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Kleinkredite: Schuldenfalle oder finanzieller Ausweg?

Derzeit überschlagen sich die Angebote an zinsgünstigen Klein- oder Verbraucher-Krediten. In der Ära der Niedrigzinsen können die Geldinstitute mit herkömmlichen Darlehen oder den Überziehungszinsen beim Girokonto längst nicht mehr das große Geld verdienen. Ratenkredite boomen, doch unversehens können Kunden in die Schuldenfalle geraten.

Wer sich heutzutage ein neues Smartphone zulegen oder den nächsten Sommerurlaub finanzieren möchte, der hat es leichter denn je. Doch wer sich darauf einlässt, sollte genau wissen, was er tut. Denn: Wenn der Überblick verloren geht, drohen hohe Kosten oder sogar die Privatinsolvenz.

Kleinkredite: Wie sich die Schuldenfalle vermeiden lässt

Im Prinzip ist gegen einen Kleinkredit kaum etwas einzuwenden. Besonders dann nicht, wenn es sich dabei um eine so genannte Null-Prozent-Finanzierung oder  ein solches Darlehen handelt. Diese Angebote sind gar nicht so selten: So manch ein Elektronik-Fachmarkt bringt auf diese Weise seine Waschmaschinen oder Flachbild-TVs an die Frau oder den Mann.

Und auch bei Internet-Portalen wie zum Beispiel Smava oder Check24.de können Verbraucher Kleinkredite erhalten, bei denen die Verzinsung genau null Prozent beträgt. Auf eines sollten Kunden sollten bei diesen Angeboten allerdings immer auf Gebühren und weitere Kosten achten – egal ob im Internet-Versandhandel, im Fachgeschäft oder bei der Internet-Bank.

Ob der attraktiven Möglichkeiten ist es gar nicht so selten, dass die Kunden sich zu viele Ratenvereinbarungen gleichzeitig aufbürden. Denn all diese Verbindlichkeiten wollen bedient werden. Wer hierbei die Aufmerksamkeit hat schleifen lassen, sodass die Gesamtlast größer wird als das zur Verfügung stehende Einkommen, für den kann es sehr teuer werden.


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Vor allem junge Menschen überschätzen ihre Leistungskraft. Dann ist das böse Erwachen vorprogrammiert. Die schwindende Transparenz bei mehreren zeitgleichen Finanzierungen führt zu unverhältnismäßig hohen Bearbeitungs- und/oder Mahngebühren.

Verbraucherschützer warnen und rechnen vor, dass diese zusätzlichen Kosten zu Mehrbelastungen im Vergleich zur Summe der Raten beim Versandhandel mit 33% und bei Telekommunikationsgesellschaften mit 43% und mehr zu Buche schlagen.

Größte Nachteile bei günstigen Kleinkrediten

Auch ein günstiger Kleinkredit oder gar eine Null-Prozent-Finanzierung hat ihren Preis. Denn hinter dem billigen Darlehen steckt manchmal ein überhöhter Preis für das begehrte Produkt. Wer hier vorher nicht vergleicht, kann hinterher böse Überraschungen erleben. Bei einem Null-Prozent-Ratenkredit ist es kaum möglich, im Zuge einer Kaufentscheidung einen Rabatt auszuhandeln.

Oft wird bei einem günstigen Ratenkredit eine Restschuldversicherung angeboten, die das vermeintliche Schnäppchen-Darlehen gar nicht mehr so günstig macht. Daneben versenden manche Anbieter nach dem Abschluss eines Null-Prozent-Darlehens eine Kreditkarte, die allerdings – im Gegensatz zum ursprüngliche Angebot – nicht ohne Zinsen daherkommt.

Kunden die nicht damit konfrontiert werden möchten, sollten auch bei einer auf den ersten Blick kostenlosen Finanzierung auf das Kleingedruckte achten. Dann können sie auf mögliche Erweiterungen reagieren und diese aus dem Vertrag entfernen lassen.

14. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.