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Kindergeldzuschlag rückwirkend beantragen: Mit diesem Antrag klappt’s

Eltern können in Deutschland zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag beantragen. Dieser ist für Familien mit niedrigem Einkommen gedacht, die ohne diese Finanzspritze auf Arbeitslosengeld II angewiesen wären. Dabei gelten bestimmte Mindest- und Höchstgrenzen für das Einkommen der Eltern.

Die Familien erhalten dann monatlich zusätzlich einen bestimmten Betrag pro Kind. Dieser richtet sich nach dem Einkommen und dem Vermögen der Familie und beträgt bis zum 30.06.2016 maximal 140 €. Ab dem 01.07.2016 wird er sich auf höchstens 160 € belaufen. Den Zuschlag erhalten die Familien jeden Monat zusammen mit dem Kindergeld.

Der entsprechende Betrag wird in der Regel ab dem Monat gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde. Nur in Ausnahmefällen können Eltern den Kindergeldzuschlag rückwirkend erhalten.

Antrag für Kinderzuschlag: Nur im Sonderfall

Es ist nicht möglich, gleichzeitig den Kindergeldzuschlag und Arbeitslosengeld II/Sozialgeld bzw. Leistungen der Sozialhilfe zu erhalten. Dadurch ergibt sich ein Sonderfall, in dem es möglich ist, den Kinderzuschlag rückwirkend zu beantragen und zu erhalten:

Nehmen wir an, eine alleinerziehende Mutter hat bisher Arbeitslosengeld II erhalten. Nun bekommt sie eine Mitteilung, dass sie diese finanzielle Unterstützung in Zukunft nicht mehr erhalten wird und daher den Kindergeldzuschlag beantragen soll. Erreicht die Mutter dieses Schreiben allerdings zu spät, kann es sein, dass sie den Antrag auf den Zuschlag nicht mehr rechtzeitig einreichen kann.

In diesem Fall ist es möglich, den Kindergeldzuschlag auch rückwirkend zu beantragen – sonst müsste die Familie eine Zeit lang sowohl ohne Arbeitslosengeld II als auch ohne den Kindergeldzuschlag auskommen.

Allerdings gilt es auch in diesem Fall, schnell zu handeln. Die genaue Antragsfrist für solche Sonderfälle ist im Bundeskindergeldgesetz geregelt (Bundeskindergeldgesetz § 6a Kinderzuschlag (2)).

Antrag für Kinderzuschlag im Internet abrufbar

Der Kinderzuschlag muss schriftlich bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Die entsprechenden Antragsformulare gibt es bei jeder Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit und können auch im Internet heruntergeladen werden.

Wer zuvor Arbeitslosengeld II bei der Agentur für Arbeit oder bei einem Jobcenter beantragt hat, muss mit dem Antrag seine Einkommens- und Vermögensbescheide nicht erneut einreichen. Die Familienkasse holt in diesem Fall die notwendigen Informationen bei der entsprechenden Stelle ein.

Fazit

Der Kinderzuschlag ist für viele Familien in Deutschland eine wichtige finanzielle Hilfe. Wer nicht weiß, ob er Anspruch auf diese Unterstützung hat, sollte sich also schnell informieren und bald einen Antrag stellen, denn der Zuschlag wird in der Regel nicht rückwirkend gezahlt.

17. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.