirkungen.

Kinderbetreuungskosten absetzen: Maximal 4.000 € pro Kind sind möglich

Die Kosten für die Kinderbetreuung können bis zu einer Höhe von zwei Dritteln und maximal 4.000 € pro Kind von der Steuer abgesetzt werden. Lesen Sie dazu auch: Kinderbetreuungskosten: Erste Klagen vor Finanzgerichten Die Kinderbetreuungskosten werden bis zum 14. Lebensjahr des jeweiligen Kindes bewilligt, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass ältere Personen nicht mehr betreuungspflichtig sind.

Eine Ausnahme stellten körperlich, seelisch oder geistig beeinträchtigte Kinder dar.

Wenn diese aufgrund ihrer Behinderung weiterhin Hilfe im Alltag benötigen, werden die Kosten für eine Betreuung weiterhin gewährleistet. Allerdings muss die Behinderung bis zum 25. Lebensjahr der betroffenen Person eingetreten sein.

Seit dem Jahr 2011 gibt es jedoch eine grundlegende Änderung in der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten.

Das Steuervereinfachungsgesetz: Seit 2011 vereinfachte Abziehbarkeit der Kinderbetreuungskosten

Das am 04.11.2011 in Kraft getretene Steuervereinfachungsgesetz beinhaltet 35 verschiedene Neuerungen zur Modernisierung und Rationalisierung des Besteuerungsverfahrens.

Ziel des Gesetzes ist es, das Besteuerungsverfahren für Steuerzahler und -verwalter insofern zu vereinfachen, als dass sie von dem lästigen Sammeln verschiedenster Belege zur Vorlage beim Finanzamt befreit werden.

Auch die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten sind von dieser Neuerung betroffen.

Zwar ändert sich an der Höhe der Kosten nichts (2/3 der Aufwendungen bis 4.000 €) und auch die Vorlage einer Rechnung gehört weiterhin zu den Formalien.

Bis zur Gesetzesänderung durch das Steuervereinfachungsgesetz wurden die Kinderbetreuungskosten entweder als Betriebsausgaben (§ 9c EstG) oder Werbungskosten (§ 9 Abs. 5 EStG) geltend gemacht.

Dies ist nun nicht mehr möglich.

Auch auf die persönlichen Anspruchsvoraussetzungen der Eltern kommt es seit der Neuregelung nicht mehr an.

Im Klartext bedeutet dies, dass die Unterscheidung zwischen erwerbsbedingten und nicht erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten entfällt.

In der Praxis soll die verbesserte Abziehbarkeit der Kinderbetreuungskosten rund 60 Millionen Euro Steuerentlastung jährlich bedeuten.

2. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.