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Kindergeldantrag ab 18 – die Regelungen bei Volljährigkeit

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind an den Bezug von Kindergeld keine Bedingungen gebunden.

Die Zahlung erfolgt automatisch.

Erst mit der Volljährigkeit des Kindes müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Jedoch hat sich die Rechtslage im Jahr 2012 geändert – eine Überprüfung des Kindergeldanspruches kann sich also auch bei „erwachsenen“ Kindern lohnen.

Kindergeldantrag ab 18 Jahren – wer wird berücksichtigt?

Kindergeld kann unter gewissen Voraussetzungen auch noch nach der Volljährigkeit gezahlt werden. Allerdings endet die Zahlung des Kindergeldes (mit Ausnahmen) spätestens mit dem 25. Lebensjahr.

Bei einer Berufs- oder Schulausbildung sowie einem Erststudium wird das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Kinder, die bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind, werden nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres berücksichtigt.

Einige Faktoren können zu einer Weiterzahlung des Kindergeldes bei Kindern über 25 Jahren führen. Bei Kindern mit einer schweren Behinderung kann diese Altersgrenze zum Beispiel entfallen.


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Auch die Anrechnung des ehemaligen Grundwehrdienstes, des ehemaligen Zivildienst oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ist an dieser Stelle zu nennen.

Eine freiwillige, nicht länger als drei Jahre andauernde Verpflichtung zum Wehrdienst erhöht die Dauer des Kindergeldbezugs ebenfalls.

Diese Verlängerung der Bezugsdauer ist jedoch nicht als Vorteil für die Eltern anzusehen, da sie während der Zeit der abgeleisteten Dienste kein Kindergeld erhalten.

Antrag auf Kindergeld bei Volljährigkeit

Der Kindergeldantrag ab 18 Jahren ist immer schriftlich an die zuständige Familienkasse zu richten. Diese ist in der Regel in den örtlichen Agenturen für Arbeit zu finden.

Die Formulare zur Antragstellung liegen zur Mitnahme bereit, können jedoch auch online bei der Arbeitsagentur unter Formulare zum Kindergeld abgerufen werden.

Notwendige Unterlagen

Um der Familienkasse glaubhaft versichern zu können, dass auch mit der Volljährigkeit des Kindes weiterhin ein Anspruch auf Kindergeld besteht, müssen dem Antrag gewisse Unterlagen hinzugefügt werden.

Erforderliche Unterlagen sind zum Beispiel die Ausbildungsbescheinigung, der Nachweis des Schulbesuchs oder die Bestätigung der Immatrikulation. Bei einer Behinderung des volljährigen Kindes ist der Behindertenausweis notwendigerweise beizulegen.

Neue Regelungen ab 2012

Bis zum Ende des Jahres 2011 unterlag das Einkommen der volljährigen Kinder hinsichtlich des Kindergeldanspruches einer eingehenden Überprüfung. Lag das jährliche Einkommen über 8.004 Euro, blieb die Zahlung des Kindergeldes zwangsläufig und ohne Ausnahme aus.

Diese Einkommensprüfung wurde 2012 abgeschafft. Das Einkommen der Kinder ist nun unabhängig vom Kindergeldanspruch der Eltern.

Davon profitieren unter anderem Lehrlinge im dritten Jahr, denen aufgrund ihrer höheren Ausbildungsvergütung der Anspruch auf Kindergeld gestrichen wurde. Auch Studenten können nun bis zum 25. Lebensjahr einem gut bezahlten Nebenverdienst nachgehen, ohne dass den Eltern das Kindergeld verwehrt wird.

Anspruch geltend machen

Die Familienkassen sind jedoch nicht verpflichtet, diese neue Regelung den Familien gesondert mitzuteilen.

Die Familien müssen aus eigenem Antrieb agieren und den Kindergeldantrag einreichen. Das kann sich lohnen – pro Monat sind 184 Euro und mehr möglich.

12. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.